16. Oktober 2020 / 21:19 Uhr

Aufstiegsrunde wäre für den VfR Evesen "ein nettes Zubrot"

Aufstiegsrunde wäre für den VfR Evesen "ein nettes Zubrot"

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Hemmingen 6 Joel Wauker - Bückeburg 28 Finn-Kristian Fischer
Für Finn-Kristian Fischer (links) und den VfL Bückeburg ist am vergangenen Sonntag in Hemmingen nichts zu holen, der VfR Evesen will es am Wochenende besser machen. © Sportbuzzer
Anzeige

Eine Woche vor dem Landesliga-Derby müssen der VfL Bückeburg und der VfR Evesen schwierige Aufgaben lösen. Ein Eveser wird in den nächsten Monaten fehlen.

Anzeige

Eine Woche bevor die innerstädtische Bückeburger Landesliga-Rauferei aufgeführt wird, spielen sich die Kontrahenten auf unterschiedlichen Bühnen warm. Herausforderer VfR Evesen muss beim Heimspiel gegen den SC Hemmingen-Westerfeld als Tabellenzweiter die schwierige Rolle des Hauptdarstellers übernehmen. Der VfL Bückeburg tritt bereits am Sonnabend an der Rudolf-Harbig-Straße beim 1. FC Wunstorf auf und hofft auf eine bessere Inszenierung als in der letzten Woche, als er in der zweiten Halbzeit fußballerisch auf Kunstrasen hinterherlief.

VfR Evesen – SC Hemmingen-Westerfeld (So., 15.30 Uhr):

Nach jetzigem Stand würde der VfR Evesen um den Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen mitspielen. Die Gegner würden dann nicht mehr SC Hemmingen-Westerfeld heißen, sondern Kickers Emden, VfL Oldenburg oder SVG Göttingen 05. „Die Oberliga ist für uns aber wirklich kein Thema“, beteuert VfR-Manager Peter Möse, wohlwissend, dass ein derartiger Höhenflug auch zu Problemen führen kann. „Die Aufstiegsrunde wäre allerdings ein nettes Zubrot“, sagt er. Vorrangig stehe für den VfR Evesen aber der Klassenerhalt in der von jeher angestrebten Landesliga.

Möse darf sich darin bestätigt sehen, im Sommer eine breite, leistungsfähige Seilschaft zusammengestellt zu haben. Mit Neuzugang André Fuchs, der sich beim zähen Spiel in Sarstedt einen Kreuzbandriss zuzog, gibt es neben Fynn Marzinowski nämlich einen weiteren Langzeitausfall. Weil außerdem Caglayan Tunc und Qendrim Krasniqi gegen den fußballerisch sehr starken Tabellenführer SC Hemmingen-Westerfeld, der am Dienstag den TSV Barsinghausen 3:0 besiegte, nicht spielen können und weil hinter dem Einsatz von Jannis Städter noch ein Fragezeichen steht, sagt Möse: „Wir müssen das Auffangen und wir können das mit unserem Kader auch.“

1. FC Wunstorf – VfL Bückeburg (Sa., 16 Uhr):

Der VfL Bückeburg hat Verstärkung bekommen. Jakub Maciej Perczyk ist ein erst 18-jähriger quirliger Außenverteidiger, dessen Spielberechtigung sich einige Wochen hinzog. Er zog nach Bückeburg, wird von den Mitspielern ähnlich wie der ehemalige Dortmunder Bundesliga-Profis Jakub Blaszczykowski „Kuba“ genannt. Bei seinem Teilzeiteinsatz konnte er die Niederlage in Hemmingen aber auch nicht verhindern. „In der ersten Halbzeit machten wir das gut“, sagt VfL-Trainer Torben Brandt. „Danach kamen wir aber ins Laufen.“

Beim neu aufgestellten 1. FC Wunstorf hat der VfL Bückeburg erneut ein schweres Auswärtsspiel. Die Mannschaft von Trainer Unur Köse ist jung, wild und durchaus leistungsfähig, wie sie es beim 2:2 – inklusive einer 2:0-Führung – gegen den SC Hemmingen-Westerfeld vor 14 Tagen bewies. Beim VfL Bückeburg steht Bjarne-Niels Struckmeier wieder zur Verfügung. Auch Nils Rinne wird wohl wieder im Kader sein. Dafür fehlen aber Luis Othmer und Jakob Kühn.