18. Januar 2020 / 10:21 Uhr

Aufsteiger Inter Türkspor Kiel II zeigte sich in der Hinrunde unbeständig

Aufsteiger Inter Türkspor Kiel II zeigte sich in der Hinrunde unbeständig

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Samet Aydemir (li., gegen Dobersdorfs Manuel Goettingin) ist mit sechs Treffern bester Hinrunden-Torschütze bei Inter Türkspor II – neben dem zum FC Kilia abgewanderten Ramyar Azsad Ismael Ismail.
Samet Aydemir (li., gegen Dobersdorfs Manuel Goettingin) ist mit sechs Treffern bester Hinrunden-Torschütze bei Inter Türkspor II – neben dem zum FC Kilia abgewanderten Ramyar Azsad Ismael Ismail. © Uwe Paesler
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Kein einziges Unentschieden gab es in der laufenden Saison bislang für die zweite Mannschaft von Inter Türkspor Kiel. Diese Statistik könnte man als Zufall betrachten – und doch passt sie gut zur Hinrunde der Kieler.

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Denn der Aufsteiger bewegte sich permanent zwischen den Extremen, erkennbar nicht nur an den gezeigten Leistungen, sondern auch an der gravierenden Diskrepanz zwischen Heim-und Auswärtsbilanz. Auf des Gegners Platz wurden mit Ausnahme des 3:2-Sieges bei der FSG Saxonia alle Spiele verloren, während Inter auf der eigenen Anlage sechs von neun Partien gewann. Dabei konnte der Aufsteiger mehrfach sein spielerisches Potenzial zum Ausdruck bringen. Es wären sogar noch mehr als die 18 Heimpunkte möglich gewesen, schließlich präsentierte sich das Team auch bei Niederlagen gegen den FC Kilia Kiel (2:3) und den TSV Plön (2:4) überaus leidenschaftlich.

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Doch warum mangelt es dieser Mannschaft an Beständigkeit? Türkspors Trainer Mefail Sengül sieht den primären Grund dafür in den personellen Umstellungen, die er permanent vornehmen musste: „An sich habe ich so eine Art Wunsch-Elf im Kopf – aber die konnte ich nie aufbieten, da Spieler verletzungs- oder urlaubsbedingt fehlten. Vor allem im Defensivbereich sind diese Wechsel natürlich problematisch“, erklärt Sengül. 38 Spieler kamen beim Aufsteiger zum Einsatz, 53 Gegentore kassierte Türkspor. Nur Rot-Schwarz Kiel und Schlusslicht Dobersdorfer SV mussten mehr hinnehmen. „Ich gehe davon aus, dass wir diesen Mangel behoben bekommen und uns nach der Winterpause steigern werden“, sagt Sengül.

Dabei wird Türkspors Trainer jedoch einmal mehr neue Akteure einsetzen müssen, denn der Kader hat sich in der Winterpause verändert. Nicht mehr dem Team angehören werden die Aydemir-Brüder Semih und Samed sowie Stürmer Ramyar Azsad Ismael Ismail, der zum FC Kilia Kiel wechselt. Semih Aydemir wird sich der TSG Concordia Schönkirchen anschließen, wie auch Torhüter Hüseyin Katirci. Es bestand folglich Handlungsbedarf auf der Torhüterposition, auch aufgrund der Verletzung von Mert Kizilay. Mit Routinier Bernd Ewers vom 1. FC Schinkel konnte nun ein zusätzlicher Torwart gewonnen werden. Ebenso neu zum Team gesellt sich Offensivkraft Tayfun Otluolgu, der zuletzt für Concordia Schönkirchen auflief und dort in der laufenden Saison 14-mal zum Einsatz kam und vier Treffer erzielen konnte. Eine weitere personelle Option bietet sich zudem mit Can Karakayali, der zuletzt für den 1. FC Schinkel die Stiefel schnürte.

Inter-Trainer Mefail Sengül setzte in der ersten Saisonhälfte 38 Spieler ein – Ligarekord.
Inter-Trainer Mefail Sengül setzte in der ersten Saisonhälfte 38 Spieler ein – Ligarekord. © Uwe Paesler

Inter Türkspor II – Hinrundenstatistik

Ihr habt gewählt – das ist eure Top-Elf der Hinrunde 2019/20 in der Verbandsliga Ost:

Bei der Torhüter-Abstimmung haben mit Abstand die meisten User teilgenommen. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Mert Kizilay von Inter Türkspor Kiel II mit 533 Stimmen und 34,7% gegen Justin Rohde vom TSV Stein (492 Stimmen, 32%) knapp für sich entschied. Zur Galerie
Bei der Torhüter-Abstimmung haben mit Abstand die meisten User teilgenommen. Es entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Mert Kizilay von Inter Türkspor Kiel II mit 533 Stimmen und 34,7% gegen Justin Rohde vom TSV Stein (492 Stimmen, 32%) knapp für sich entschied. ©
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Impressionen vom 22. Hallenmasters aus der Sparkassenarena in Kiel.

Yilmaz Caglar (1. FC Phönix Lübeck). Zur Galerie
Yilmaz Caglar (1. FC Phönix Lübeck). ©

Bilanz: Platz 10 – 7 Siege, 12 Niederlagen, 40:53 Tore, Heim: 6-3/ 25:17 Tore, Auswärts: 1-9/15:36.

Einsätze: Yasin Özcan, Muhammed Aslan (je 15), Samed Aydemir, Emre Ünal, Halil Can Karakya (je 14), Semih Aydemir, Yusuf Eser (je 13), Rockefeller Konneh-Tandoh (12), Mert Kizilay, Delji Hodaj, Ümit Erol (je 11), Cemal Genc, Erdem Bulut (je 10), Kerem Atamtürker (9), Hüseyin Katirci, Cengiz Büber, Yigit Baki (je 8), Marques Rodrigues, Cem Karatas, Celalettin Genc (je 7), Ramyar Azsad Ismael Ismail (6), Niklas Boyn, Mirsat Demirci, Taha Kondakci (je 5), Mehmet Karaoglan, Rino-Antonio Santos (je 4), Driton Gashi, Arian Jasari, Warnas Amadi, Enrico Schlösser, Yaaser Abdulahi (je 2), Nico Ganzel, Tino Kern, Bedri Gümüs, Steve Sam, Warhell Nedjirvan Amadi, Leon-Marcel Henke, Abed Gharibi (je 1).

Beste Torschützen: Samet Aydemir, Ismael Ismail (je 6), Atamtürker (5), Aslan, Eser, Konneh-Tandoh (je 4), Karakya, Ünal (je 3).