07. März 2020 / 22:34 Uhr

Aus 0:2 ein 3:2: SC Potsdam schlägt Rekordmeister Schwerin

Aus 0:2 ein 3:2: SC Potsdam schlägt Rekordmeister Schwerin

Peter Stein
Märkische Allgemeine Zeitung
Der 3:2-Sieg gegen Schwerin war der Saison-Höhepunkt.
Der 3:2-Sieg gegen Schwerin war der Saison-Höhepunkt. © Gerhard Pohl
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Die Volleyballerinnen des SC Potsdam haben nach einem begeisternden Kampf in der Bundesliga einen 3:2-Sieg gegen Schwerin gefeiert. Die ausverkaufte MBS-Arena geriet zum Tollhaus.

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Die Volleyballerinnen des SC Potsdam haben nach vier Jahren wieder einen Bundesligasieg gegen Rekordmeister SSC Palmberg Schwerin eingefahren – und was für einen, einen mit einem dicken Ausrufezeichen!. Vor 2017 Zuschauern in der erstmals in dieser Saison ausverkauften MBS-Arena bogen die Gastgeberinnen am Samstagabend unter dem Jubel der „zur Feier des Tages“ in roten T-Shirts gekleideten Heimfans einen 0:2-Satzrückstand noch in einen 3:2 (26:28, 17:25, 26:24, 25:22, 15:9)-Erfolg um. „Meine Stadt, mein Verein, mein Block“ stand auf den dank Sponsoren kostenlos verteilten Jerseys und dieser Funke sprang von den Rängen auf die Mannschaft über.

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Das Team von Trainer Guillermo Naranjo Hernandez legte unter den Augen von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke los wie die Feuerwehr, führte im ersten Satz bereits mit zehn Punkten Vorsprung (21:11). „Doch dann hatten wir Angst vor der eigenen Courage, dachten zuviel, oh, wir können ja Schwerin schlagen“, sagte Außenangreiferin Laura Emonts. Und so schlichen sich Fehler ein. Auch dank einiger falscher Schiri-Entscheidungen rückten die Schwerinerinnen Punkt für Punkt heran und nutzten den fünften Satzball zum 28:26.

Potsdam schafft die Wende

Im zweiten Durchgang hatten die Potsdamerinnen an diesem Malheur zu knabbern. Aber sie gaben sich nicht auf. Im dritten Satz wog das Match hin und her, kein Team konnte sich absetzen. Aber dann verwandelte der SCP seinen zweiten Satzball zum 26:24. Nun flutschte es auch dank der eingewechselten Ana Escamilla auf Annahme-Außen, die auch prompt für den Satzausgleich zum 25:22 sorgte. Im Tiebreak waren die Rothemden von Anbeginn voraus, führten schnell 4:0 und 8:5. Schwerin kam noch mal auf 8:9 heran, aber die Havelstädterinnen waren längst auf die Siegerstraße eingebogen. Laura Emonts nutzte gleich den ersten Matchball - die MBS-Arena geriet zum Tollhaus.

Laura Emonts: "Wir haben alles reingehauen"

Trainer Hernandez lobte seine Mannschaft: "Der erste Satz war sehr bitter, aber wir haben uns nicht aufgegeben. Das war ein großer Sieg. Endlich hat es mal gegen Schwerin geklappt." Sein Schweriner Trainer-Kollege Felix Koslowski sagte: "Potsdam hat verdient gewonnen. Sie waren stark in der Annahme, haben viel Druck im Aufschlag ausgeübt, waren letztlich konstanter. Wir hatten das Momentum, haben es aber aus der Hand gegeben." Laura Emonts sah den Grund für den Erfolg "in der Teamleistung und im Zusammenhalt. Das war ein Erfolg der Mannschaft und nun können wir mit viel Selbstvertrauen in die Playoffs gehen". Zur Stimmung in der Halle meinte sie: "Ich bekomme sonst ja nicht viel mit, aber diesmal war es wirklich laut. Das hat uns gepusht. Wir haben alles reingehauen."