06. November 2019 / 08:20 Uhr

Aufsichtsrat und Gesellschafter einig: Alex Frei wird Trainer von Hannover 96

Aufsichtsrat und Gesellschafter einig: Alex Frei wird Trainer von Hannover 96

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jubeln sie bald gemeinsam? Alex Frei soll der neue Mann an der Seitenlinie von Hannover 96 werden.
Jubeln sie bald gemeinsam? Alex Frei soll der neue Mann an der Seitenlinie von Hannover 96 werden. © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
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Die Bestätigung seitens Hannover 96 steht noch aus, da Aufsichtsrat und Gesellschafter aber bereits ihren Segen gegeben haben, verdichten sich die Anzeichen auf den Ex-Dortmunder Alex Frei als Nachfolger von Mirko Slomka. Ex-Aufsichtsrat Martin Andermatt mahnt Unterstützung an.

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Es waren deutlich bessere 96-Zeiten, als Alex Frei schon mal in Hannover aufkreuzte – und es waren spektakuläre Fußballfeste. Im Februar 2007 gewann 96 mit 4:2 gegen Dortmund, das mit Frei im offensiven Mittelfeld spielte. Am 14. März 2009 endete das Heimspiel gegen die Borussia mit 4:4. Zwei Tore erzielte der Stürmer Frei dabei für das Team von Jürgen Klopp.

Mittlerweile ist 96 aus der Bundesliga abgestiegen, aber Alex ist so frei, in Hannover den nächsten Karriereschritt zu wagen. Der ehemalige Angreifer soll neuer 96-Trainer werden. Frei ist das frische Gesicht, die mutige Entscheidung, mit der 96 das abgefahrene Gleis der immer gleichen Trainerkandidaten verlassen will.

Eine Bestätigung des Vereins steht noch aus, so lange gilt Frei nur als Wunschlösung – aber unseren Informationen zufolge wird er Nachfolger von Mirko Slomka. Darauf haben sich Gesellschafter und Aufsichtsrat verständigt. Es wäre fahrlässig und unprofessionell, wenn 96 nicht zuvor abgeklopft hätte, ob der 40-Jäh­ri­ge auch kommen will.

Das sind die Trainer von Hannover 96 seit dem Aufstieg 2001

Zweite Amtszeit: Am 28. Mai 2019 stellte Hannover Mirko Slomka erneut als Cheftrainer und Nachfolger von Thomas Doll vor. Zur Galerie
Zweite Amtszeit: Am 28. Mai 2019 stellte Hannover Mirko Slomka erneut als Cheftrainer und Nachfolger von Thomas Doll vor. © imago/
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Frei hospitierte bei Landsmann Favre in Dortmund

96 hat sich offenbar auch schon länger mit dem Ex-Profi beschäftigt. Vom Schweizer und ehemaligen 96-Aufsichtsrat Martin Andermatt kam der Tipp zu Frei zwar nicht, doch man kennt sich. „Schön, dass Alex die Chance bekommt, aber er muss auch intensiv begleitet werden und Unterstützung im Umfeld bekommen“, mahnt Andermatt.

Aktuell ist Frei Trainer der U18 seines Heimatklubs FC Basel, besitzt aber eine Ausstiegsklausel. Er kennt den deutschen Fußball aus seinen drei Dortmunder Jahren, da war er Publikumsliebling. Nach dem Karriereende im Sommer 2013 beim FC Basel wurde Frei Sportdirektor beim FC Luzern. 2015 wechselte er in die Jugendabteilung des FC Basel, seit Juli 2017 betreut er die U18. Zwischenzeitlich saß er auch im Verwaltungsrat des Klubs. Für zwei Partien betreute er auch mal als Interimstrainer das Profiteam.

Vor einem halben Jahr hospitierte Frei für zehn Tage bei seinem Landsmann Lucien Favre in Dortmund – und war schwer beeindruckt. „Wie man eine Gruppe führt, wie man an den Details feilt, wie man noch mehr mit den Spielern abseits des Trainings arbeitet. Das hat mein Coaching inspiriert“, sagte Frei dem Online-Magazin „Fußball Transfers“ zu seiner Fortbildung. „Ich habe gesehen, wie Favre mit Sancho, Bruun Larsen und Marco Reus an Kleinigkeiten gefeilt hat.“ Da lässt sich sagen – willkommen bei 96, hier gibt’s viel zu feilen.

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"Ottmar Hitzfeld ist wie ein Mentor für mich“

Favre ist nicht der einzige namhafte Trainer, bei dem sich Frei Tipps holt. „Der ehemalige Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld ist wie ein Mentor für mich“, sagt er freimütig. Da kann man davon ausgehen, dass Hitzfeld auch zu 96 geraten hat.

Frei wird nun auch den Weg der beiden Fußballlehrer gehen, Favre und Hitzfeld feierten in der Bundesliga ihre größten Erfolge. „Logischerweise habe ich nach meiner Station in Dortmund eine Verbindung nach Deutschland“, sagt Frei.

Dass er nun in der 2. Liga anfängt, lässt sich als gute Karriereplanung einordnen. Der Schweizer Rekordtorschütze stand vor einem Monat schon vor dem Wechsel zu Holstein Kiel. Das zerschlug sich nach dem Wechsel des Sportchefs aber.

Wie schnell er jetzt für 96 freikommt, wird sich zeigen. Am besten natürlich so schnell wie möglich – eher heute als morgen.

Das sind die Schweizer, die bei Hannover 96 gespielt haben:

Pirmin Schwegler: Stieß 2017 zu 96 - und verließ den Verein nach dem Abstieg im Sommer 2019. Zur Galerie
Pirmin Schwegler: Stieß 2017 zu 96 - und verließ den Verein nach dem Abstieg im Sommer 2019. ©

Hier abstimmen: Wäre Alex frei eine gute Wahl als 96-Trainer?

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