28. Mai 2020 / 17:38 Uhr

Aufstieg per Quotient: Vorfreude bei Nörten-Hardenberg, Breitenberg und Groß Schneen

Aufstieg per Quotient: Vorfreude bei Nörten-Hardenberg, Breitenberg und Groß Schneen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jubel beim SSV Nörten-Hardenberg, hier nach dem Erfolg beim Sparkasse-Göttingen-Cup 2019: Der Aufstieg in die Landesliga ist so gut wie sicher.
Jubel beim SSV Nörten-Hardenberg, hier nach dem Erfolg beim Sparkasse-Göttingen-Cup 2019: Der Aufstieg in die Landesliga ist so gut wie sicher. © Heller
Anzeige

Wenn der Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes am 27. Juni der Beschlussempfehlung folgt, gibt es in den Spielklassen Aufsteiger, aber keine Absteiger. In der Region Göttingen können sich also schon mal der SSV Nörten-Hardenberg, Germania Breitenberg und der TSV Groß Schneen mit dem Gedanken an die höhere Spielklasse anfreunden.

Anzeige
Anzeige

Viele Wochen der Unklarheit haben die Fußballvereine in der Region hinter sich. Nach dem Beschlussvorschlag des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) soll ein Saisonabbruch, der Aufsteiger vorsieht, auf einem Verbandstag am 27. Juni bestätigt werden. Für eine höhere Spielklasse können der SSV Nörten-Hardenberg, der SV Germania Breitenberg und der TSV Groß Schneen planen.

Der SSV Nörten-Hardenberg hatte bereits in der Spielzeit 2018/19 den Aufstieg als Ziel angepeilt. Das Team von Trainer Jan Diederich schien zur Halbserie bereits als Aufsteiger festzustehen, doch in der Rückserie kam der Einbruch – den Titel sicherte sich die SG Bergdörfer, die jedoch nicht in die Landesliga aufsteigen durfte.

In der Saison 2019/20 präsentierte sich der SSV stark, nicht zuletzt durch den sehr gut besetzten Kader, gespickt mit zahlreichen ehemaligen Oberligaspielern. Dennoch blieb die Tabelle eng, aber die Diederich-Elf (Quotient: 2,24) setzte sich nach dem Abbruch letztendlich aufgrund der Quotientenregel vor der SG Bergdörfer (2,13) durch. „Eine offizielle Feier gibt es noch nicht“, sagt Diederich. Die sportliche Leitung des Vereins nehme nun die intensive Planung für die Landesliga auf. „Wir führen Gespräche, die in den kommenden Wochen noch intensiviert werden. Da wir auch so Tabellenführer sind, sollte es bei unserem Aufstieg keine großen Diskussionen geben“, so der SSV-Coach.

Diederich freut sich, dass es nach langen Wochen der Ungewissheit nunmehr Planungssicherheit gibt. „Eine Fortsetzung wäre jetzt gar nicht mehr möglich. Daher ist der Abbruch schon die richtige Entscheidung“, betont er. „Ich freue mich einfach auf die Landesliga – vor allem für die Jungs, die es aus eigener Kraft geschafft haben“, ergänzt der Coach, der selbst einige Jahre in der Liga als Spieler aktiv war. „Das wird ein schönes Abenteuer. Einige bei uns haben aber auch schon höher gespielt.“

Souveräne Hinserie absolviert

Als Meister der Kreisliga wird Germania Breitenberg in die Bezirksliga aufsteigen, obwohl das Team vor der Saison die kurzfristige Demission von Trainer Jan Ringling hinnehmen und zudem einige Spieler ersetzen musste. „Ich hätte mir das Ende der Saison lieber auf dem sportlichen Weg gewünscht. Wir haben mit dem Team eine super Hinserie absolviert und stehen daher auch zurecht auf einem Aufstiegsplatz“, sagt Trainer Rüdiger „Schmatzer“ Schmiedekind.

Der Eichsfelder Klub freut sich über den Aufstieg. „Wir hatten vor der Saison nie gedacht, dass wir ganz oben mit dabei sein können, zumal wir einige Abgänge hatten“, betont Schmiedekind. Die Bezirksliga werde nicht einfach, stelle aber einen Anreiz dar. „Wir freuen uns auf die Liga. Jetzt können wir die Vorbereitung planen“, ergänzt der Germanen-Coach.

Mehr aktuelle Themen in Göttingen

Yusuf Beyazit soll TSV führen

Florian Schön will am Freitag sicherheitshalber noch mal mit den Spielern Rücksprache halten, aber der Teamanager des TSV Groß Schneen geht eigentlich davon aus, dass die Akteure sich auf das Abenteuer Bezirksliga freuen. „Von Vereinsseite wollen wir es auf jeden Fall machen“, sagt Schön. Vorausgesetzt, es gibt grünes Licht für den NFV-Beschluss, ist der TSV als Tabellenzweiter der Kreisliga genauso wie Breitenberg aufstiegsberechtigt.

Es könne in der höheren Spielklasse natürlich passieren, „dass wir jede Woche auf Jagdreise gehen“ – dass der TSV auf die Mütze bekommt. „Aber selbst, wenn es sportlich nicht klappt und wir nach einem Jahr wieder runtergehen, sollten wir die Herausforderung annehmen“, verdeutlicht der Teammanager.

Nicht dabei sein wird der bisherige Trainer Steve Piper, der sich wegen beruflicher Verpflichtungen von seinem Job an der Seitenlinie verabschiedet hat. Für ihn übernimmt aller Voraussicht nach Pipers bisheriger Assistent Yusuf Beyazit als Spielertrainer. Noch gesucht wird ein spielender Co-Trainer. „Es gab lockere Gespräche, aber wir haben noch nichts festgemacht“, sagt Schön.

Das Konzept sieht vor, dass das spielende Trainerduo die Mannschaft von außen coacht, dass die Trainer allerdings umgezogen sind und bei Bedarf, etwa im Fall einer Verletzung, als Ergänzungsspieler einspringen können. Wenn die Trainer-Personalien endgültig geklärt sind, soll es an die Kaderplanung gehen und die Mannschaft breiter aufgestellt werden.

Von Jan-Philipp Brömsen und Eduard Warda