01. Oktober 2020 / 18:17 Uhr

Aus Schweden in die Ungewissheit: Warum Grizzly Görtz positiv bleibt

Aus Schweden in die Ungewissheit: Warum Grizzly Görtz positiv bleibt

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Max Gšrtz von den Grizzlys Wolfsburg wŠhrend des Trainings am 07.09.2020 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Mathias Renner/City-Press GmbH)
Glücklich in Wolfsburg trotz ungewisser Lage: Zugang Max Görtz, der aus Schweden kam. © City-Press / Grizzlys Wolfsburg
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Er wechselte aus der Eishockey-Top-Nation Schweden in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL). Hier ist ungewiss, ob gespielt wird. Dennoch bereut Max Görtz den Wechsel zu den Grizzlys Wolfsburg kein Stück. Und erklärt, warum.

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Die Start der Eishockey-Saison in der DEL hängt in der Schwebe - ob es überhaupt los geht, ist offen. Wahrscheinlich wird der Aufsichtsrat der Liga mit den sportlichen Leitern am Freitag eine neuerliche Verschiebung festlegen. Das heißt: wieder oder weiter Kurzarbeit. Eine ungewisse Situation für die Profis.

Wie nehmen das Neulinge aus anderen Ländern bei den Grizzlys Wolfsburg auf? Etwa Max Görtz, der aus der Eishockey-Nation Schweden zu den Grizzlys gestoßen ist. Der Außenstürmer gibt zu. "Es ist eine schwierige Zeit." Aber: "Das ist es grundsätzlich für alle, nicht nur für Eishockeyspieler." Er lässt sich nicht runterziehen, sagt: "Die Coaches haben uns gesagt, positiv zu bleiben. Und sie haben Recht. Im Moment sind wir in der glücklichen Situation, dass wir unserer Arbeit nachgehen und trainieren können." Wird die Spielzeit erneut verschoben, geht es bei den Grizzlys wieder in Kurzarbeit. Für die Spieler heißt das: wieder in Heim- und Freiluftsessions den Konditions- und Fitnesslevel zu halten. Görtz meint: "Auch dann kann man alles dafür tun, sich als Spieler vorzubereiten, sich in Bereichen zu verbessern." Sich runterziehen zu lassen sei keine Option. Denn: "Die Situation ist wie sie ist, wir können sie nicht ändern, nur das Beste daraus machen."

Bilder vom Eishockey-Vorbereitungsspiel ETC Crimmitschau - Grizzlys Wolfsbug

Eispiraten Crimmitschau gegen  Grizzlys Wolfsburg. Zur Galerie
Eispiraten Crimmitschau gegen Grizzlys Wolfsburg. © Andreas Kretschel

Klar - der Gedanke an neuerliche Kurzarbeit oder gar eine Saisonabsage, ist unangenehm. Auch, weil "das Testspiel in Crimmitschau viel Spaß" gemacht hat. Und dass wir schon gut trainieren konnten, könnte für uns ein Vorteil sein." Wenn es denn bald losgeht.

Der 27-Jährige hatte im Test beim 6:1 seine Qualität gezeigt, er ist schnell, der Man mit der Nummer 88 harmonierte mit seinen Nebenspielern gut. Alle Reihen funktionierten, obwohl die zuvor noch keine großen gemeinsamen taktischen Dinge geübt, sondern hauptsächlich an individuellen Skills gearbeitet worden war. Die Harmonie war vielversprechend.

Görtz übrigens fühlt sich auch ansonsten pudelwohl in Wolfsburg. "Es ist schön hier und auch nicht weit in größere Städte wie Hannover oder Braunschweig." Vergangene Woche waren seine Eltern zu Besuch. Fast perfektes Glück - wenn nicht über allem die unsichere Situation der Liga hängen würde.