22. März 2019 / 19:00 Uhr

Ausfälle vorn und hinten: So stopft Hansa Rostock die Löcher

Ausfälle vorn und hinten: So stopft Hansa Rostock die Löcher

Kai Rehberg
Ostsee-Zeitung
Er soll es richten: Del-Angelo Williams (l.), hier mit Trainer Jens Härtel, ist der letzte etatmäßige Hansa-Stürmer.
Er soll es richten: Del-Angelo Williams (l.), hier mit Trainer Jens Härtel, ist der letzte etatmäßige Hansa-Stürmer. © Lutz Bongarts
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Mit großen Personalsorgen geht Hansa Rostock ins Auswärtsspiel am Sonnabend (14 Uhr/Liveticker im Sportbuzzer) beim Karlsruher SC. Trainer Jens Härtel muss auf sieben Profis wegen Sperre, Verletzungen und Länderspiel-Einsatz verzichten. In Abwehr und im Angriff sind Löcher zu stopfen. Die Rostocker testeten verschiedene Varianten. 

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Vorn eine Offensivlösung finden und hinten ein Abwehrloch stopfen – Hansas Trainerteam ist vor dem Auswärtsspiel am Sonnabend beim Tabellenzweiten Karlsruher SC aufgrund der aktuellen Personalnot nicht zu beneiden. Beim zweitstärksten Offensivteam der Liga – nur Wiesbaden (53) erzielte mehr Tore als der KSC (46) - müssen die Rostocker auf den gelb-gesperrten Stamm-Innenverteidiger Julian Riedel verzichten. Noch prekärer ist die Lage aber im Angriff: Mit den verletzten Marco Königs und Pascal Breier sowie Cebio Soukou (Länderspiel) fehlt die komplette erste und zweite Sturmreihe. Das Trio hat gut die Hälfte der 35 FCH-Saisontreffer erzielt.

Del-Angelo Williams von Anfang an?

Letzter nomineller Angreifer ist Del-Angelo Williams. Der 25-Jährige war bislang Edel-Reservist. Seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer vom Regionalligisten Stadtallendorf hat Williams bei seinen neun Drittliga-Einsätzen (1 Tor) nur einmal in der Startelf gestanden. „Seine Chancen sind auf jeden Fall groß, auf Spielzeit zu kommen“, sagte Chefcoach Jens Härtel. „Ob nun von Anfang an, lasse ich dahingestellt - er ist auf jeden Fall eine Option.“ An weiteren Offensiv-Varianten mit Marcel Hilßner und Merveille Biankadi haben die Rostocker im Training fleißig herumexperimentiert. In der Abwehrkette könnte Nico Rieble von der linken Seite ins Zentrum rücken. Als sein Ersatz würde Winter-Neuzugang Guillaume Cros links auflaufen.

So lange haben die Hansa-Spieler noch Vertrag:

<b>Torwart - Ioannis Gelios:</b> Hat noch Vertrag bis zum <b>30. Juni 2020.</b> Zur Galerie
Torwart - Ioannis Gelios: Hat noch Vertrag bis zum 30. Juni 2020. ©
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Härtel weiß, was seine neu formierte Truppe beim KSC erwartet, der im Vorjahr in der Aufstiegs-Relegation an Erzgebirge Aue scheiterte (0:0, 1:3). Das Gros der Mannschaft von Trainer Alois Schwartz (51) ist zusammengeblieben, markante Abgänge wurden kompensiert. „Die Karlsruher verfügen über eine enorme Qualität, sind abgezockt, gut bei Standards – wir müssen hellwach sein“, fordert Härtel. Er hebt das kreuzgefährliche KSC-Angriffsduo Marvin Pourie (15 Saisontore) und Anton Fink (12) noch hervor. „Das ist nicht immer schön, was sie spielen, aber enorm effektiv. Anton Fink braucht nicht viele Situationen. Wenn er die Bälle auf dem Fuß hat, sind sie meistens drin.“

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Trotz aller Widrigkeiten will seine eigene Mannschaft nicht als Punktelieferant auf die Baustelle Wildparkstadion fahren, wo gerade für 123 Millionen Euro eine neue Arena entsteht. „Uns ist nicht bange, dass wir für alles eine Lösung finden werden. Wir brauchen jetzt nicht schon nach Ausreden suchen“, sagt Härtel. „Wir wollen es den Karlsruhern so schwer wie möglich machen und selbst punkten.“ Seiner Rumpftruppe stärkt er dafür den Rücken: „Wir haben einen breiten Kader. Jetzt sind andere Jungs dabei, auch die haben Respekt verdient. Sie haben das Zeug, um in der 3. Liga eine gute Rolle zu spielen. Die sind jetzt dran und müssen das wuppen“, betont der Coach und hofft: „Ich habe solche Situationen schon erlebt. Das kann die Mannschaft auch zusammenschweißen.“

Jetzt abstimmen: Wen soll Hansa-Trainer Jens Härtel gegen den Karlsruher SC aufstellen?

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