09. Juli 2019 / 07:36 Uhr

Augsburg-Boss Hofmann kritisiert die Champions-League-Pläne: "Perversion des Systems"

Augsburg-Boss Hofmann kritisiert die Champions-League-Pläne: "Perversion des Systems"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Augsburgs Präsident Klaus Hofmann ist auf die Champions League nicht gut zu sprechen.
Augsburgs Präsident Klaus Hofmann ist auf die Champions League nicht gut zu sprechen. © dpa
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Auf die Verteilung der Gelder und die Pläne in der Champions League ist Augsburg-Chef Klaus Hofmann überhaupt nicht gut zu sprechen. Er kritisiert die Verantwortlichen dafür scharf und spricht von einer "Perversion des Systems".

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Klaus Hofmann, Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg, hat die in der Champions League an die Top-Klubs ausgeschütteten Gelder kritisiert. "Durch die Geldverteilung wird die Chancengleichheit getötet", sagte Hofmann im Interview der Augsburger Allgemeinen.

Er begründet seine Meinung so: "Wenn Sie als Champions-League-Teilnehmer aus Deutschland in der Vorrunde ausscheiden, ohne ein Spiel zu gewinnen, aber dennoch allein an Prämien mehr bekommen, als ein Verein wie der FCA im Jahr Personalaufwendungen hat, verstehe ich die Welt nicht mehr."

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Für Hofmann sei es eine "Perversion des Systems", dass die zuletzt von der Europäischen Fußball-Union UEFA angedachte Reform der Königsklasse mit einem Auf- und Abstiegssystem zu einer weiteren Verfestigung des Status quo führe.

FCA-Boss Hofmann wurde ausgelacht

"Da geht es ausschließlich darum, den Status quo der Teams beizubehalten, die einmal drin sind", erklärte Hofmann und erwartet deshalb von der Deutschen Fußball Liga, Stellung gegen Vorhaben der UEFA und des Weltverbandes FIFA zu beziehen, die "ganz klar gegen die nationalen Ligen" zielen würden. "Als ich vor einigen Jahren gesagt habe, dass die Champions League die nationalen Ligen kaputt macht, bin ich ausgelacht worden", sagte der 51-Jährige.

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Saison 1992/1993: Im Olympiastadion München besiegt Olympique Marseille den AC Mailand mit 1:0. Der deutsche Nationalspieler Rudi Völler (links) steht bis zur 78. Minute auf dem Platz. Zur Galerie
Saison 1992/1993: Im Olympiastadion München besiegt Olympique Marseille den AC Mailand mit 1:0. Der deutsche Nationalspieler Rudi Völler (links) steht bis zur 78. Minute auf dem Platz. ©
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"Wenn diese reformierte Champions League kommen sollte, wäre der Unterschied zwischen den Klubs, die in der Champions League spielen und den anderen 13 oder 14, so brutal, dass es keinen wirklichen Wettbewerb mehr geben würde", befürchtet der FCA-Chef.

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