15. Juni 2019 / 20:27 Uhr

Aus der Traum: B-Jugend des SC DHfK Leipzig fehlen zwei Tore zum Titel

Aus der Traum: B-Jugend des SC DHfK Leipzig fehlen zwei Tore zum Titel

LVZ
Leipziger Volkszeitung
Siegerehrung Spieler des SC DHFK Leipzig werden Vizemeister - Handball DHfK B-Jugend Finale Deutsche Meisterschaft - SC DHFK vs. MT Melsungen
Am Ende blieb "nur" Silber für die DHfK-Jungs. © Alexander Prautzsch
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Großartige Kulisse und ein ganz starker Kampf. Im Endspiel der Deutschen Meisterschaft der B-Jugend im Handball hat die MT Melsungen beim SC DHfK Leipzig den Titel geholt. Nach deutlichem Rückstand, kämpften sich die Gastgeber noch einmal zu einem Herzschlagfinale ohne Happy End heran.

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Leipzig. Geplatzte Träume bei den SC DHfK-Jungs: So nah waren sie dem Deutschen Meistertitel, um dann mit einem 28:28 (8:14)-Unentschieden im Finale in der Arena gegen die MT Melsungen nur ganz knapp daran vorbei zu schrammen.

Beide Mannschaften stiegen stark in das Spiel ein. Nachdem Melsungen früh getroffen hatte, sorgte DHfK-Kapitän Franz Häcker in der dritten Minute für den Ausgleich. Danach begann eine lange Durststrecke der Mannschaft von Trainer Matthias Albrecht. Melsungen spielte mit einer kompakten Abwehr und die Leipziger prallten daran wie von einer Wand ab. Anders die Gäste im Angriff: Mit dem überragenden und körperlich präsenten David Kuntscher setzten sie sich Tor um Tor ab. Leipzig fiel in der ersten Hälfte zu wenig ein, ließ dazu noch einige der wenigen klaren Möglichkeiten liegen und leistete sich gleich mehrere technische Fehler. Dazu bekam Melsungen nahezu jeden Abpraller für eine zweite Chance, Leipzig nicht. Das Ergebnis war ein deutlicher 8:14-Rückstand zur Pause nach 25 Minuten.

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Sie hätten einen Sieg mit zwei Tore Unterschied gebraucht. Statt dessen Stand am Ende ein Unentschieden zu Buche. Die B-Junioren des SC DHfK Leipzig mussten sich deshalb mit dem Vizemeistertitel zufrieden geben. Zur Galerie
Sie hätten einen Sieg mit zwei Tore Unterschied gebraucht. Statt dessen Stand am Ende ein Unentschieden zu Buche. Die B-Junioren des SC DHfK Leipzig mussten sich deshalb mit dem Vizemeistertitel zufrieden geben. © Alexander Prautzsch
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Aufholjagd in der zweiten Halbzeit wird nicht belohnt

Der Beginn der zweiten Hälfte machte den knapp 1300 Zuschauern zunächst wenig Hoffnung, sofern sie auf den SC DHfK hielten. Melsungen baute den Vorsprung auf zwischenzeitlich sieben Tore aus. Es spricht für die große Moral der Leipziger Jungs, dass dieses Spiel noch einmal spannend wurde.

Angeführt vom überragenden Niclas Heitkamp, der allein 13 Tore erzielte, kämpfte sich der SC DHfK noch einmal heran. In den letzten beiden Minuten begann beim Spielstand von 25:26 dann das große Rechnen. Nach der 26:27-Hinspielniederlage benötigten die Leipziger nach dem 26. Melsunger Treffer mindestens einen Sieg mit zwei Toren Unterschied. Dazu sollte es nicht kommen. Mehr als der Ausgleich war nicht mehr drin. Melsungen jubelte und ist am Ende zwar knapp aber verdient Deutscher Meister geworden, gefeiert von rund 200 eigenen Schlachtenbummlern.

Die Stimmen zum Spiel

Trainer Matthias Allbrecht: Auch wenn es schwer fällt - es ist natürlich auch Freude dabei. Wir sind Vizemeister. Am Anfang der Saison hätte niemand auch nur einen Pfifferling auf uns gegeben und dann stehen wir im Finale. Da sind wir stolz! Wir haben eines der jüngsten Teams und hätte mir jemand gesagt, dass wir es so weit schaffen, hätte ich es vorher auch nicht geglaubt.Die erste Halbzeit war verdammt schlecht, viele Fehler gemacht, alle sehr nervös. Da waren technische Fehler und wir haben in der Abwehr nicht die nötige Aggressivität gezeigt, die wir gebraucht hätten. In der Pause habe ich an das Team appelliert, trotzdem weiter zu kämpfen. Und das haben sie grandios gemacht.

Torschütze Niclas Heitkamp: Ich hab gar nicht mitgezählt...13 Tore waren es? Ich habe einfach bis zum Ende dran geglaubt, wir haben nicht aufgegeben und versucht, immer kürzere Angriffe zu spielen. Manchmal war bei mir auch Glück dabei, aber wir haben uns gut nochmal aufgeputscht zum Ende hin.

Finn-Lukas Leun: Man hat gesehen, dass die Melsungener schon älter sind als wir. Die haben fast nur 02er Jahrgänge, wir sind viele 03er. Ein bisschen gefrustet bin ich wegen der ersten Halbzeit natürlich schon. Aber genau so kann man auf die 2. stolz sein.

Paul Bones: Klar bin ich stolz auf den 2. Platz. In der Abwehr sind wir nicht richtig reingekommen. Und der Melsunger Torhüter hat dazu gut gehalten. Das waren die Hauptursachen. Bis zur letzten Minute haben wir aber noch dran geglaubt. Mit dem Gegentor am Ende war es dann aber vorbei.

Franz Häcker: Wir wussten eigentlich, was auf uns zukommt. Die Melsunger sind eine starke Mannschaft, die viel über den Kreis spielt. In der Halbzeit hat uns der Trainer noch mal den entscheidenden Kick gegeben. Er hat gesagt, dass wir nicht die Mannschaft sind, die er kennt. Da haben wir nochmal gekämpft. Ne Finalniederlage ist nie schön. Aber wir haben ne geile Saison gespielt.

SC DfHK: Seidemann, Weber, Kock, Heitkamp 13/2, Bones 1, Häcker 4, Seifert, Peter, Hopfmann, Eckart 3, Hagenow 2, Sajenev 1, Leun 4, Kießling, Stolze, Wolf, Georgi

MT Melsungen: Kröger, Büde, Beekmann 4, Kompenhans 2, Ebner, Pregler 7/3, Rietze 3, Fitozovic 2, Dhaliwal, Andrei, Hellemann 4, Potzkai, Goujard, Kuntscher 6/2

Siebenmeter: DHfK 2/2, Melsungen 5/6

Zeitstrafen: DHfK 3, Melsungen 3

Zuschauer: 1293

Hanna Gerwig

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