28. Juni 2020 / 09:02 Uhr

Aufstieg, Relegation, Abstieg: Diese Entscheidungen fallen heute in der 2. Liga

Aufstieg, Relegation, Abstieg: Diese Entscheidungen fallen heute in der 2. Liga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 In der 2. Liga stehen am letzten Spieltag noch einige endgültige Entscheidungen an. Von Aufstieg bis Abstieg: Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick.
In der 2. Liga stehen am letzten Spieltag noch einige endgültige Entscheidungen an. Von Aufstieg bis Abstieg: Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick. © imago images/Pressefoto Baumann
Anzeige

Viele Entscheidungen in der zweiten Liga sind vor dem letzten Spieltag an diesem Sonntag noch nicht gefallen - zumindest auf den ersten Blick. Bei genauerer Betrachtung sorgen nur noch die beiden Relegations-Plätze für wirkliche Spannung. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick.

Anzeige
Anzeige

Spannung bis zum letzten Spieltag in der 2. Bundesliga - zumindest was die Relegationsplätze zur 1. und zur 3. Liga betrifft. Arminia Bielefeld steht bereits als Meister und Aufsteiger fest, auch der VfB Stuttgart kann kaum noch vom zweiten direkten Aufstiegsplatz verdrängt werden, auch die beiden direkten Absteiger dürften nach diesem Spieltag mit hoher Wahrscheinlichkeit Dynamo Dresden und SV Wehen Wiesbaden heißen. Die große Frage ist: Schafft es der Hamburger SV trotz einem Punkt Rückstand auf Platz drei noch in die Aufstiegs-Relegation? Der SPORTBUZZER zeigt, welche Entscheidungen noch offen sind und erklärt, bei welchen Resultaten was passiert.

Direkter Aufstieg

Diesen Matchball für den zweiten direkten Aufstiegsplatz kann der VfB Stuttgart (58 Punkte/Tordifferenz +23) eigentlich gar nicht mehr vergeben: Bei einem Sieg, einem Remis und selbst mit einer moderaten Niederlage im Heimspiel gegen Darmstadt 98 gelingt der Mannschaft von Pellegrino Matarazzo der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga. Brenzlig könnte es nur werden, wenn die Stuttgarter hoch verlieren und der drittplatzierte 1. FC Heidenheim (55 Punkte/+12) gleichzeitig gegen Meister Bielefeld hoch gewinnt. Dieses Szenario ist wegen der klar besseren Tordifferenz des VfB allerdings sehr unwahrscheinlich. So müssten die Stuttgarter beispielsweise mit 0:6 verlieren und die Heidenheimer mit 6:0 gewinnen, um an der aktuellen Konstellation etwas zu ändern. Der Relegationsplatz wäre dem VfB in einem Worst-Case-Szenario aber sicher, denn der HSV kann Stuttgart nicht mehr einholen.

Mehr vom SPORTBUZZER

Relegation 1. Liga

Der 1. FC Heidenheim (55 Punkte/+12) nutzte im direkten Duell mit dem Last-Minute-Sieg die Chance, am Hamburger SV (54 Punkte/+20) vorbeizuziehen und sich auf den dritten Platz zu verbessern. Allerdings ist noch keinesfalls sicher, dass es die Ostwürttemberger sein werden, die in der Relegation am 2. und 6. Juli gegen Werder Bremen antreten: Der FCH sollte gegen Meister Arminia Bielefeld gewinnen, um nicht auf Schützenhilfe des SV Sandhausen angewiesen sein zu müssen, der zeitgleich beim HSV spielt. Heidenheim würde ein Remis gegen die Arminen reichen, wenn der HSV gegen den SVS nicht gewinnt. Verliert Heidenheim, würde den enttäuschten Hamburgern sogar ein Unentschieden reichen, um doch noch in die Relegation zu kommen. Bei einem identischen Ausgang der beiden Spiele der Relegations-Anwärter (Sieg, Remis, Niederlage) würde in jedem Fall Heidenheim Platz drei behalten.

2009 wurde die Bundesliga-Relegation wieder eingeführt. Alle bisherigen Begegnungen im Überblick:

Der <b<SPORT</b>BUZZER blickt in der Galerie auf alle Relegationsduelle seit 2009. Zur Galerie
Der BUZZER blickt in der Galerie auf alle Relegationsduelle seit 2009. ©

Relegation 3. Liga

Hier duellieren sich der 1. FC Nürnberg (36 Punkte/-13) und der Karlsruher SC (34 Punkte/-12) um den letzten Nicht-Abstiegsplatz im Fernduell. Einer von den beiden Klubs muss in die Relegation zur 3. Liga. Den Nürnbergern reicht ein Sieg für den Klassenerhalt. Bei einem Remis oder eine Niederlage muss die Mannschaft von Trainer Jens Keller, auch wegen der schlechteren Tordifferenz auf Schützenhilfe von Greuther Fürth hoffen, den KSC empfangen. Bei einem Remis oder einer Niederlage gegen die Franken müssen die Karlsruher in die Relegation. Ein Sieg - egal in welcher Höhe - bei einem Remis oder einer Niederlage des Clubs aus Nürnberg würde den KSC noch an die Nürnberger vorbeischießen lassen. Nur noch theoretische Chancen besitzen die beiden Letztplatzierten SV Wehen Wiesbaden (31 Punkte/-22) und Dynamo Dresden (31 Punkte/-26).

Direkter Abstieg

Womit wir beim nächsten Thema wären: Nur noch theoretisch zu retten sind die beiden Tabellenletzten Wehen Wiesbaden und Dynamo Dresden. Beide haben vor dem letzten Spieltag 31 Punkte und damit drei weniger als der Karlsruher SC auf dem Relegationsplatz. Da der KSC jedoch eine deutlich bessere Tordifferenz hat (nämlich -12 gegenüber -22 bei Wehen und -26 bei den Dresdnern) müssen die beiden Klubs vor dem letzten Spieltag schon für die 3. Liga planen. Wehen trifft auf den FC St. Pauli, Dresden hat Osnabrück zu Gast. Der KSC, der mit einer extrem hohen Niederlage noch abrutschen könnte, spielt in Fürth. Kleines Beispiel: Wehen Wiesbaden müsste im Heimspiel gegen den FC St. Pauli mit 5:0 gewinnen - und der Karlsruher SC im Parallelspiel mit 0:5 verlieren, um den KSC zum Direkt-Absteiger und sich selbst zum Relegations-Teilnehmer zu machen