10. Mai 2021 / 18:07 Uhr

Aufstiegstrainer Sven Paul Reddersen hört beim VfR Todendorf auf

Aufstiegstrainer Sven Paul Reddersen hört beim VfR Todendorf auf

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Sven Paul Reddersen scheidet auf eigenen Wunsch beim VfR Todendorf aus.
Sven Paul Reddersen scheidet auf eigenen Wunsch beim VfR Todendorf aus. © privat/hfr
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Der 53-Jährige fühlt sich "mittlerweile einfach ein wenig ausgebrannt" und möchte erst einmal pausieren. Er blickt auf fünf tolle Jahre in Todendorf zurück und lobt seinen Trainerkollegen in den höchsten Tönen.

Paukenschlag beim VfR Todendorf. Nach insgesamt fünf Spielzeiten an der Seitenlinie ist ab dem bevorstehenden Sommer für Coach Sven Paul Reddersen Schluss. Er scheidet auf eigenen Wunsch von seinem Amt aus und möchte sich nun erst einmal eine fußballerische Auszeit nehmen. Der 53-Jährige übernahm die erste Herren zur Saison 2016/2017, in der er die Meisterschaft und den Aufstieg in die Kreisklasse A feiern konnte. Nach einem für einen Aufsteiger beachtlichen sechsten Platz konnte man sich 2018/2019 bis auf Rang Drei verbessern. Ein Jahr später reichte dann der zweite Platz hinter dem VfL Rethwisch für den Aufstieg in die Kreisliga Süd. Der VfR brauchte keine lange Eingewöhnungsphase in der neuen Spielklasse und wusste prompt zu überzeugen. Man gewann vier seiner sechs Spiele und stand hinter Aufstiegsfavorit Ratzeburger SV auf Platz Zwei.

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"Nun hat der Verein auch genügend Zeit, um sich nach einem neuen tollen Trainer umzugucken, denn den haben die Jungs auf jeden Fall verdient"

Zu den Gründen des Abschieds sagt Reddersen: "Ich bin mittlerweile einfach ein wenig ausgebrannt und brauche auch vom Kopf her jetzt mal eine fußballerische Ruhepause. Man kann die Jungs nicht mehr so zu 100 Prozent anstecken, wenn man selbst nicht mehr brennt. Ich denke, nach fünf Jahre ist es jetzt ein ganzer Zeitpunkt. Nun hat der Verein auch genügend Zeit, um sich nach einem neuen tollen Trainer umzugucken, denn den haben die Jungs auf jeden Fall verdient. Wir haben uns in guten Gesprächen sauber und fair geeinigt. Ich kann einen Schlussstrich ziehen und verlasse eine absolut intakte Mannschaft."

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Platz im oberen Mittelfeld der Kreisliga Süd wäre in Reddersens Augen auf jeden Fall möglich gewesen

Auf die fünf sportlich sehr erfolgreichen Jahre blickt der Ex-Coach nur positiv zurück: "Als ich den Job vor fünf Jahren angenommen hatte, war mir schnell klar, dass der VfR Todendorf einen gewissen Charme hat, obwohl wir damals noch in der B-Klasse gespielt haben. Sowieso gibt es beim VfR nicht jedes Jahr ein großes Kommen und Gehen. Die Identifikation der Spieler mit dem Verein ist verdammt hoch. Der Weg durch die Kreisklasse A war schon echt hart. Wir haben uns aber ganz klasse durchgesetzt, weil der Respekt zwischen Mannschaft und Trainer jederzeit voll vorhanden war, auch wenn der Reddersen an der Linie mal geschrien hat. Die hohe Zuverlässigkeit hat sich auch in der Trainingsbeteiligung widergespiegelt, was absolut nicht selbstverständlich ist. Die Jungs hatten trotz Schietwetter und schwierigen Platzverhältnissen immer Bock. Wäre die Saison nicht wieder abgebrochen worden, hätte ich ihnen definitiv einen Platz im oberen Mittelfeld zugetraut."

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Großes Lob an Oliver Strey, der ein guter Freund geworden ist

Bedanken möchte sich Reddersen bei seinem Trainerkollegen Oliver Strey, der sich stets zuverlässig um die Torhüter kümmerte und diesen Posten auch weiterhin bekleiden wird: "Oli hat das wirklich überragend gemacht. Er ist auch neben dem Platz ein richtig guter Freund geworden. Den werde ich auf jeden Fall auch das eine oder andere Mal vermissen." Wer Nachfolger von Sven Paul Reddersen wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch in den Sternen. Klar ist, dass der neue Mann eine harmonische und jederzeit hochmotivierte Fußballmannschaft mit einer tollen Einstellung übernehmen wird, mit der es in den vergangenen Jahren ausschließlich bergauf ging.