02. August 2021 / 12:56 Uhr

Aufgrund Verletzungssorgen: FC Eilenburg sucht Verstärkung

Aufgrund Verletzungssorgen: FC Eilenburg sucht Verstärkung

Leon Heyde
Leipziger Volkszeitung
Knaubel
Eilenburgs Trainer Nico Knaubel ist besorgt über die Verletztenliste. © Christian Modla
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Nach nur drei Spielen gehen dem FC Eilenburg schon die Alternativen aus. Mit Sorgenfalten blickt der Verein auf das Lazarett. Es muss noch bis Ende August gehandelt werden und Trainer Knaubel verspricht Zugänge.

Eilenburg. Wenn ähnliches, was man über den Sprung ins kalte Wasser weiß, auch für die Fußball-Regionalliga gilt, müsste sich der FC Eilenburg schon freigeschwommen haben. Zwei echte Hochkaräter mit Chemie Leipzig und dem BFC Dynamo, noch dazu formstarke Luckenwalder zum Auftakt der Premiere-Saison in Liga vier: Dass nur ein Punkt auf dem Konto steht, wird zu verkraften sein. Mehr Sorgenfalten als der Blick auf die Tabelle bereitet FCE-Trainer Nico Knaubel das Verletzungspech seiner Mannschaft.

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16 Minuten waren am Sonntag gespielt, da verließ der erste Eilenburger mit hängendem Kopf den Platz. Dennis Kummer war kurz zuvor im Rasen hängen geblieben, versuchte weiterzuspielen, hatte allerdings zu große Schmerzen. „Er ist ohne Gegnereinwirkung umgeknickt. Unser Teamarzt hat bereits während des Spiels drauf geschaut, sein Sprunggelenk ist dick geworden“, sagte Knaubel nach dem Spiel. Vermutlich handelt es sich um eine Kapsel- oder Bänderverletzung, die Diagnose wird Anfang der Woche erfolgen.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zur Eilenburger Niederlage gegen BFC

0:2 nach 90 Minuten: Gegen spielbestimmende Berliner vom BFC Dynamo fehlt Fußball-Regionalligist FC Eilenburg in Durchgang eins der Mut, nach der Pause das Glück. Zur Galerie
0:2 nach 90 Minuten: Gegen spielbestimmende Berliner vom BFC Dynamo fehlt Fußball-Regionalligist FC Eilenburg in Durchgang eins der Mut, nach der Pause das Glück. ©

Bereits im ersten Saisonspiel verletzte sich Stürmer Tim Bunge am Knie und fällt noch mindestens drei Monate aus. Zu ihm auf die Krankenliegen gesellten sich nach dem Auftakt gegen Chemie Dongmin Kim, der einen Bänderriss im Mittelfuß erlitt, und Adam Fiedler. „Adam steht in den Startlöchern, er hat seinen Muskelfaserriss auskuriert und wird diese Woche mit dem Aufbautraining anfangen. Bei Kim wird es dafür noch vier bis sechs Wochen dauern“, berichtet Coach Knaubel, der wider Erwarten nicht auf Raimison dos Santos verzichten muss.

Zwei Neue wären gut

Die Verletzung des brasilianischen Innenverteidigers aus dem Mittwochspiel hatte sich lediglich als vergleichsweise harmlose Schulterprellung herausgestellt. „Ich bin froh, dass „Santi“ trotz Schmerzen spielen konnte und das gut durchgestanden hat.“ Die wohl bitterste Diagnose bekam Christoph Bartlog gestellt. Gegen Luckenwalde zog sich der 29-Jährige einen Kreuzbandriss zu, wird nach Einschätzung seines Trainers sechs bis neun Monate ausfallen.

Freuen konnte sich der FCE-Anhang indes über das Comeback von Toni Majetschak. Der 26-Jährige feierte nach überstandenem Muskelfaserriss nicht nur die Rückkehr in die Abwehrzentrale, sondern auch sein Regionalliga-Debüt. Knaubel weiß, wie wichtig Majetschaks Persönlichkeit für die Mannschaft ist: „So ein Spieler hilft dem Team mit seiner Erfahrung im Verein, er gibt den nötigen Rückhalt.“ Die Lautstärke Majetschaks bekam auch die BFC-Bank zu spüren, mit der er sich im Spiel ein Wortgefecht lieferte. Der Abwehrchef brachte die Leidenschaft auf das Grün, die sein Trainer in der ersten Halbzeit gegen die Berliner so schmerzlich vermisste. „Wir sind zufrieden, dass er 20 Minuten spielen konnte. Das gibt uns auch die Möglichkeit, künftig mehr zu variieren.“

Die Personalsorgen an der Mulde zwingen den FCE dennoch, sich weiter nach möglichen Verstärkungen umzuschauen. „Durch die Ausfälle müssten wir noch zwei Plätze belegen. Besonders in der Offensive wäre es gut, wenn wir nochmal nachlegen könnten. Bis zum 31. August ist noch ein bisschen Zeit, wir machen noch etwas“, verspricht Knaubel.