23. November 2021 / 09:30 Uhr

Auftakt in Rzseszów: Damen des Dresdner SC freuen sich auf die Champions League

Auftakt in Rzseszów: Damen des Dresdner SC freuen sich auf die Champions League

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Jennifer Janiska (M.) will wie jüngst gegen Erfurt auch in Rzeszow die Lücke im gegnerischen Block finden.
Jennifer Janiska (M.) will wie jüngst gegen Erfurt auch in Rzeszow die Lücke im gegnerischen Block finden. © Steffen Manig
Anzeige

Die Dresdner Volleyballerinnen müssen an diesem Dienstagabend beim polnischen Vizemeister in Rzeszow ran, bevor die Duelle gegen Lok Kaliningrad und Prometey Dnipro anstehen.

Dresden. Beim polnischen Vizemeister Developres Rzeszów starten die DSC-Volleyballerinnen an diesem Dienstag (18 Uhr) zum achten Mal in ihrer Vereinsgeschichte ins Abenteuer Champions League. Bereits nach dem ersten Meistertitel 1999 gab der Bundesligist sein Debüt in der europäischen Königsklasse. Dann kehrten die Dresdnerinnen unter Trainer Alexander Waibl in der Saison 2011/12 zurück in den höchsten Klub-Wettbewerb des Kontinents und schmetterten dort sechs Jahre in Folge. Nun meldet sich der deutsche Meister nach fünf Jahren Pause zurück.

„Wenn uns ein Gegner den kleinen Finger reicht, dann wollen wir bereit sein“

Und auch diesmal sieht Waibl seine junge Truppe in Pool A als Außenseiter: „Auch wenn Übermannschaften wie Vakifbank Istanbul oder Titelverteidiger Conegliano in unserer Gruppe fehlen, ist das alles keine Laufkundschaft“, weiß der 53-Jährige, der sich mit seinen Schützlingen am Montagmorgen per Bus auf die weitere Reise ins 680 Kilometer entfernte Rzeszów machte. Mit dem russischen Meister Lok Kaliningrad und dem ukrainischen Qualifikanten Prometey Dnipro bekommen es die Dresdnerinnen mit weiteren sportlichen Schwergewichten zu tun. Alexander Waibl meint sogar vor dem Auftaktspiel: „Es wäre schon ein Wunder, wenn wir nicht Vierter in dieser Gruppe werden.“

Mehr zum Sport in Dresden

Doch er hat mit dem DSC in der Vergangenheit schon manche Überraschung auf internationalem Parkett erreicht und gibt sich deshalb angriffslustig: „Wenn uns ein Gegner den kleinen Finger reicht, dann wollen wir bereit sein, diese Chance auch zu ergreifen. Auf jeden Fall erwartet uns in Rzeszów eine physisch starke Mannschaft.“ Mit Kapitän Jennifer Janiska, Neuzugang Teodora Pusic und Kristina Kicka können nur drei Spielerinnen in seinem Team auf Erfahrungen in der Champions League verweisen, alle anderen debütieren.

Anzeige

„Ich liebe dieses Gefühl, dass du nichts zu verlieren hast“

Diagonalangreiferin Kristina Kicka kann sich noch gut erinnern: „Ich bin in früheren Jahren dreimal mit dem DSC in der Champions League angetreten. Ich freue mich darauf, gegen Top-Teams aus anderen europäischen Ligen zu spielen, es sind andere Systeme als in der Bundesliga. Es wird aufregend. Ich denke, unsere Gruppe ist sehr ausgeglichen. Jeder kann Erster werden, wir natürlich auch“, gibt sie sich kämpferisch. Vor dem Auftakt in Polen aber weiß auch sie: „Auch wenn wir in der Vorbereitung gegen Rzeszów gespielt und sogar gewonnen haben, wird das jetzt ein komplett anderes Spiel.“

Jennifer Janiska, die mit Schwerin und Conegliano Erfahrungen in der Königsklasse sammelte, freut sich ebenfalls auf die Vergleiche: „Ich liebe dieses Gefühl, dass du nichts zu verlieren hast, wenn du auf diesem hohen Level mitspielst. Es wäre schön, wenn wir es in die nächste Runde schaffen.“