24. März 2019 / 14:41 Uhr

Aufstiegsspiel der Wolfsburger U17-Grizzlys: Riesenstimmung, Profis im Publikum und ein 4:2-Sieg

Aufstiegsspiel der Wolfsburger U17-Grizzlys: Riesenstimmung, Profis im Publikum und ein 4:2-Sieg

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Tor für die Young Grizzlys: Tim Amendt hat für die U17 getroffen.
Tor für die Young Grizzlys: Tim Amendt hat für die U17 getroffen. © Tim Schulze
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Das war klasse! Vor toller Kulisse feierte die Eishockey-U17 der Grizzlys Wolfsburg am Samstag unter den Augen vieler Profis ein 4:2 im ersten Aufstiegsspiel zur höchsten Klasse.

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Coach Andreas Henkel überglücklich

„Das war das Tollste, was ich im Nachwuchsbereich erlebt habe, Gänsehaut!“, sagte Trainer Andreas Henkel hinterher. Und der Ex-Profi übertrieb nicht. Das erste Aufstiegs-Relegationsspiel zur höchsten deutschen Spielklasse war fantastisch für die U17 der Grizzlys. Über 400 Zuschauer, Fahnen, Trommeln, Gesänge – Atmosphäre wie bei Profis. Etliche DEL-Cracks schauten zu, erlebten das 4:2 (3:1, 0:0, 1:1) gegen die Lausitzer Füchse.

Einlauf der U17

Am Samstag steigt das Rückspiel in Weißwasser, die Wolfsburger haben sich Top-Voraussetzungen geschaffen. Optimistisch waren sie schon im Vorfeld gewesen, aber sie wussten natürlich trotz Videostudiums nicht so genau, was vom Letzten des Oberhauses zu erwarten war. Und am Anfang waren die Gastgeber auch nervös. Vor allem Keeper Leon Grothe war es in den ersten Minuten zu verdanken, dass die Gäste nicht in Führung gingen.

Einschwören der U17

„Aufstiegsspiel, dazu die Kulisse, man hat es gemerkt, dass sie aufgeregt waren“, so Henkel. „Der Torwart ist gut“, lobte derweil Profi-Keeper Felix Brückmann auf der Tribüne. Auch Sebastian Furchner, Kapitän des Wolfsburger DEL-Teams bemerkte früh: „Der Keeper bewegt sich sehr gut.“ Neben Furchner und Brückmann schauten von den Profis auch Brent Aubin und Christoph Höhenleitner sowie Alexander Karachun und Betreuer Stef Jonsson zu.

Tor für die U17

Die Gastgeber waren vor allem im ersten Drittel effizient, nutzten fast jede Chance. Wenn sie vor des Gegners Tor auftauchten, waren sie spielerisch sehr stark. „Im zweiten Drittel haben wir Weißwasser dann auch gezeigt, dass wir physisch stark sind“, freute sich der Coach. Allein: Die Grizzlys trafen da nicht. Henkel: „Manchmal ein Pass zu viel, zu kompliziert, das konnte man in unserer Liga machen, aber nicht gegen so einen Gegner.“

Young Grizzlys U17 gegen Lausitzer Füchse (4:2) am 23. März 2019

U17 der Grizzlys Wolfsburg: 4:2 gegen Lausitzer Füchse Zur Galerie
U17 der Grizzlys Wolfsburg: 4:2 gegen Lausitzer Füchse © Tim Schulze
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Nach dem Treffer zum 4:1 waren die Grizzlys vielleicht etwas müde, fingen sich noch das zweite Gegentor. Egal. Henkel: „Wir zu fahren zu den Füchsen, um auch dort zu gewinnen."

Fine Raschke jubelt mit ihren Teamkolleginnen.
Drucksituationen gewohnt: Nationalspielerin Fine Raschke (.). © IIHF

Nationalspielerin Raschke von Kulisse begeistert

"Danke für Eure Unterstützung!" Ein Transparent mit diesem Schriftzug hatte das Wolfsburger Team hinter der Bank, sichtbar für die Stehränge, platziert. Die Kulisse haute die Aktiven dann um. Nationalspielerin Fine Raschke: "So viele Leute, so eine tolle Stimmung, sie haben nie aufgehört, uns anzufeuern. Das war super." Gerade in der Anfangsphase war sie eine der Coolsten, als der eine oder andere noch ein wenig nervös wirkte. Raschke glaubt aber: "Das lag gar nicht so sehr an der ungewohnt großen Kulisse, das lag eher daran, dass es eben ein sehr wichtiges Spiel war." Und sie selbst kennt solche Drucksituationen schon zur Genüge aus der U16- und zuletzt der U18-Nationalmannschaft. Die Kulisse jedenfalls, fand sie, "war großartig, das hat uns alle zusätzlich motiviert".

Mehr zum Grizzlys-Nachwuchs

Furchner lobt, Höhenleitner gratuliert

Grizzlys-Profi-Routinier Furchner (fast 1000 DEL-Spiele) gefiel der Auftritt. „Wolfsburg ist besser“, meinte er. „Sie haben ein System, sie halten sich dran, da sieht man eine Handschrift des Trainers.“ Viele Profis auf der Tribüne, manche sind sogar eng mit dem Grizzlys-Nachwuchs verbunden. Zwei Söhne von Betreuer Stef Jonsson spielen bei den Young Grizzlys, eine Tochter von Brent Aubin auch, genau wie der Sohn von Christoph Höhenleitner, der zudem schon im Trainerstab der Grizzlys mitmacht, zuletzt auch bei der Vorbereitung der U17 mithalf und dem Team nach der Partie in der Kabine gratulierte.

Grizzlys: Grothe – Rebig, Forster, Raschke, Sadowski, Starkowski, Nemecek, Teister – Herklotz, Gorski, Amendt, Gänsslen, Kähm, Müller, Schimpf, Schild, Steinke.
Tore: 1:0 (5.) Gorski (Rebig/Sadowski), 2:0 (12.) Amendt (Herklotz/Schimpf), 2:1 (15.) Siegmund, 3:1 (16.) Herklotz (Gorski), 4:1 (55.) Gorski (Herklotz/Müller), 4:2 (58.) Juchniewicz.

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