28. Oktober 2019 / 14:44 Uhr

Aufsteiger FSV Brück überzeugt mit druckvoller Offensive

Aufsteiger FSV Brück überzeugt mit druckvoller Offensive

Jörgen Heller
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Treuenbrietzener (in Blau) waren vor allem im Abschluss einmal mehr in dieser Saison nicht zwingend genug.
Die Treuenbrietzener (in Blau) waren vor allem im Abschluss einmal mehr in dieser Saison nicht zwingend genug. © Jörgen Heller
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Kreisoberliga Havelland: FSV Brück setzt sich bei Eintracht Friesack klar durch – TSV Treuenbrietzen muss sich Alemania Fohrde deutlich beugen.

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Nach drei Niederlagen in Folge konnten die Brücker Kicker am Auswärtsspieltag der Kreisoberliga endlich wieder einen Sieg einfahren. Unterlegen blieben dagegen erneut die Treuenbrietzener, die zu Hause klar das Nachsehen hatten. Spitzenreiter ist trotz seines Unentschiedens weiterhin Blau-Gelb Falkensee – mit vier Punkten Vorsprung auf den neuen Zweiten RSV Eintracht II.

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Der FSV Brück 1922 behauptete sich am Sonntag bei der SG Friesack mit einem deutlichen 5:2 (3:0) und konnte dank des Auswärtsdreiers auf den elften Tabellenplatz klettern. Da im Duell der bis dato Tabellennachbarn beide Teams arg geschwächt waren, herrschte Waffengleichheit. Die Gäste begannen mit ihrem vertrauten Offensivsystem und übernahmen nach einem Blitztor nach 40 Sekunden die Führung, die Björn Riese herstellte.

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Nach einer Verletzung von Tim Weigelt spielte der FSV kurzzeitig in Unterzahl, konnte dennoch in Minute 28 erhöhen. Nach einer Ecke setzte Philipp Fiedler das Leder an die Latte und per Abstauber netzte Jonas Pagel zum 2:0 ein. Und fünf Minuten vor der Pause traf Maximilian Leetz nach Querpass von Riese zum 3:0-Halbzeitstand.

Offensiv startete Brück auch in die zweite Hälfte. Es entwickelte sich ein verteiltes Spiel mit guten Gelegenheiten für beide Teams. In der 68. Minute traf Riese nach Pass von Marcel Spang zum 4:0, womit die Partie schon entschieden war. Nach einem Kontertor Friesacks durch Sharo Aziz Habib zum 1:4 (85.) nahm das Spiel noch einmal Fahrt auf. Leetz erzielte noch sein zweites Tor nach einem langen Ball zum 5:1 für Brück (88.). Das Kopfballtor des Friesacker Spielers Dennis Muth (90.+3) nach einer Ecke war dann nur noch Ergebniskosmetik.

„Die Jungs haben unsere Vorgaben toll umgesetzt und das Passspiel zur Vorwoche deutlich verbessert“, fand FSV-Coach Andreas Bastian.

Aktuelles aus dem Fußballkreis Havelland

Der TSV Treuenbrietzen musste sich zu Hause dem SV Alemania Fohrde mit 1:5 (1:3) deutlich beugen und rutschte auf Rang zehn ab. Die Sabinchenstädter nahmen sich gegen den bis dato fünf Ränge tiefer stehenden Gast vor, unbedingt zu punkten. Da war aufgrund mehrerer Ausfälle von Stammspielern aber nicht möglich. Nach einem verwandelten Handelfmeter nach nur zehn Spielminuten lag der TSV früh hinten.

In der Folge offenbarten die Hausherren große Annahmeprobleme, so dass Fohrde zu viel versprechenden Angriffen eingeladen wurde. Nach einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten, Florian Zimmermann traf in Minute 36 zum 2:0 für Alemania und Maik Möhring erhöhte wenig später auf 3:0, geriet Treuenbrietzen noch weiter in Rückstand. Drei Minuten vor der Pause konnte TSV-Kapitän Thomas Knappe einen Foulelfmeter zum 1:3 verwandeln, womit der Gegner noch auf Reichweite war.

So ging Treuenbrietzen engagiert in die zweite Hälfte, besaß auch die Spielkontrolle, war im Abschluss aber einfach zu harmlos. Nachdem Fohrde nach einem verwandelten Foulelfmeter durch Sascha Weser auf 4:1 erhöhen konnte, war der TSV weiter sehr bemüht, leistete sich aber erneut viele Fehlpässe, so dass Torgefahr größtenteils ausblieb. Gefährlich waren nur ein Freistoßlattentreffer von Nico Höhne und ein Abschluss von Jerome Weigmann. Mehr war nicht drin. Ein Kontertor in der 79. Minute durch Marco Jahn führte dann noch zum 5:1-Endstand.

„Das war das schlechteste Spiel, das ich seit langer Zeit vom TSV gesehen habe“, hielt Treuenbrietzens Spieler Pit Rühlicke kritisch fest.