17. Januar 2021 / 19:47 Uhr

Aufholjagd kam zu spät: HC Leipzig verliert gegen HSV Solingen-Gräfrath

Aufholjagd kam zu spät: HC Leipzig verliert gegen HSV Solingen-Gräfrath

Kerstin Förster
Leipziger Volkszeitung
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Enttäuschte Gesichter bei den HCL-Damen. © Christian Modla
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Am Ende war es ein echter Handball-Krimi. Der HC Leipzig verlor knapp zum Abschluss der englischen Woche gegen Solingen-Gräfrath mit 33:34. 

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Leipzig. So wie die englische Woche am vergangenen Samstag in Bremen begonnen hatte, endete sie am dritten Januar-Sonntag für die HCL-Handballerinnen in der heimischen Brüderhalle – mit einer Niederlage gegen den HSV Solingen-Gräfrath. Das Team von Cheftrainer Fabian Kunze (30) musste sich dem Überraschungsteam der zweiten Liga mit 33:34 (16:20) geschlagen geben. In der Tabelle tauschten die Teams die Plätze, die Gäste aus Nordrhein-Westfalen sind nun Vierter (15:7 Punkte), Leipzig nimmt Rang fünf ein (15:9).

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In der Wochenmitte jubelten die HCL-Mädels himmelhoch, gewannen die Nachholpartie gegen die SG 09 Kirchhof mit 27:20 und waren zurück in der Erfolgsspur. Doch Coach Kunze warnte vor dem Sonntagsgegner. „Das wird kein Selbstläufer.“ Tatsächlich nahmen die Dinge anders als geplant ihren Lauf.

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In einer engen und umkämpften Partie, musste sich der HC Leipzig am Ende mit einem Treffer unterschied geschlagen geben. Zur Galerie
In einer engen und umkämpften Partie, musste sich der HC Leipzig am Ende mit einem Treffer unterschied geschlagen geben. ©

Die wenigen Aufbauhelfer der Blau-Gelben versuchten an den Trommeln, die Geräuschkulisse nach oben zu treiben. Lautstark bereiteten sich ebenso die Spielerinnen aus der Klingenstadt Solingen vor und zeigten vom Start weg messerscharf ihre Punkteambitionen. Dagegen verballerten die Messestädterinnen mehrere Würfe, standen mehr neben sich als richtig in die Vollen zu gehen. Das Resultat zur Pause: 16:20. „Wenn wir mehr Stabilität reinbringen, ist noch was drin“, zeigte sich HCL-Präsident und Livestream-Kommentator Thomas Conrad zuversichtlich. Zumindest funktionierte diesmal der Ton bei Sportdeutschland.tv perfekt.

Quäntchen Glück fehlte

Tonangebend nach Wiederanpfiff waren weiter die Gäste mit ihrer überragenden Vanessa Brandt, die elf Treffer zum Erfolg beisteuerte und nicht von ungefähr zweitbeste Werferin der Liga ist. Und endlich begann der HCL, den notwendigen Druck aufzubauen. Die Hummel-Zwillinge Jacqueline und Stefanie, Julia Weise (schon auffälligste Spielerin in Hälfte eins), Laura Majer sowie Torfrau Annabell Krüger mit Paraden am Stück ließen Hoffnung aufkommen. Doch die Aufholjagd kam zu spät. Remis, wenigstens, 33:33. Ein Krimi vor dem Tatort. Aber Solingens Nr. 77, besagte Vanessa Brandt, verwandelte in der Schlusssekunde einen Siebenmeter.


„Wir kriegen es momentan nicht hin, von Spielbeginn an da zu sein“, haderte Julia Weise und vermisste die angeschlagene Pauline Uhlmann, mit der sie sonst erfolgreich im Rückraum wirbelt. Der Trainer, besonders lautstark am Spielfeldrand, resümierte: „Es war der erwartet starke Gegner. Wir geraten in Rückstand, weil wir keine Lösungen auf dessen guten Angriff gefunden haben. Kompliment an mein Team, das bis zum Unentschieden gekämpft hat. Leider fehlte dann das Quäntchen Glück.“

HCL-Tore: Majer 5/4, St. Hummel 7/1, J. Hummel 8, Weise 8, Lilli Röpcke 2, Lotta Röpcke 1, Seidel 1, Reißberg 1.