14. April 2019 / 19:56 Uhr

Sieg bei Schmidt-Debüt: Augsburg dämpft Frankfurts Champions-League-Träume

Sieg bei Schmidt-Debüt: Augsburg dämpft Frankfurts Champions-League-Träume

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Andre Hahn und Marco Richter jubeln über einen der Augsburger Treffer. Der neue FCA-Trainer Martin Schmidt (kl. Foto) startet mit einem Sieg.
Andre Hahn und Marco Richter jubeln über einen der Augsburger Treffer. Der neue FCA-Trainer Martin Schmidt (kl. Foto) startet mit einem Sieg. © imago/dpa
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Der FC Augsburg landet einen Big Point im Abstiegskampf und startet erfolgreich in die Ära des neuen Trainers Martin Schmidt. Eintracht Frankfurt kassiert dagegen die erste Rückrundenniederlage - und muss im Kampf um die Champions-League-Plätze plötzlich in den Rückspiegel gucken.

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Der FC Augsburg ist mit einem Achtungserfolg in die Ära Martin Schmidt gestartet. Im ersten Spiel des neuen Cheftrainers gelang den Schwaben nach der Entlassung von Manuel Baum und Jens Lehmann ein überraschender 3:1 (2:1)-Auswärtssieg beim Champions-League-Aspiranten Eintracht Frankfurt. Die Hoffnungen der Hessen auf den Einzug in die Königsklasse erlitten nach den Siegen der Konkurrenten aus Leipzig, Mönchengladbach, Hoffenheim, Bremen und Leverkusen einen empfindlichen Dämpfer.

"Momentan fehlen mir die Worte", sagte Schmidt nach dem Spiel bei Sky. "Meine Mannschaft hat das umgesetzt, was wir vorher besprochen haben. Es war ein schwieriges Spiel. Wir sind ein glücklicher Sieger und eine glückliche Kabine. An der Chancenverwertung müssen wir aber noch arbeiten."

Zunächst deutete alles auf einen Frankfurter Heimsieg hin

Dabei sah zunächst alles nach einem Heimsieg der Frankfurter aus. Bereits nach einer Viertelstunde lag Schmidt mit dem FCA hinten. Wie schon unter der Woche beim 2:4 in der Europa League gegen Benfica Lissabon hieß Frankfurts Torschütze Goncalo Paciencia. Der Mittelstürmer, der erneut den verletzten Sebastien Haller vertrat, traf wieder per Kopf. Vorausgegangen war eine überragende Flanke von Filip Kostic, der sich gegen diverse Augsburger durchsetzen konnte.

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Hinteregger-Verletzung gegen Ex-Kollegen schwächt Frankfurt

Ein erster Rückschlag ereilte die bis dahin dominanten Frankfurter in der 26. Minute: Der vom FC Augsburg ausgeliehene Innenverteidiger Martin Hinteregger, der erst im Januar die Seiten gewechselt hatte, verletzte sich scheinbar ohne gegnerische Einwirkung am Oberschenkel und konnte nicht weitermachen. Er wurde bei seiner Auswechslung von den Heimfans gefeiert. Nach einer kurzen Verwirrung durch einen Videobeweis (Schiri Dankert überprüfte ein Handspiel des Augsburgers Khedira, gab aber keinen Elfmeter) schlug dann der FCA zurück: Youngster Marco Richter (31.) ließ zwei Gegenspieler stehen und erzielte den Ausgleichstreffer.

Mehr zum Spiel

Es sollte der Wendepunkt eines kurzweiligen Spiels sein, in dem die Augsburger ebenfalls verletzungsbedingt tauschen mussten. Kurz vor der Pause musste der Schweizer Schmidt mit Gregor Kobel seinen Torwart und Landsmann austauschen. Der 21-Jährige war von Kostic ohne Absicht getroffen worden und musste wenige Minuten später nach einer längeren Behandlungspause aufgeben. Für ihn kam Kobel ins Spiel.

Augsburg kontert sich zum Sieg

Es war noch nicht die letzte Aktion vor der Pause - denn Augsburg gelang die Führung, als kaum noch jemand damit gerechnet hatte. In der vierten Minute der Nachspielzeit war es wieder Richter, der mit einem satten Schuss von der Strafraumkante das Spiel auf den Kopf stellte. Frankfurt machte sich dann die Hoffnungen auf eine Aufholjagd selbst zunichte, denn kurz nach Wiederanpfiff sah Kapitän Gelson Fernandes (47.) die Gelb-Rote Karte nach einem harten Einsteigen gegen Jonathan Schmid.

Die Augsburger verlegten sich nun auf ein Konterspiel, während es Frankfurt-Trainer Adi Hütter mit Jovic und Rebic in vorderster Front probierte. Das Spiel blieb offen und durchaus mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Rebic (70.) hatte den Ausgleich für Frankfurt sogar auf dem Fuß, doch im letzten Moment konnte Khedira die Augsburger Führung retten - das war verdammt knapp. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase: Nach der Einwechslung von Augsburgs Julian Schieber stand der Ex-Dortmunder sofort im Mittelpunkt. Er initiierte einen Angriff, an dessen Ende Gregoritsch (84.) den Ball an Trapp vorbei ins Tor setzte - das 3:1 und die erste Rückrundenniederlage für die Frankfurter in die Bundesliga.

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