09. April 2021 / 19:41 Uhr

Aufstieg futsch, Trainer geht: Uwe Springfeld verlässt den SV Sorgensen

Aufstieg futsch, Trainer geht: Uwe Springfeld verlässt den SV Sorgensen

Dirk Drews
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nach drei Jahren verlässt Trainer Uwe Springfeld den SV Sorgensen.
Nach drei Jahren verlässt Trainer Uwe Springfeld den SV Sorgensen. © Michael Plümer
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"Menschlich passte es einfach nicht mehr": Vor der bitteren Corona-Unterbrechung war der SV Sorgensen auf dem besten Weg zum Sprung in die 1. Kreisklasse. Nach dem Abbruch der Saison ist nun nicht nur der Aufstieg verloren, sondern auch Trainer Uwe Springfeld.

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Das sah wirklich gut aus und wäre wohl für die erste Mannschaft des SV Sorgensen nach zwei Aufstiegen hintereinander der dritte Triumph in Serie gewesen. Vor der Corona-Unterbrechung unangefochten mit der imposanten Bilanz von 19 Punkten und 31:1-Toren aus sieben Spielen auf Rang eins in der 2. Kreisklasse 1 platziert, war das Team von Trainer Uwe Springfeld auf dem besten Weg zum Sprung in die 1. Kreisklasse. Deshalb war die Annullierung der Saison im Amateurbereich für den 1949 aus dem TSV Dachmissen hervorgegangen Burgdorfer Vorortverein besonders bitter.

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Springfeld: „Die Jungs hätten den Aufstieg verdient“

„Ich wäre gern mit der Mannschaft noch einmal aufgestiegen. Wir waren der klare Meisterschaftsfavorit, und die Jungs hätten den Aufstieg auch verdient gehabt“, sagte Springfeld. Der einstige Stürmer des Heeßeler SV, für den er sieben Jahre auf Torejagd ging, hätte sich eine andere Variante für den weiteren Saisonverlauf 2020/2021 gewünscht. „Zumindest hätten wir in der zehn Teams umfassenden Staffel die beiden restlichen Spiele der Hinrunde im Sommer noch austragen können, um dann als Hinrundenmeister aufzusteigen“, sagte der 51-jährige Trainer mit C-Lizenz.

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„Menschlich passte es nicht mehr“

Wenn es tatsächlich nach der Corona-Zwangspause mit dem Spielbetrieb wieder losgehen sollte, dann wird Springfeld mit dem SV Sorgensen keinen weiteren Anlauf in Richtung 1. Kreisklasse mehr nehmen. „Ich höre jetzt mit der Annullierung der Saison in Sorgensen als Trainer auf“, sagte Springfeld, der drei Jahre beim SV als Coach tätig war. Das Ende des Engagements hängt aber nicht nur mit dem Saisonabbruch zusammen. „Fußballerisch ist die Mannschaft gut, aber menschlich passte es nicht mehr. Es gab Probleme mit einigen Spielern, die der Meinung sind, das Training nicht nötig zu haben. Der Verein und ich haben uns nun einvernehmlich getrennt“, sagte Springfeld, der eine Pause einlegen wird.

Neuer Anlauf mit neuem Trainer

Die SV-Mannschaft um den einstigen U19-Nationalspieler Niklas Bahn, seinen oberligaerfahrenen Bruder Luca, Torjäger Julian Kramkowski (neun Treffer) und den erst im letzten Punktspiel vor der Pause einmal bezwungenen Torwart Nico Wolter muss somit in der neuen Saison unter der Regie eines anderen Trainers den nächsten Aufstieg anvisieren.