08. Dezember 2018 / 14:09 Uhr

Aus für die Identifikationsfigur: Mark Zimmermann bei Carl Zeiss Jena beurlaubt

Aus für die Identifikationsfigur: Mark Zimmermann bei Carl Zeiss Jena beurlaubt

dpa
Mark Zimmermann wurde nach der 1:2-Heimniederlage gegen den SV Meppen als Trainer des FC Carl Zeiss Jena beurlaubt.
Mark Zimmermann wurde nach der 1:2-Heimniederlage gegen den SV Meppen als Trainer des FC Carl Zeiss Jena beurlaubt. © dpa
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Die Vereinsführung sah nach der 1:2-Heimniederlage gegen den SV Meppen und nur einem Sieg in den vergangenen 13 Saisonspielen keine andere Alternative. 

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Jena. Die Niederlage gegen den SV Meppen hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Zeit von Mark Zimmermann als Cheftrainer des Fußball-Drittligisten FC Carl Zeiss Jena ist nach dem 1:2 am Freitagabend abgelaufen. Der Coach und sein Assistent Martin Ullmann wurden am Samstagmorgen beurlaubt. „Es ist und bleibt das oberste Ziel, für den FC Carl Zeiss Jena die Klasse zu halten. Und dieses Ziel ist gefährdet und bedurfte einer Entscheidung, auch wenn diese sehr schwerfällt“, sagte FCC-Geschäftsführer Chris Förster. Über einen neuen Trainer soll zeitnah entschieden werden.

Zimmermann hatte schon am Freitagabend geahnt dass das Vertrauen der Vereinsspitze in seine Arbeit aufgebraucht ist. „Das ist gerade die härteste, die schwerste Zeit für mich“, sagte der 44-Jährige. Tabellenplatz 18 nach nur einem Sieg aus den vergangenen 13 Spielen, dazu eklatante Abwehrschwächen, die in zwölf Gegentreffern in den vergangenen drei Spielen mündeten, lautete die Bilanz des Schreckens. Und das nach einem geradezu euphorischen Saisonstart. Rang sechs nach sechs Spieltagen ließen die Thüringer sogar von höherem träumen.

Zimmermann warnte vor zu hohen Erwartungen

Zimmermann hatte bereits da gewarnt. Doch auch er schaffte es nicht, seine Mannschaft zurück auf Kurs zu bringen. Die Trennung kam deshalb nur folgerichtig. „Diese Entscheidung ist uns alles andere als leicht gefallen, und das besonders vor dem Hintergrund der bleibenden Verdienste Mark Zimmermanns für diesen Verein“, erklärte Förster.

Zimmermann gehört einfach zum Verein. Der gebürtige Thüringer spielte bis 1998 beim FC Carl Zeiss, ehe er dann bis 2004 für Unterhaching, Stuttgarter Kickers, Alemannia Aachen und den FC Sachsen Leipzig aktiv war. Dann ging es bis zum Karriereende 2008 wieder zurück zum Heimatverein.

Größter Erfolg: Aufstieg in die 3. Liga

Und auch seine Trainer-Laufbahn fand bislang ausschließlich an den Kernbergen statt. Zunächst als Co-Trainer bei der zweiten Mannschaft und an der Seite von Henning Bürger, René van Eck, Wolfgang Funk, Marc Fascher, Jürgen Raab, Heiko Weber und Lothar Kurbjuweit bei den Profis, zwischendurch als Interimstrainer für zwei Spiele und als U19-Coach. Im Sommer 2016 wurde er schließlich Cheftrainer, stieg mit den Blau-Weißen in die 3. Liga auf und hielt als Neuling die Klasse. Nun ist seine Zeit vorbei.

„Für Mark Zimmermann ist der FCC nicht irgendein Verein. Es ist sein Verein. Die Art und Weise, wie er die Entscheidung aufgenommen hat, nötigt jede Menge Respekt ab“, würdigte Förster den scheidenden Trainer, der sich am Samstagmorgen von der Mannschaft verabschiedete.

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