24. Februar 2019 / 15:10 Uhr

0:3! Hannover 96 kommt nach mutiger erster Hälfte gegen Frankfurt unter die Räder

0:3! Hannover 96 kommt nach mutiger erster Hälfte gegen Frankfurt unter die Räder

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sébastien Haller kommt frei zum Kopfball.
Sébastien Haller kommt frei zum Kopfball. © dpa
Anzeige

Hannover 96 hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga den nächsten Rückschlag kassiert. Trotz der zeitweise engagiertesten Leitung seit der Winterpause verlor der Tabellenvorletzte am Sonntag mit 0:3 (0:0) gegen den Europa-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt.

Anzeige
Anzeige

Hintenraus war nur noch Mitleid zu spüren für diese 96-Mannschaft. Wieder 0:3 verloren, wie zuvor in Hoffenheim und auch im Heimspiel gegen Leipzig vor drei Wochen chancenlos, diesmal halt gegen Frankfurt. Dabei hatte 96 sogar die beste Halbzeit unter dem neuen Trainer gespielt, allerdings auch nur mit Glück.

„Solche Situationen kannst du nicht trainieren“

In der vierten Minute rutschte Waldemar Anton da aus, wo man nicht ausrutschen darf. „Solche Situationen kannst du nicht trainieren“, sagte Trainer Thomas Doll später. Mit Luka Jovic und Ante Rebic stampften zwei aus der Frankfurter Büffelherde frei aufs Tor zu. Jozic versuchte einen arroganten Lupfer, den Michael Esser abfing.

Bilder vom Fußball-Bundesligaspiel zwischen Hannover 96 und Eintracht Frankfurt

Hannovers Takuma Asano (Mitte) im Zweikampf mit Frankfurts Evan N'Dicka. Zur Galerie
Hannovers Takuma Asano (Mitte) im Zweikampf mit Frankfurts Evan N'Dicka. ©
Anzeige

96 zeigt gute offensive Ansätze

Anders als in der vergangenen Woche in Hoffenheim kassierte 96 also nicht früh den ersten Treffer. In der Folge stabilisierte sich das Team, zeigte sogar einige offensive Ansätze. „Die haben wir nicht konkret genug gespielt“, ärgert sich Doll.

Hendrik Weydandt war viel unterwegs, forderte die Bälle und hatte gute Szenen. Über die linke Frankfurter Abwehrseite brach das Japan-Duo Genki Haraguchi und Takuma Asano öfter durch. Doch wenn es darauf ankam, die Angriffe konsequent zu Ende zu spielen, floppten auch sie. Die Flanken flogen zu früh, zu lang zu hoch - das Tor der Eintracht war nie wirklich in Gefahr. „Das war oft zu überhastet, da fehlt die Durchschlagskraft“, monierte Doll. Auch kein neues 96-Phänomen.

"Kevin Wimmer darf den Ball in die Mitte so nicht spielen"

Was den Trainer jedoch am meisten ärgerte, war, „dass wir das 0:0 nicht länger gehalten haben“. Die Frankfurter hatten schwere Beine nach dem intensiven Europa-League-Rückspiel gegen Donezk am Donnerstag (4:1). Doll hatte sich erhofft, davon noch mehr profitieren zu können, je länger das Spiel dauert.

Der Ex-Profi benannte aber auch klar den Fehler, der zum 0:1 führte. „Kevin Wimmer darf den Ball in die Mitte so nicht spielen, das hat uns mit das Genick gebrochen.“ Rebic vollendete (54.). Beim 0:2 köpfte Jovic vollkommen frei stehend ein (63.). „Da gehen wir nicht ran an den Mann, das war schlecht verteidigt“, erklärte Doll.

Die Roten in Noten: Die 96-Einzelkritik zum Spiel gegen EIntracht Frankfurt

Michael Esser: Verursachte bei einem seiner Ausflüge aus dem Tor fast die mögliche Eintracht-Führung. Das blieb aber sein einziger Fehler. Ansonsten zeigte der 96-Torwart erneut eine gute Partie, rettete in mehreren Situationen stark. Bei den Gegentreffern machtlos. Note: 3 Zur Galerie
Michael Esser: Verursachte bei einem seiner Ausflüge aus dem Tor fast die mögliche Eintracht-Führung. Das blieb aber sein einziger Fehler. Ansonsten zeigte der 96-Torwart erneut eine gute Partie, rettete in mehreren Situationen stark. Bei den Gegentreffern machtlos. Note: 3 ©

Vier Spiele, drei mal 0:3

Danach hat sich 96 ergeben, das Spiel war entschieden. Über die letzte halbe Stunde dümpelte die Partie dahin, Filip Kostic setzte den Schlusspunkt mit dem 3:0. (90.)

Viermal hat Thomas Doll nun seine Mannschaft angeleitet, dreimal hat 96 das dollsche Standardergebnis kassiert. „So etwas kenne ich überhaupt nicht, egal wo ich gearbeitet habe“, sagte der enttäuschte Coach. „Daran muss ich erstmal gewöhnen. Das ist eine blöde Statistik auch für mich, aber da gilt nur: Brust raus und weitergeht’s.“

Das nächste Spiel wird dann aber auch gleich ein entscheidendes sein. Am kommenden Sonntag spielt 96 in Stuttgart, der VfB liegt zwei Punkte vor 96 auf dem Relegationsplatz. Klar - wenn 96 das auch wieder verliert, egal ob 0:3 oder 0:1 - wird die Mannschaft kaum mehr zu retten sein.

Mehr zur Partie #H96SGE

Ideen sind gefragt

Schon jetzt ist fraglich, wie dieses 96 mal wieder ein Spiel gewinnen will. „Wenn man am Boden liegt, und das tun wir, gilt es Ideen zu entwickeln, wie wir uns wieder aufraffen“, fordert Manager Horst Heldt. Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie 96 noch zu helfen wäre.

Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN