13. Oktober 2021 / 16:02 Uhr

Aus Fehlern lernen: Das gilt für Wolfsburgs Handballerinnen und auch Coach Pagel

Aus Fehlern lernen: Das gilt für Wolfsburgs Handballerinnen und auch Coach Pagel

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Schritt für Schritt: Wolfsburgs Trainer Marco Pagel ist ebenso wie seine Spielerinnen lernwillig.
Schritt für Schritt: Wolfsburgs Trainer Marco Pagel ist ebenso wie seine Spielerinnen lernwillig. © Boris Baschin
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Fünf Niederlagen seit Saisonstart gab es für die Handballerinnen des VfL Wolfsburg in der 3. Liga. Für das Team und Trainer Marco Pagel, der seit zwei Spielen Chef-Coach ist, gibt's - wie er selbst betont - noch jede Menge zu lernen.

Aus Fehlern lernen - das ist bei den Drittliga-Handballerinnen des VfL Wolfsburg auf mehreren Ebenen angesagt. Nach fünf Niederlagen in fünf Spielen gilt das für das eigene Spiel, aber auch für Trainer Marco Pagel, wie er selbst sagt. Seit zwei Spielen ist er als alleiniger Chef-Trainer verantwortlich, Oliver Bült zog sich in den VfL-Nachwuchs zurück. Und die Trainer-Karriere des Coaches verlief alles andere als gemächlich: Erst in der vergangenen Saison begann er im Gespann mit Bült, trainiert jetzt eine Mannschaft der 3. Liga. Er und sein Team wollen am Samstag (19 Uhr) gegen den SV Germania Fritzlar beweisen, dass sie schon einiges mitgenommen haben aus den Duellen zuvor.

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Die eigenen Fehler minimieren, dass darin die größte Aufgabe besteht, zeigte die Partie gegen LIT TRIBE. 21 technische Fehler unterliefen den Wolfsburgerinnen. Pagel: "Unsere Fehler werden direkt bestraft, daraus können wir nur lernen.“ Und dabei nimmt er sich selbst nicht aus. „Ich lerne im Moment extrem dazu. Ich hinterfrage mich selbst nach jedem Spiel und analysiere. Das ist sehr hilfreich für meine eigenen Entwicklung.“

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Mit dem Handball begann Pagel in der Jugend des MTV Vorsfelde, weitere Stationen waren der VfL Uetze, JSG Allertal und HSC Ehmen. Und der schwedische Verein KFUM Lundagard, bei dem er während seines Mathematik-Studiums in Lund allerdings nur trainierte. „Das Vertrauen in die ausländischen Spieler war wohl nicht allzu groß“, sagt Pagel und lacht.

Dass der VfL-Trainer in seiner aktiven Zeit im Tor stand, „liegt wohl in den Genen“, wie er mit einem Schmunzeln anmerkt. Sein Vater stand schon im Tor und auch Schwester Chantal Pagel, sie steht bei Zweitligist Füchsen Berlin zwischen den Pfosten. Ob er dort auch mal hin möchte? „Als ich angefangen habe, dachte ich, die Oberliga bekomme ich neben dem Job noch hin. Von da her bin ich schon über das Ziel hinausgeschossen.“

Wohin es vielleicht mal geht, ist aber Zukunftsmusik. Für Pagel und den VfL zählt das Hier uns Jetzt. Seitdem er Chef-Coach ist, setzte es auch gegen die HSG Blomberg-Lippe II (26:38) und LIT TRIBE (23:35) deutliche Pleiten. Aber, so Pagel: "Wir haben gegen die Top Vier gespielt, von der Tabellenposition werden die Mannschaften einfacher." Seine Devise: nicht alles auf einmal wollen, sondern Schritt für Schritt vorankommen. "Ich sehe, dass wir Woche für Woche besser mithalten können, im vergangenen Spiel waren es 25 Minuten. Diesen Zeitrahmen müssen wir ausdehnen.“ Auch nach fünf Niederlagen seien die Motivation und Trainingsbeteiligung bei seinen Spielerinnen aber ungebrochen hoch, betont Pagel. „Alle wussten, worauf sie sich mit dem Aufstieg einlassen.“

Oberliga-Herren mit Heimspielen

Die Oberliga-Herren des VfB Fallersleben und MTV Vorsfelde sind ebenfalls am Samstag im Einsatz: Am 5. Spieltag empfängt der VfB um 15 Uhr die SG Börde, Vorsfelde um 18.30 Uhr die HF Helmstedt-Büddenstedt.