21. Juni 2020 / 20:00 Uhr

Aufstieg, Relegation und Abstieg: Diese Entscheidungen in der 2. Liga sind vor dem 34. Spieltag noch offen

Aufstieg, Relegation und Abstieg: Diese Entscheidungen in der 2. Liga sind vor dem 34. Spieltag noch offen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stuttgart, Hamburg, Nürnberg und Karlsruhe - in der 2. Liga stehen am 34. Spieltag noch etliche Entscheidungen an.
Stuttgart, Hamburg, Nürnberg und Karlsruhe - in der 2. Liga stehen am 34. Spieltag noch etliche Entscheidungen an. © Getty
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Vor dem abschließenden Spieltag der 2. Bundesliga sind noch Entscheidungen mit Blick auf den direkten Aufstieg, die Relegationen zur Bundesliga und der 3. Liga und den direkten Abstieg offen. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick.

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Nach den durchaus dramatischen Partien am Sonntag ist in der 2. Bundesliga kurz vor dem Saisonende bereits sehr viel klar: Arminia Bielefeld steht als Meister fest, der VfB Stuttgart hat allerbeste Karten, den Ostwestfalen nach nur einem Jahr Abstinenz wieder in die erste Liga zu folgen. Doch einige offene Fragen bleiben. Wer sichert sich die Plätze in den Relegationen zur 1. und zur 3. Liga? Und wer steigt ab? Der SPORTBUZZER zeigt, welche Entscheidungen noch offen sind und erklärt, bei welchen Resultaten was passiert.

Direkter Aufstieg

Neben dem bereits feststehenden Meister aus Bielefeld liegt der Matchball für den zweiten direkten Aufstiegsplatz am letzten Spieltag beim VfB Stuttgart (58 Punkte). Den Schwaben kann im Grunde nichts mehr passieren: Nur bei einer sehr hohen Niederlage gegen Darmstadt 98 könnte es nochmal brenzlig werden, wenn Heidenheim (55 Punkte) gleichzeitig gegen Bielefeld gewinnt. Dieses Szenario ist wegen der klar besseren Tordifferenz (Stuttgart hat +23, Heidenheim +12) allerdings sehr unwahrscheinlich. Der Relegationsplatz wäre dem VfB in einem Worst-Case-Szenario aber sicher, denn der HSV kann Stuttgart nicht mehr einholen.

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Relegation 1. Liga

Der 1. FC Heidenheim (55 Punkte, Tordifferenz von +12) nutzte im direkten Duell mit dem Last-Minute-Sieg die Chance, am Hamburger SV (54 Punkte, +20) vorbeizuziehen und sich auf den dritten Platz zu verbessern. Allerdings ist Vorsicht geboten: Der FCH sollte gegen Meister Arminia Bielefeld gewinnen, um nicht auf Schützenhilfe des SV Sandhausen angewiesen sein zu müssen, der zeitgleich beim HSV spielt. Heidenheim würde ein Remis gegen die Arminen reichen, wenn der HSV gegen den SVS nicht gewinnt. Verliert Heidenheim, würde den enttäuschten Hamburgern sogar ein Unentschieden reichen, um doch noch in die Relegation zu kommen, in der es entweder gegen Fortuna Düsseldorf oder Werder Bremen geht. Verlieren beide, machen die Süddeutschen das Rennen.

2009 wurde die Bundesliga-Relegation wieder eingeführt. Alle bisherigen Begegnungen im Überblick:

<strong>2009.</strong> Das war eine klare Sache: Zweitligist <strong>1. FC Nürnberg</strong> gewinnt zweimal souverän (3:0, 2:0) und kickt damit Energie Cottbus aus der Bundesliga. Im Rückspiel lief die La-Ola-Welle schon kurz nach der Halbzeit durchs Nürnberger Stadion. Christian Eigler und Marek Mintal hatte mit ihren Toren da schon alles klar gemacht. (Das Foto zeigt Ivica Iliev und Juri Judt.) Zur Galerie
2009. Das war eine klare Sache: Zweitligist 1. FC Nürnberg gewinnt zweimal souverän (3:0, 2:0) und kickt damit Energie Cottbus aus der Bundesliga. Im Rückspiel lief die La-Ola-Welle schon kurz nach der Halbzeit durchs Nürnberger Stadion. Christian Eigler und Marek Mintal hatte mit ihren Toren da schon alles klar gemacht. (Das Foto zeigt Ivica Iliev und Juri Judt.) ©

Relegation 3. Liga

Die bittere 0:6-Pleite gegen Stuttgart könnte den 1. FC Nürnberg noch teuer zu stehen kommen. Denn die vor dem Spiel vergleichsweise gute Tordifferenz kann zum bösen Bumerang werden, wenn der FCN das letzte Spiel bei Holstein Kiel nicht gewinnt. Vor dem letzten Spieltag hat Nürnberg 36 Punkte und eine Differenz nach Toren von -13, der Karlsruher SC, der nach 0:3-Rückstand noch 3:3 gegen Bielefeld spielte, 34 Punkte und -12. Mit einem Sieg gegen Greuther Fürth könnte der KSC vorbeiziehen, wenn der FCN nur remis spielt. Gewinnt der KSC und Nürnberg verliert, müssen ebenfalls die Franken in die Relegation. Dem KSC würde ein eigenes Unentschieden aber in jedem Fall nicht reichen.

Direkter Abstieg

Nur noch theoretisch zu retten sind die beiden Tabellenletzten SV Wehen Wiesbaden und Dynamo Dresden. Beide haben vor dem letzten Spieltag 31 Punkte und damit drei weniger als der Karlsruher SC auf dem Relegationsplatz. Da der KSC jedoch eine deutlich bessere Tordifferenz hat (nämlich -12 gegenüber -22 bei Wehen und -26 bei den Dresdnern) müssen die beiden Klubs vor dem letzten Spieltag schon für die 3. Liga planen. Wehen trifft auf den FC St. Pauli, Dresden hat Osnabrück zu Gast. Der KSC, der mit einer extrem hohen Niederlage noch abrutschen könnte, spielt in Fürth.