21. März 2021 / 16:18 Uhr

Aufholjagd wurde nicht belohnt: RB Leipzigs Frauen verlieren gegen Bielefeld

Aufholjagd wurde nicht belohnt: RB Leipzigs Frauen verlieren gegen Bielefeld

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
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Die Spielerinnen von RB Leipzig sind sichtlich bedient. © PICTURE POINT
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Die Frauen von RB Leipzig hatten sich den Re-Start bestimmt anders vorgestellt. Nach 0:3-Pausenrückstand und einer Aufholjagd in der zweiten Halbzeit, verlor die Mannschaft von Trainerin Katja Greulich mit 3:5.

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Leipzig. Gemeinhin heißt es, dass eine verpasste Generalprobe ein gutes Zeichen für die Premiere sei. Für die Fußballerinnen von RB Leipzig traf dies im ersten Bundesligaspiel nach fünf Monaten allerdings nicht zu. Nach drei verlorenen Testspielen (zwei Niederlagen gegen den Erstligisten Turbine Potsdam und eine gegen Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg II) blickte RB-Trainerin Katja Greulich dennoch optimistisch auf das Heimspiel gegen den Tabellenletzten DSC Arminia Bielefeld am Sonntag.

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Zu wenig Chancen kreiert

Es war das erste Aufeinandertreffen der Leipzigerinnen mit der Mannschaft von Markus Wuckel, der seit 2004 als Arminia-Trainer arbeitet. Greulich erwartete „einen aggressiven und zweikampfstarken Gegner“. Wuckel ging vor dem Aufeinandertreffen von einem „interessanten Spiel“ aus. Beide sollten Recht behalten.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zur Niederlage gegen Bielefeld

Zum Re-Start der 2. Frauen-Bundesliga verlor RB Leipzig zu Hause die Partie gegen Arminia Bielefeld mit 3:5. Zur Galerie
Zum Re-Start der 2. Frauen-Bundesliga verlor RB Leipzig zu Hause die Partie gegen Arminia Bielefeld mit 3:5. ©

Von Beginn an war im Spiel kein Unterschied zu sehen, dass im Stadion am Bad in Markranstädt der Tabellenführer den Tabellenletzten empfing. Es war direkt Feuer drin und beide Mannschaften kämpften um den Ball. Um die 15. Minute kamen die Gäste dann besser in die Partie. Arminia Bielefeld stand hinten kompakt und bediente vorn immer wieder ihre Toptorschützin Sarah Grünheid. RB spielte zu ungenau, um Torgefahr zu verbreiten. Während Grünheid in der 20. Minute noch ihre Chance vergab, netzte sie fünf Minuten später dann zum 0:1 ein. Keine Minute später klingelte es erneut im Leipziger Kasten. Konnte Torfrau Stella Busse noch den Schuss von Grünheid vereiteln, staubte Maja Sternad zum 0:2 ab.

Die Messestädterinnen waren offensichtlich geschockt und von einem Aufbäumen war nichts zu merken. Zwar waren die Gastgeberinnen bemüht, doch kreierten sie keine einzige zwingende Torchance. In der 40. Minute bekamen die Bielefelderinnen dann einen Strafstoß, den Grünheid zum 0:3 verwandelte.

Elfmeter vergeben

RB Leipzig nahm in der Halbzeitpause zwei Wechsel vor. Madlen Frank und Lea Sophie Misch gingen, dafür kamen Sarah Schaller und Michelle Marie Kiunke neu ins Spiel. „Mehr Druck!“ verlangte Greulich von ihrem Team und so waren die Leipzigerinnen in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit deutlich präsenter im Bielefelder Strafraum. Aber anstatt mit der Aufholjagd zu beginnen, traf Maja Sternad in der 55. Spielminute zum 0:4. Zum Vergleich: Die Arminia hatte in den bisherigen drei Saisonspielen lediglich ein Tor geschossen.

Katja Greulich motivierte ihre Mannschaft 30 Minuten vor Schluss von der Seitenlinie mit „weiter, weiter“ und nach 71 Spielminuten schaffte Lea Mauly das erste RB-Ligator 2021. Unmittelbar danach folgte ein Strafstoß für Leipzig, aber Yvonne Weilharter konnte die Arminia-Torhüterin Lisa Venrath nicht überwinden. Stattdessen musste Busse auf der anderen Seite Torjägerin Grünheid vom Ball trennen, um das 1:5 zu verhindern.

Zehn Minuten vor Abpfiff konnten sich die Leipzigerinnen dann doch für den Druck im Bielefelder Strafraum belohnen. Marlene Müller verkürzte zum 2:4. Dann sah es plötzlich ganz einfach aus und Natalie Teubner erzielte das dritte Tor für RB. Das sowieso schon sehr lebendige Spiel ging mit 3:4 in die Schlussminuten, in denen die Gäste wiederum Chancen liegen ließen. „Komm Arminia“, schrie Wuckel seine Mannschaft nach vorne, welche dann nur durch ein Foul im Sechszehner zu stoppen war. Den folgenden Elfmeter verwandelte Lisa Lösch sicher zum 3:5-Endstand. Die Bielefelderinnen jubelten, während die RB-Damen trotz der furiosen Aufholjagd die Köpfe hängen ließen. Nächste Woche geht es zur zweiten Mannschaft von Turbine Potsdam.