24. März 2020 / 19:11 Uhr

Aufstockung der Nordost-Staffel in der zweiten Volleyball-Bundesliga denkbar

Aufstockung der Nordost-Staffel in der zweiten Volleyball-Bundesliga denkbar

Dirk Becker
Märkische Allgemeine Zeitung
Den Fans des SV Lindow-Gransee blieb die Meisterfeier in der 2. Volleyball-Bundesliga wegen der Coronavirus-Krise verwehrt.
Den Fans des SV Lindow-Gransee blieb die Meisterfeier in der 2. Volleyball-Bundesliga wegen der Coronavirus-Krise verwehrt. © Dirk Becker
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Volleyball 2. Bundesliga: Nach dem vorzeitigen Abbruch der Meisterschaft wegen der Coronavirus-Krise sieht der SV Lindow-Gransee die Pläne von Volleyball-Bundesspielwart Gerald Kessing kritisch.

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In der zweiten März-Woche haben der Vorstand der Volleyball-Bundesliga (VBL) sowie der Vorstand und das Präsidium des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) auf Vorschlag des Bundesspielausschusses (BSA) die Regelungen zur Wertung der Saison 2019/20 in den nationalen Ligen verabschiedet. Demnach gibt es in der 2. Volleyball-Bundesliga keine Absteiger, aber auch die mögliche Meisterschaftsfeier des SV Lindow-Gransee konnte nicht stattfinden. Die Saison wurde wegen der Coronakrise ohne Sieger oder Verlierer abgebrochen. Danach stellten sich nicht nur die Verantwortlichen beim hiesigen Zweitligisten die Frage, wie es in der kommenden Saison, wann immer die nach Abklingen der Pandemie beginnen kann, hinsichtlich der Staffelstärke weitergehen kann, da es Aufsteiger aus der dritten Liga geben wird.

Aufstockung der Nordost-Staffel auf 14 Mannschaft denkbar

Bundesspielwart Gerald Kessing spricht in einem Interview, das der VBL veröffentlicht hat, davon, die Staffel in Nordost auf bis zu 14 Mannschaften aufzustocken. Sollten weniger Teams in der Staffel sein, blieben freie Plätze unbenutzt. In einer noch ausstehenden Beratung mit den Zweitliga-Vereinen soll nun entschieden werden, ob die kommende Saison generell mit 14 Teams gespielt werden soll und damit eine Anzahl von vier Absteigern einmalig festzulegen ist.

Manager Dirk Schmidt vom SV Lindow-Gransee ist diese Diskussion jetzt erst einmal reichlich egal. Er und der gesamte Verein schäumen immer noch wegen der Entscheidung am Grünen Tisch, die Meisterschaft abzubrechen. „Hier hätte man die einmalige Chance gehabt, das mit Demokratie zu regeln“, so Schmidt. „Man hätte die Vereine fragen können, was ihre Meinung dazu ist, dass der SV Lindow-Gransee nach Tabellenlage die Meisterschaft zuerkannt wird. Und 99,9 Prozent hätten ihre Zustimmung gegeben. Niemand hätte sich beschwert.“

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Eine Staffel mit 14 Mannschaften würden für den kleinen Volleyballverein, der bereits 2015 schon einmal die Meisterschaft erkämpfte, nur höhere Kosten bedeuten. Auch Doppelspieltage, wie von Kessing vorgeschlagen, brächten da wenig. „Wenn wir in Westdeutschland spielen, müssten wir an solch einem Wochenende dort übernachten. Das ist doch lächerlich.“ Die Spieler des SV Lindow-Gransee blieben bei der Stange, keiner wolle jetzt so gehen. Die Devise: Jetzt erst recht.

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