03. Juni 2021 / 10:40 Uhr

An Bedingungen geknüpft: Dynamo Dresden erhält Zweitliga-Lizenz ohne Auflagen

An Bedingungen geknüpft: Dynamo Dresden erhält Zweitliga-Lizenz ohne Auflagen

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Jürgen Wehlend
Froh über Lizenz ohne Auflagen: Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Jürgen Wehlend. © imago images
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Nach dem Meistertitel in der 3. Liga hat die SG Dynamo Dresden von der DFL die Zulassung zur Teilnahme am Spielbetrieb der 2. Bundesliga für die kommende Saison erhalten. Doch sorgenfrei ist man bei den Schwarz-Gelben noch nicht.

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Dresden. Das mühsam ersparte Stammkapital aus der Zeit vor Beginn der Corona-Pandemie ist deutlich zusammengeschmolzen, doch die zehn Millionen aus der Minge-Ära haben Dynamo Dresden über die abgelaufene Drittliga-Saison geholfen und es ermöglicht, eine aufstiegsreife Mannschaft zusammenzustellen. Die Truppe hat die Erwartungen erfüllt, Dynamo darf wieder zweitklassig spielen. Seit Donnerstag ist nun auch die Lizenz von der Deutschen Fußball Liga (DFL) da – und die Schwarz-Gelben bekamen sie anders als einige Kontrahenten ohne Auflagen.

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Nachweis bis September

Der neue kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Wehlend, für den es das erste Lizenzierungsverfahren mit den Dresdnern war, nahm die frohe Kunde aus Frankfurt am Main nicht ohne Stolz entgegen: „Gemeinsam mit unseren Fans und Mitgliedern sowie Partnern und Sponsoren freuen wir uns auf die wohl attraktivste 2. Liga aller Zeiten. Ganz besonders freue ich mich auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Dynamo, die in einer extrem schwierigen Zeit die Voraussetzungen für diese Lizenzerteilung geschafft haben. Denn das Dynamo Dresden die Lizenz für die 2. Bundesliga auch in diesem Jahr ohne Auflagen erhält, ist alles andere als selbstverständlich. Und sollte auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns aufgrund der Corona-Krise in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation befinden.“

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Eitel Sonnenschein herrscht in der Dynamo-Geschäftsstelle auf der Enderstraße also noch lange nicht. Auch weil es noch Dinge zu tun gibt, auf die Dynamo nur zum Teil Einfluss nehmen kann. Wehlend betonte in einer Pressemitteilung: „Die Lizenzerteilung der DFL ist an die Bedingung geknüpft, dass Dynamo Dresden sich an die eingereichte Lizenzplanung sowohl für die Rückrunde der 3. Liga 2020/21 als auch die Saisonplanung für die 2. Bundesliga 2021/22 hält. Die darin enthaltenen Betriebskostenzuschüsse der Landeshauptstadt Dresden an die Stadiongesellschaft der BAM Sports und die beantragte Mehrkostenförderung für den Neubau der AOK Plus Walter-Fritzsch-Akademie, über die der Rat der Landeshauptstadt Dresden in seiner Sitzung am 10. Juni entscheiden wird, sind insofern für die Sportgemeinschaft sehr, sehr wichtig.“

Dass die Bedingungen erfüllt worden sind, muss Dynamo bei der DFL bis zum 15. September nachweisen. Gelingt das dem Zweitliga-Aufsteiger nicht, weil der Stadtrat nicht mitspielt, drohen der Sportgemeinschaft Sanktionen bis hin zu einem Abzug von bis zu sechs Punkten.