11. Oktober 2020 / 15:27 Uhr

Aufsteiger HSV Falkensee holt die ersten Siegpunkte

Aufsteiger HSV Falkensee holt die ersten Siegpunkte

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Falkenseer Spielmacherin Lisa Nicolai (beim Wurf) erzielte gegen Belzig vier Tore, davon eins per Siebenmeter.
Die Falkenseer Spielmacherin Lisa Nicolai (beim Wurf) erzielte gegen Belzig vier Tore, davon eins per Siebenmeter. © Michael Hundt
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Handball-Brandenburgliga der Frauen: Falkenseer Handball-Frauen bezwingen den MBSV Belzig beim Trainerdebüt von Helmut "Enno" Röder deutlich mit 34:26.

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Im dritten Anlauf hat es für die Handball-Frauen vom HSV Falkensee geklappt. Im ersten Spiel unter dem neuen, alten Trainer Helmut „Enno“ Röder landete der Aufsteiger aus der Gartenstadt am Sonnabend zu Hause gegen den MBSV Belzig beim am Ende deutlichen 34:26 (16:14) den ersten Saisonsieg in der Brandenburgliga. Mit 2:4 Punkten verbesserten sich die Falkenseer Frauen auf den siebenten Tabellenplatz.

"Enno" Röder: Das war ein vernünftiger Einstand

Der erfahrene HSV-Coach „Enno“ Röder zeigte sich nach den 60 Minuten in der heimischen Stadthalle „insgesamt zufrieden“ mit der Leistung seiner Mannschaft. „Das war ein vernünftiger Einstand. Für die Frauen war der erste Sieg in der neuen Liga nach dem Aufstieg wichtig“, sagte „Enno“ Röder.

In der Handball-Brandenburgliga der Frauen bezwingt der HSV Falkensee den MBSV Belzig mit 34:26.

Handball, Frauen, Brandenburg-Liga, Saison 2020/21, 3. Spieltag, HSV Falkensee 04 vs. Märkischer BSV Belzig, Cheftrainerin Edit Billinger (Märkischer BSV Belzig) vor dem Spiel, 10.10.20, Foto: Michael Hundt Zur Galerie
Handball, Frauen, Brandenburg-Liga, Saison 2020/21, 3. Spieltag, HSV Falkensee 04 vs. Märkischer BSV Belzig, Cheftrainerin Edit Billinger (Märkischer BSV Belzig) vor dem Spiel, 10.10.20, Foto: Michael Hundt © Michael Hundt

In der kurzen Zeit der Vorbereitung seit seinem Einstieg am vorigen Dienstag hatte der neue Trainer die Schwerpunkte auf das Deckungsverhalten und das Konterspiel gelegt. Beides funktionierte im Duell mit den Gästen aus Belzig schon besser als in den ersten beiden Saisonspielen. Ganz zufrieden war Coach Röder allerdings noch nicht. Die Abwehr stand ihm in einigen Phasen noch zu defensiv und störte die gegnerischen Angriff zu spät. Im Konterspiel erzielten die Falkenseer Frauen zwar recht viele Tore, vergaben die Bälle aber auch einige Male unkonzentriert. Und in der Schlussphase, als es zahlreiche Zeitstrafen gab, hätte sein Team in Unterzahl etwas ruhiger und nicht so hektisch agieren müssen, meinte „Enno“ Röder. So habe Belzig am Ende den Rückstand noch etwas verkürzen können. Der Falkenseer Erfolg war aber nicht mehr gefährdet.

Viele Paraden von HSV-Torfrau Vivian Hanratty

Vorteile hatten die Gastgeberinnen auf der Torhüterposition. Vivian Hanratty wehrte gleich zum Anfang einen Belziger Siebenmeter ab und zeigte in der Folge weitere gute Paraden. Auch die zweite Torfrau Sabine Leonhardt hielt in ihren Einsatzzeiten das, was zu halten war. Zu Anfang des Spiels ging es noch ausgeglichen zu. Auch Belzig lag beim 5:4 (8.) einmal in Führung. Meist aber hatten die Gastgeberinnen die Nase vorn. Beim 12:9 (18.) hatten die HSV-Frauen erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeholt, weil sich insbesondere Ruby Miketta und Luise Oeppert auf der rechten Seite sehr treffsicher zeigten. Zur Pause lagen die Gastgeberinnen mit zwei Toren in Führung.

In Hälfte zwei zieht Falkensee entscheidend davon

Zu Beginn der zweiten Hälfte kam Belzig noch mal zum Anschluss (16:15), dann setzten sich die Falkenseer Frauen aber entscheidend ab. Über 21:15 (39.) zogen sie bis auf 26:18 (47.) weg. Ruby Miketta, die mit elf Toren beste HSV-Werferin war, hielt ihre Trefferquote hoch. Auch Laura Schulz war nun mehrfach aus dem Rückraum erfolgreich. Und am Kreis setzte sich Tanja Arlt (insgesamt sechs Tore) immer wieder nach guten Anspielen von Lisa Nicolai durch. Beim 31:21 (54.) hatten die Gastgeberinnen erstmals eine Differenz von zehn Toren herausgeworfen und das Spiel war entschieden. Daran änderte auch die Rote Karte nach der dritten Zeitstrafe für Laura Schulz nichts mehr. Zum nächsten Spiel in zwei Wochen treten die HSV-Frauen beim Tabellennachbarn HSC Potsdam an.

HSV Falkensee: Vivian Hanratty, Sabine Leonhardt – Gina Gies, Nicola Stach, Ruby Miketta (11/4), Luise Oeppert (5), Nadine Raschke (1), Justine Eberbeck (2), Lisa Wenzel, Lisa Nicolai (4/1), Laura Schulz (5), Tanja Arlt (6), Angelique Voigt.