22. Mai 2020 / 20:55 Uhr

Aufstieg perfekt! Rostocker FC kehrt in die Regionalliga zurück

Aufstieg perfekt! Rostocker FC kehrt in die Regionalliga zurück

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Wollen bald wieder in der Regionalliga Nordost mit dem Rostocker FC jubeln: Wiebke Lehmann (l.) und Malena Wiechers.
Wollen bald wieder in der Regionalliga Nordost mit dem Rostocker FC jubeln: Wiebke Lehmann (l.) und Malena Wiechers. © Ulf Lange
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Nach zwei Jahren werden die Fußballerinnen des Rostocker FC wieder drittklassig sein. Gespielt werden soll mit 15 Mannschaften.

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Grund zum Jubeln für die Fußballerinnen des Rostocker FC: Die Ostseestädterinnen werden in der kommenden Saison nach zwei Jahren wieder in Regionalliga Nordost (3. Liga) kicken. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) hat grünes Licht für den angepeilten Aufstieg des RFC gegeben. Das wurde den Rostockerinnen am Dienstag in einer Videokonferenz mitgeteilt. Somit wird Mecklenburg-Vorpommern nach 24 Monaten wieder auf der überregionalen Frauenfußballkarte vertreten sein.

„Ich freue mich total über diese tolle Nachricht. Insgeheim hatten wir ein wenig gehofft, ohne Relegationsspiele aufsteigen zu können", sagte RFC-Trainer Robert Fölsch. In der Spielzeit 2017/18 hatte er erstmals mit dem Traditionsklub in der Regionalliga Nordost gespielt. Nach nur einem Jahr und elf Punkten waren die Rostockerinnen zusammen mit dem 1. FC Neubrandenburg abgestiegen.

Als Tabellenzweiter hat der RFC im Vorjahr noch auf eine Meldung für die Regionalliga verzichtet. Jetzt fühlen sich die Rostockerinnen bereit, den großen Schritt in die Drittklassigkeit zu wagen. „Durch die Entscheidung des NOFV haben wir endlich Planungssicherheit. Unser Ziel wird es diesmal sein, in der Klasse zu bleiben", kommentiert Fölsch, der zusammen mit Franziska Strelow (ehemals Loster) und Fabian Barth das Trainerteam bildet.

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Für die kommende Saison haben die Rostockerinnen auch schon zwei Neuzugänge geholt. Angreiferin Isabell Westphal (23) wird vom Kreisligisten Güstrower SC an den Damerower Weg wechseln. Vom GSC wird zudem noch Außenbahnspielerin Lea Fischer (20) nach drei Jahren zum Tabellenführer der Frauen-Verbandsliga zurückkehren. „Wir werden sicherlich noch ein paar Neuzugänge brauchen. Interessierte Mädels können sich bei uns jederzeit melden", wirbt Fölsch.

Nach Auskunft des 37-Jährigen werden in der neuen Spielzeit 15 Mannschaften in der Regionalliga Nordost spielen, vorher waren es zwölf. Tabellenführer RB Leipzig wird in die 2. Bundesliga aufsteigen, Absteiger soll es keine geben. Aus den sechs ostdeutschen Landesverbänden werden neben dem RFC noch der FSV Babelsberg 74, Türkiyemspor Berlin und RB Leipzig II die Neulinge der dritthöchsten deutschen Spielklasse vertreten sein. Sachsen-Anhalt hatte keinen Aufsteiger gemeldet, in Thüringen wird Aufstiegsaspirant FC Carl Zeiss Jena mit dem USV Jena fusionieren und das Spielrecht der zweiten USV-Mannschaft übernehmen.

Gespielt werden soll in zwei Staffeln, je eine Nord- und Südrunde. In der Hinrunde würden die Teams darum kämpfen, sich für die Meisterrunde zu qualifizieren. Wer die Qualifikation verpasst, soll in der Platzierungsrunde um den Klassenverbleib spielen.