26. Januar 2021 / 17:33 Uhr

Von Wolfsburg zu Schalke: William freut sich auf "eine neue Mission"

Von Wolfsburg zu Schalke: William freut sich auf "eine neue Mission"

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
william
Freut sich auf seine neue Mission: William, den der VfL Wolfsburg gerade an den FC Schalke 04 ausgeliehen hat. © Schalke 04
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Am Montagabend war die Leihe von William vom VfL Wolfsburg zu Schalke 04 fix - am Dienstag sagte der kleine Rechtsverteidiger, was er mit seinem neuen Klub vor hat.

Am Montagabend war der Wechsel von William vom VfL Wolfsburg zu Schalke 04 fix, bis zum Sommer wird der Rechtsverteidiger an den abstiegsbedrohten Klub ausgeliehen. Doch schon am nächsten Mittwoch (18.30 Uhr) kehrt der Brasilianer wieder zurück in die VW-Arena, dann treffen beide Teams im Pokal aufeinander. Und anders als bei einigen Transfers innerhalb der Liga dürfte William im Duell mit seinem Ex-Arbeitgeber auflaufen.

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VfL-Manager Jörg Schmadtke ist kein Befürworter solcher spezieller Klauseln, die verhindern, dass ein ausgeliehener Spieler nicht gegen seinen Stammverein spielen darf. Ganz im Gegenteil: Der kleine Brasilianer soll so viel Spielpraxis sammeln wie es nur geht, wünschen sich die VfL-Verantwortlichen. In Wolfsburg konnte William das zunächst wegen seiner Kreuzband-Verletzung lange nicht und danach kam er an Ridle Baku und Kevin Mbabu nicht vorbei. Vergangenheit. William schaut nur nach vorn, sagte bei Schalke-TV: "Ich bin sehr glücklich. Das ist eine neue Mission, ein neuer Klub - und ich komme, um allen hier zu helfen und hundert Prozent für die Mannschaft zu geben." Und: "Ich habe oft gegen Schalke gespielt und weiß, dass es ein großer Verein mit viel Historie ist. Ich habe immer gehört, wie groß und gut Schalke ist."

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Nach seiner langen Verletzungszeit möchte er jetzt ganz schnell wieder zurück auf den Platz. "Wenn es nach mir ginge, würde ich alle Spiele machen." Aber es gehe nicht nach ihm - nein, Trainer Christian Gross entscheide. "Ich muss trainieren und zu hundert Prozent bereit sein, wenn der Trainer mich braucht." Und das dürfte schon am Samstag der Fall sein, wenn der Tabellenletzte bei Werder Bremen ran muss.

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William war im Sommer 2017 aus Porto Alegre nach Wolfsburg gekommen und absolvierte seitdem 83 Pflichtspiele für den VfL. Gleich in seiner ersten Saison hatte er mit den Wolfsburgern gegen den Abstieg kämpfen müssen. Erst nach erfolgreicher Relegation gegen Holstein Kiel blieb der VfL erstklassig. Die Erfahrung im Abstiegskampf war mit ein Grund, warum die schwer angeschlagenen Schalker den Olympiasieger von 2016 nun verpflichten wollten.

Gerhardt-Entscheidung steht an

William ist weg - bleibt die Frage: Verlängert Yannick Gerhardt seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim VfL oder verlässt er den Klub? Diese Frage ist noch immer ungeklärt, noch in dieser Woche soll es aber eine Entscheidung über die Zukunft des Mittelfeldspielers geben.

Die Wolfsburger würden Gerhardt, der in dieser Saison zwar meist auf der Bank Platz nehmen musste, es zuletzt aber richtig gut machte, gern halten. „Wir würden gerne über den Sommer hinaus mit ihm verlängern“, betonte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer bei Sky abermals. Ob der Profi aber auch in Wolfsburg bleiben möchte, ist offen. „Wir sind in regem Austausch“, sagte Gerhardt-Berater Stephan Engels am Dienstag auf SPORTBUZZER-Nachfrage und meinte damit seine Person, Manager Jörg Schmadtke und Schäfer.

Und was ist mit Wout Weghorst? Immer wieder gibt’s Wechselgerüchte um den Top-Torjäger des VfL (zwölf Treffer), vor allem Klubs aus England sollen den Angreifer im Visier haben. Schäfer dazu: „Derzeit hat sich keiner bei uns gemeldet wegen Wout Weghorst, deshalb gehen wir fest davon aus, dass er fester Bestandteil unseres Kaders sein wird.

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