23. Juni 2020 / 18:39 Uhr

Aufstieg trotz zweitem Platz, nächster Transfer-Hammer: Viel los beim WSV Wendschott

Aufstieg trotz zweitem Platz, nächster Transfer-Hammer: Viel los beim WSV Wendschott

Benno Seelhöfer
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der lachende Zweite? Der WSV Wendschott um Co-Trainer Jan Ademeit (M.) tritt als Kreisliga-Zweiter vielleicht auch den Gang in die Bezirksliga an.
Der lachende Zweite? Der WSV Wendschott um Co-Trainer Jan Ademeit (M.) tritt als Kreisliga-Zweiter vielleicht auch den Gang in die Bezirksliga an. © Roland Hermstein
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Ist der WSV der lachende Zweite? Werden die Aufsteiger in der laufenden Fußball-Saison in Niedersachsen nach der Quotientenregelung bestimmt, würde auch der Wolfsburger Kreisliga-Zweite Wendschott profitieren. Außerdem hat der WSV einen Oberliga-Spieler verpflichtet.

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Setzt sich der NFV-Vorschlag beim Verbandstag durch, würde aus der Kreisliga Wolfsburg auch der Zweitplatzierte WSV Wendschott aufsteigen. Staffelleiter Bernd Hartwig bestätigt auf SPORTBUZZER-Nachfrage: "Welcher Zweitplatzierte aufsteigt, geht hier in den Kreisen immer reihum. Wir wären schon im letzten Jahr dran gewesen, weil Eintracht Braunschweig II aber doch für die Landesliga gemeldet hat, blieb uns das Recht verwehrt. Deswegen darf in diesem Jahr auch der Zweite aufsteigen."

Hartwig weist aber direkt darauf hin, dass diese Regelung vorbehaltlich der Ergebnisse des NFV-Verbandstages am Samstag sind. Der Staffelleiter ist aber davon überzeugt, dass sich der NFV-Vorschlag, wonach es keine Ab- und nur Aufsteiger geben soll, die nach Quotientenregelung ermittelt werden, durchsetzen wird. Und dann wäre der WSV Wendschott der lachende Zweite.

"Wollten uns nicht darauf verlassen"

Jan Ademeit, der spielende Co-Trainer des Kreisligisten, hatte da schon so eine Ahnung: "Wir haben recht früh in der Saison davon gehört, dass vielleicht auch der Zweite aufsteigen darf. Cheftrainer Kenny Hülsebusch und ich haben das aber dann für uns behalten, weil wir uns nicht darauf verlassen wollten."

Mehr heimischer Fußball

Noch muss die Saisonwertung aber noch final beschlossen werden. Ademeit: "Wir fiebern jetzt natürlich auf den Samstag hin. Wenn es so kommt, wäre das natürlich mega schön." Und der Co-Trainer kündigt mit einem Schmunzeln an: "Wenn das mit dem Aufstieg wirklich klappt, werden wir das unter den Corona-Auflagen natürlich bestmöglich feiern." Außerdem hätte der Gang in die Bezirksliga auch eine wichtige sportliche Komponente: "Das ist für die Jungs das richtige Zeichen. Wir haben viele dabei, die Oberliga- oder Landesliga-Erfahrung haben."

Nächster Transfer-Coup

Und da denkt Ademeit nicht zuletzt an Wendschotts Top-Zugänge. Unter anderem ein Landesliga-Trio hat der WSV zur nächsten Saison schon geholt. Jetzt stehen die nächsten beiden Zugänge fest - darunter der nächste Transfer-Hammer: Luca Nazare-Vaz wechselt von Oberligist Lupo/Martini zu den Wendschottern. Außerdem kommt Francesco Spanu vom Bezirksligisten 1. FC Wolfsburg.

Klare Sache: Der WSV Wendschott (gelbe Trikots) gewann mit 8:3 beim TV Jahn Wolfsburg (rote Trikots). Zur Galerie
Klare Sache: Der WSV Wendschott (gelbe Trikots) gewann mit 8:3 beim TV Jahn Wolfsburg (rote Trikots). ©

Haben Ex-Lupo-Spieler Ademeit da seine Drähte zum Wolfsburger Oberligisten geholfen? "Ich habe mit Luca immer mal wieder Kontakt gehabt, das hat einfach jetzt super gepasst. Außerdem ist er mit Vincenzo Albanese gut befreundet." Hinzu kommt, dass sich Luca vor Kurzem mit seinem Vater selbstständig gemacht habe, da sei nicht mehr so viel Zeit für Fußball, so Ademeit. Ebenso wie bei Nazare-Vaz lobt der Co-Trainer auch bei Spanu die fußballerischen und charakterlichen Stärken. "Er ist ein langjähriger Bezirksliga-Spieler, und er ist menschlich super."

Ab in die Landesliga?

Mit den Zugängen und dem schon jetzt starken Kader, könnte es für den WSV doch in der kommenden Saison - vorbehaltlich es klappt mit dem Aufstieg - direkt in Richtung Landesliga gehen. Oder? "Davon will ich nichts hören", schiebt Ademeit direkt einen Riegel vor und stapelt lieber tief. "Wir müssen uns gerade nach einem Umbruch erst einmal finden. Und vorher schauen wir sowieso nur auf den Samstag."