29. September 2020 / 08:34 Uhr

Aufstieg in 2. Liga wird für Dynamo Dresden kein Selbstläufer

Aufstieg in 2. Liga wird für Dynamo Dresden kein Selbstläufer

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Christoph Daferner (r.) bei dem Versuch, den Ball zwischen Mannheims Torwart Jan-Christoph Bartels (l.) und Marcel Costly durch und ins Tor zu befördern.
Christoph Daferne (r.) bewahrte Dynamo durch seinen Treffer zum 1:1 vor der Niederlage gegen Waldhof Mannheim. © Steffen Manig
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Die harte Realität der 3. Liga hat Dynamo Dresden gleich im ersten Heimspiel gegen Waldhof Mannheim eingeholt. Und nun wartet mit der Reservemannschaft des FC Bayern München auch noch eine „Wundertüte“.

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Dresden. Der Favorit wankte, aber er fiel nicht. Mit seinem Tor in der 87. Minute zum 1:1-Ausgleich bewahrte Christoph Daferner die SG Dynamo Dresden vor der ersten Pflichtspiel-Niederlage in dieser Saison. Und der neuverpflichtete Stürmer sicherte den Schwarz-Gelben im Drittliga-Heimauftakt gegen Waldhof Mannheim den vierten Punkt aus zwei Partien. „Eine gute Ausgangsposition. Jetzt müssen wir weitermachen“, fordert SGD-Routinier Marco Hartmann. Holt Dynamo auch künftig im Durchschnitt zwei Zähler pro Begegnung, steuert man Aufstiegskurs. Denn in den letzten Jahren genügten 76 Punkte nach 38 Spieltagen fast immer zum direkten Schritt in die 2. Bundesliga.

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Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Dass der kein Selbstläufer wird, ist beim Spiel gegen die Kurpfälzer auch dem einen oder anderen Zuschauer klar geworden, der nach den beiden Auftakterfolgen – Einzug in die nächste DFB-Pokalrunde durch einen Sieg gegen Zweitligist HSV und der Auswärts-Dreier in Unterzahl zum Punktspiel-Auftakt in Kaiserslautern – schon leicht euphorisiert gewesen war. Diesmal nämlich ging der Gegner in Führung. „Das lief die letzten Spiele vielleicht ein bisschen für uns, diesmal in die andere Richtung. Da hat man gesehen, dass dieses Jahr noch viele schwere Spiele auf uns zukommen werden. So schlecht sind die Mannschaften nicht. Sie verteidigen gut, sehr kompakt. Den Punkt sollten wir mitnehmen und uns darüber freuen“, so „Harti“ weiter.

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Innerhalb des Teams der Sportgemeinschaft spiele Überheblichkeit keine Rolle. Zu sehr von sich selbst überzeugt sei keiner der Spieler gewesen, erklärt Christoph Daferner. „Wir hatten schon Selbstbewusstsein, aber das Trainerteam hat uns gut eingestellt. Wir wussten, es geht nicht von allein. Von uns hebt keiner ab, wir haben so viele erfahrene Spieler dabei. Daran lag es nicht. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, haben trotzdem alles gegeben, aber irgendwie hat was gefehlt“, meint der Torschütze.

Daferner: „Mittel und Wege finden dagegenzuhalten“

Und Marco Hartmann pflichtet ihm bei: „Wir sind nicht die Übermannschaft, die einfach alle wegfiedelt. Wir sind nicht das Bayern München der 3. Liga, sondern Dynamo Dresden. Und wir müssen uns das Stück für Stück erarbeiten.“ Apropos: Das echte Bayern München der 3. Liga, nämlich die zweite Mannschaft des Rekordmeisters, erwartet die Sportgemeinschaft am Freitag im Stadion an der Grünwalder Straße. Ein Gegner, der schwer einzuschätzen sei, sagt Hartmann.

Für ihn sei der amtierende Staffelsieger von seiner Aufstellung her „eine absolute Wundertüte. Wenn alle Spieler dabei sind, ist es eine richtige Topmannschaft, gerade von der fußballerischen Qualität her. Da müssen wir kompakter auftreten“, mahnt er schon mal an. Und auch sein Mannschaftskamerad Daferner weiß, dass nach Mannheim gegen die „Bayern-Bubis“ definitiv eine Steigerung her muss: „Sie lassen den Ball auch gut laufen. Deswegen müssen wir Mittel und Wege finden, wie wir dagegenhalten und noch mehr die Spannung hochfahren.“