23. April 2019 / 14:00 Uhr

Aufsichtsrats-Vorsitzender Witter: VfL Wolfsburg ist wieder ein Aushängeschild

Aufsichtsrats-Vorsitzender Witter: VfL Wolfsburg ist wieder ein Aushängeschild

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Eine gute Wahl: Der Aufsichtsrats-Vorsitzende des VfL Wolfsburg, Frank Witter (r.), schenkte Jörg Schmadtke als Geschäftsführer Sport das Vertrauen.
Eine gute Wahl: Der Aufsichtsrats-Vorsitzende des VfL Wolfsburg, Frank Witter (r.), schenkte Jörg Schmadtke als Geschäftsführer Sport das Vertrauen. © imago/regios24
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„Erfolg ist immer sympathisch“: Der Aufsichtsrats-Vorsitzende Frank Witter zieht rund ein Jahr nach seiner Amtsübernahme ein positives Fazit zur Entwicklung beim VfL Wolfsburg. 

Fast genau ein Jahr ist es her, dass Frank Witter neuer Aufsichtsrats-Vorsitzender beim VfL Wolfsburg wurde. Seitdem ging es (nach der Relegations-Rettung in der vergangenen Saison) so steil bergauf für den Klub wie es der 59-Jährige selbst nicht für möglich gehalten hatte. „Die Mannschaft hat mit dem Trainerteam und der sportlichen Leitung mehr erreicht als wir am Anfang erwarten durften“, konstatiert Witter.

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Zwar ist der Nachfolger von Francisco Javier Garcia Sanz für seine realistischen Betrachtungsweise bekannt („Man darf nicht vergessen, wo wir herkommen: Wichtig ist erst mal, dass wir nicht Relegation spielen. Alles andere ist Zugabe.“), trotzdem schielt natürlich auch er inzwischen auf die internationalen Ränge. „Dass wir da oben theoretisch noch eine Chance haben, ist toll. Die Mannschaft hat es in der Hand, noch ist nichts entschieden.“ Aktuell ist der VfL Neunter, hat vier Zähler Rückstand auf Platz sechs.

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Eine Qualifikation für die Europa League wäre nicht nur eine Belohnung für die Spieler, findet Witter, sondern würde den VfL auch noch attraktiver machen – "nicht nur für die Fans, sondern auch für potenzielle Spieler.“ Dass der Wolfsburger Bundesligist in dieser Saison nach zwei Relegationsteilnahmen in Folge wieder zurück in die Erfolgsspur fand, hat auch er selbst mitzuverantworten, auch wenn er das gar nicht so gern hört („Man darf die Rolle des Aufsichtsrats nicht überbewerten“). Doch der ehemalige Zweitligaspieler des OSV Hannover lag mit seiner Wahl („Unsere Aufgabe ist es, die Geschäftsführung einzusetzen“) auf Jörg Schmadtke und Marcel Schäfer als Sportdirektor zur aktuellen Saison goldrichtig.

"Labbadia hat hier gute Arbeit abgeliefert"

Zudem wurde mit Michael Meeske gegen Ende vergangenen Jahres ein Geschäftsführer-Nachfolger für Wolfgang Hotze gefunden. „Wir sind gut aufgestellt“, sagt Witter, das gelte strukturell wie übrigens auch sportlich: „Die Mannschaft ist intakt, sie zu schlagen, ist für jeden Gegner schwer, das haben wir bewiesen.“

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Diese „positive Entwicklung“ soll in Wolfsburg nun fortgeführt werden. „Wir wollen diesen Weg weitergehen“, so Witter, ab der neuen Saison dann auch mit einem neuen Trainer. Oliver Glasner übernimmt für Bruno Labbadia, dem der Aufsichtsrats-Vorsitzende ebenfalls einen großen Anteil bei der Stabilisierung des Klubs zuschrieb: „Er hat hier gute Arbeit abgeliefert.“

Die Wölfe in Noten: VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt

Pavao Pervan: Machte diesmal einen rundum sicheren Eindruck, sowohl am Fuß als auch auf der Linie, als er etwa in der 40. Minute glänzend bei einem Pacienca-Kopfball die Arme hochbekommt. Beim Gegentor machtlos. Note: 2 Zur Galerie
Pavao Pervan: Machte diesmal einen rundum sicheren Eindruck, sowohl am Fuß als auch auf der Linie, als er etwa in der 40. Minute glänzend bei einem Pacienca-Kopfball die Arme hochbekommt. Beim Gegentor machtlos. Note: 2 ©

Trainer aus Österreich in der deutschen Bundesliga

Trainer aus Österreich in der deutschen Bundesliga Zur Galerie
Trainer aus Österreich in der deutschen Bundesliga ©

Auch mittelfristig soll sich der Klub weiterhin an den europäischen Plätzen orientieren. „Wir sind natürlich noch nicht so stabil wie Mannschaften, die jahrelang da oben mitspielen“, erläutert der 59-Jährige, „wir müssen uns noch weiterentwickeln. Wir haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht und die Mannschaft gut ergänzt – das werden wir im nächsten Jahr auch wieder versuchen.“

Erfreulich sei ebenfalls, dass der VfL hinsichtlich der Partnerschaft mit Volkswagen wieder ein rundum besseres Bild abgibt, denn: „Erfolg ist immer sympathisch“, so Witter, „und wenn er dann mit einer sympathischen Mannschaft und einem erfolgreichen Spielstil erreicht wird, ist das natürlich ein Aushängeschild.“

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