19. April 2021 / 16:35 Uhr

„Aufräumen, reinigen und reparieren“: Volleyballer ärgern sich über Vandalismus

„Aufräumen, reinigen und reparieren“: Volleyballer ärgern sich über Vandalismus

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Abgeschnittenes Werbebanner, umgestürzte Sitzbank - die Volleyballer der Vikings sind sauer über den Vandalismus.
Abgeschnittenes Werbebanner, umgestürzte Sitzbank - die Volleyballer der Vikings sind sauer über den Vandalismus. © verein
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Bespuckter Boden, umgeworfene Bänke, beschädigte Banner: Die Volleyballer der Vallstedt Vechelde Vikings sind sauern über Vandalismus auf ihrer Beachanlage. 

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Die Volleyballer der Vallstedt Vechelde Vikings sind sauer: Wo die Beach-Spieler oft barfuß entlang laufen, ist der Boden verunreinigt. „Es ist alles vollgespuckt“, erläutert Vikings-Pressesprecher Thomas Junge angeekelt. Nicht nur das: Von Werbebannern sind die Bänder durchgeschnitten worden, sodass die Folien traurig herunterhängen. Sitzbänke wurden umgeworfen und lagen in der Gegend herum. „Beides geht – wie die Schmierereien am Gebäude – in den Bereich Vandalismus“, stellt Junge fest.

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Die Beachanlage in Vallstedt ist zwar eingezäunt, aber zugänglich. „Wenn da mal jemand sitzt, hat niemand etwas dagegen. Aber wenn so etwas wie jetzt passiert, müssen wir überlegen, wie wir damit umgehen.“

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Auf die Beachvolleyballanlagen in Vallstedt und Vechelde sind die Vikings stolz. Mit viel Einsatz und Eigenarbeit haben die Mitglieder hier Möglichkeiten geschaffen, ihrem Hobby nachzugehen. „Die Anlagen sind in der aktuellen Situation für uns umso wichtiger, als ein eingeschränkter Trainingsbetrieb draußen zwischenzeitlich wieder möglich ist, während für die Mannschaftssportarten die Sporthallen im Landkreis noch gesperrt sind“, sagt Junge. Erst Ende März hatten die Mitglieder in Arbeitseinsätzen beide Standorte coronakonform und unter Beachtung der erstellten Hygienekonzepte aus dem „Winterschlaf“ geholt. „Damit konnte zumindest wieder ein Zwei-Personen-Trainingsbetrieb abseits vom Videotraining im heimischen Wohnzimmer und individuellen Lauf- oder Fahrradeinheiten im Freien etabliert werden.“

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Volleyballer über Vandalismus ärgern. Asche vom Grillen fanden sie im Sand einer Anlage, und schlimmer noch: Glasscherben. „Das ist schon versuchte Körperverletzung! Wenn jemand da im Spiel reintritt und sich die Sehne durchtrennt, ist er ein Jahr außer Gefecht“, stellt der Vikings-Pressesprecher fest. Auch wenn die schon vor längerer Zeit gefundenen Scherben noch rechtzeitig herausgesammelt wurden und nichts passierte, ärgern sich die Volleyballer: „Für uns bedeutet so etwas immer wieder aufräumen, reinigen und reparieren – ein Aufwand, auf den wir gerne verzichten würden“, sagt Junge.

Wie die Vikings mit den jüngsten Vorkommnissen umgehen, darüber wird noch diskutiert. „Mittelfristig werden wir aber wohl bei Wiederholungen nicht umhin kommen, die Polizei einzuschalten und andere Maßnahmen zu treffen, um die Anlagen gegen unbefugtes Betreten zu sichern.“

Scherben wurden auch schon auf der benachbarten Tennisanlage gefunden, und am Fußballplatz nebenan ist vor einem Monat eine Bank zerstört und das Glas des Schaukastens zerschlagen worden. „Wir haben diese Woche eine Vorstandssitzung, und dabei wollen wir darüber sprechen, was man unternehmen kann, um solche Zerstörungen zu verhindern“, sagt René Kalinka, Vorsitzender des SV Grün-Weiß Vallstedt.

Von Matthias Press