29. September 2019 / 18:24 Uhr

Aufholjagd des Oranienburger HC gegen Hamburg-Barmbek abgepfiffen (mit Galerie)

Aufholjagd des Oranienburger HC gegen Hamburg-Barmbek abgepfiffen (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
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Ein Knackpunkt: die Rote Karte für Yannick Schindel. © Robert Roeske
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3. Handball-Liga Nordost: Der Oranienburger Handball-Club verliert sein Heimspiel gegen Hamburg-Barmbek und hadert mit den Schiedsrichterentscheidungen.

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Oranienburger HC – HG Hamburg-Barmbek 23:25 (11:14)

OHC-Trainer Christian Pahl suchte nach der dritten Heimniederlage nach den passenden Worten. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, gab er schließlich zu. Auf dem Parkett der MBS-Arena hatte seine Mannschaft am Samstagabend einmal mehr einen echten Handball-Krimi geboten, stand aber gegen die Hansestädter schließlich mit leeren Händen da. Pahl versuchte schließlich doch, zu erklären, warum die Oranienburger in dieser Spielzeit noch nicht so richtig in Schwung kommen wollen. „Wir verwerfen sieben oder acht hundertprozentige Bälle, das ist am Ende ein großer Unterschied“, sagte der OHC-Coach.

In Bildern: Der Oranienburger HC unterliegt daheim der HG Hamburg-Barmbek mit 23:25.

Der Oranienburger HC unterliegt daheim der HG Hamburg-Barmbek mit 23:25. Zur Galerie
Der Oranienburger HC unterliegt daheim der HG Hamburg-Barmbek mit 23:25. © Robert Roeske

Wie schon gegen die Füchse-Reserve vor einer Woche legten die Hausherren einen Stotterstart hin. Erst nach gut sieben Minute erzielte Julius Heil den ersten Oranienburger Treffer. Die Gäste legten permanent vor. „Wir sind zu hektisch im Angriff, sind nicht souverän und ruhig genug“, meinte Yannick Schindel, der in der 17. Minute für einen Block die Rote Karte sah. „Das war gar nichts, ich berühre ihn gerade mal an der Schulter“, sagte er nach dem Videostudium der Szene, die auch aus Sicht von Christian Pahl ein Knackpunkt war. „Wir mussten mit einem Kreisläufer durchspielen. Das tat uns weh“, sagte er.

Beide Teams neutralisierten sich im Positionsangriff. Die Hamburger führten mal mehr (14:9), mal weniger deutlich (14:11 zur Pause). „Wir haben lange gebraucht, um richtig im Flow zu sein, haben uns dann am Ende rangekämpft“, bemerkte Linus Dömeland, der Linksaußen diesmal wieder den Vorzug vor Dennis Schmöker erhielt und viermal von der Siebenmetermarke traf. Dass Vize-Kapitän Schmöker trotzdem auf seine Spielzeit kam, lag daran, dass der OHC-Coach früh auf den siebten Feldspieler im Angriff setzte. Dadurch habe er die gegnerische 5:1-Abwehr zum Umdenken gezwungen und den Hamburgern auch etwas „den Zahn gezogen“, wie HG-Coach Tobias Skerka später einräumte. Doch auch in dieser Variante offenbarten die Oberhavel-Handballer Schwächen. „Wir werfen die Bälle sinnfrei vorne weg“, ärgerte sich Pahl.

Mit Niederlage in die Pause

Und auch mit dem Schiedsrichter-Duo haderten die Oranienburger weiterhin. „Sie hatten heute sicher nicht ihren besten Tag“, sagte Yannick Schindel. Trotzdem kämpfte sich der OHC heran und war nach Darius Krais 22:22 drei Minuten vor dem Ende erstmals auf Augenhöhe. „Da hatten wir es uns zumindest verdient, dass die Mannschaften das gegenseitig ausmatchen“, so Pahl. Immer wieder hatten die Hamburger aber eine passende Antwort. Und das vermeintliche 24:24 durch Krai pfiffen die Schiedsrichter wegen Zeitspiels weg – die Entscheidung. „Jetzt geht man mit einem eher unguten Gefühl in die Pause. Aber vielleicht tut es uns ganz gut, den Kopf mal frei zu bekommen“, so Linus Dömeland. Am kommenden Wochenende hat der OHC spielfrei.

Oranienburger HC: Herold, P. Porath – A. Krai, Frank (1), Schmöker (1), Dömeland (4/4), Wertz, Schindel (1), Manderscheid (2), Müller (3), Kehl, Scharge (1), Heil (1), Spickers (3), D. Krai (3), J. Porath (3)