10. Mai 2019 / 16:00 Uhr

Aus Schwante über die alte Dame zu den Himmelblauen: Nils Blumberg wechselt zum Chemnitzer FC

Aus Schwante über die alte Dame zu den Himmelblauen: Nils Blumberg wechselt zum Chemnitzer FC

Knut Hagedorn
Märkische Allgemeine Zeitung
Schon als kleiner Steppke war Nils Blumberg voll engagiert und steht nun vor seiner ersten Station als Profifußballer.
Schon als kleiner Steppke war Nils Blumberg voll engagiert und steht nun vor seiner ersten Station als Profifußballer. © MAZ-Archiv/Julian Stähle
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Fußballkreis Oberhavel: Nils Blumberg kickte einst für Rot-Weiß Flatow und die SG Vehlefanz, bevor er nach Berlin zur Hertha ging – jetzt unterschrieb er einen Vertrag beim Drittliga-Aufsteiger Chemnitzer FC.

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Millionen spielen in Deutschland Fußball. Nur die wenigsten davon schaffen es, aus einem Hobby ihren Beruf zu machen. Der Traum eines jeden Nachwuchsfußballers ist es, auch mal im Rampenlicht zu stehen, vor tausenden von Zuschauern dem Ball hinterherzujagen. Einen großen Schritt genau in diese Richtung hat nun der in Schwante wohnende Nils Blumberg gemacht. Der 22-Jährige wechselt im Sommer aus der zweiten Mannschaft von Hertha BSC zum Drittliga-Aufsteiger Chemnitzer FC. Seine fußballerischen Anfänge tätigte Blumberg aber beim SV Rot-Weiß Flatow und bei der SG Vehlefanz.

Klein Nils mit Papa Uwe Blumberg in Flatow.
Klein Nils mit Papa Uwe Blumberg in Flatow. © MAZ-Archiv
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Hertha BSC klopft zweimal an

„Um ehrlich zu sein, hatte ich als Kind nicht den Traum, Profifußballer zu werden. Der Spaß stand im Vordergrund, es gehörte zum normalen Alltag dazu, nach der Schule sofort auf den Bolzer zu gehen und zu kicken“, erinnert sich Nils Blumberg an seine Kindheit. Mit dreieinhalb Jahren begann er, den runden Lederball zu kicken, zunächst in Flatow, wo auch sein Vater Uwe und sein ein Jahr älterer Bruder Philip spielten, später bei der SG Vehlefanz. 2007 kam Nils Blumberg dann aber der großen Fußballwelt erstmals ein Stück näher.

Beim regionalen Schulturnier „Jugend trainiert für Olympia“ wurde der damals Zehnjährige von Hertha BSC Berlin gesichtet, entschied sich aber überraschenderweise gegen einen Wechsel zum Hauptstadtclub. „Ein Schulwechsel stand zur damaligen Zeit für mich an. Ich wollte mich auf der neuen Schule erstmal eingewöhnen“, erinnert sich Blumberg. Die SG Vehlefanz verließ er dennoch und wechselte zum Nordberliner SC.

Oberhavel-Connection bei Hertha BSC: Farid Abderrahmane (r.), Michael Hartmann (2.v.l.), Lukas Kraeft (2. v. r.) und Nils Blumberg. 
Oberhavel-Connection bei Hertha BSC: Farid Abderrahmane (r.), Michael Hartmann (2.v.l.), Lukas Kraeft (2. v. r.) und Nils Blumberg.  © Julian Stähle/Archivbild

Drei Jahre später lockte die „Alte Dame“ dann erneut und diesmal folgte Blumberg den Rufen und wurde ein Herthaner. „Bei Hertha war ich zunächst völlig überflutet von den ganzen Eindrücken, die dort auf mich einprasselten. Man war nun näher dran am Profifußball als erwartet.“

Blumberg durchlief anschließend alle Nachwuchsmannschaften von Hertha BSC Berlin, um schließlich bei der zweiten Männermannschaft im Erwachsenenbereich anzukommen, die in der Regionalliga Nordost spielt. „Der Sprung von den Junioren in den Herrenbereich war schon schwer. Gerade körperlich war ich zum damaligen Zeitpunkt noch nicht bereit dafür. Ich brauchte daher knapp anderthalb Jahre, um mich zu etablieren“, erinnert sich der 22-Jährige an den schwierigen Übergang, bei dem viele Talente scheitern.

Nils und Phillip Blumberg (r.) im Physiowerk in Schwante.
Nils und Phillip Blumberg (r.) im Physiowerk in Schwante. © Enrico Kugler

Im Sommer wird der nach wie vor in Schwante wohnende Nils Blumberg dann aber die blau-weiße Hertha verlassen und zum Drittliga-Aufsteiger Chemnitzer FC wechseln, die im Volksmund auch die „Himmelblauen“ genannt werden. Für Blumberg beginnt nun ein neues Kapitel, erstmals auch weg von den heimischen Gefilden und dem gewohnten und behüteten Heimathafen. „Das wird schon eine Herausforderung für mich sein, nicht mehr zu Hause zu wohnen“, so Blumberg, der sich aber auf die neue Aufgabe freut und sie bewusst gewählt hat.

„Der Kontakt zum Chemnitzer FC besteht schon seit knapp einem Jahr. Ich habe dabei ein gutes Gefühl und es ist für mich der nächste Schritt in meiner Karriere.“ Einen Lebensplan verfolgt Blumberg dabei nicht: „Konkrete Ziele habe ich nicht. Ich möchte immer versuchen, mein Bestes zu geben und so hoch es geht zu spielen. Es liegt an mir und nichts geht von alleine.“

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