12. April 2022 / 06:57 Uhr

Ausgangslage, Personal und Co.: die Lage beim FC Bayern vor dem Rückspiel gegen den FC Villarreal

Ausgangslage, Personal und Co.: die Lage beim FC Bayern vor dem Rückspiel gegen den FC Villarreal

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Coach Julian Nagelsmann (links) kann gegen den FC Villarreal wieder auf Lucas Hernandez zurückgreifen.
Bayern-Coach Julian Nagelsmann (links) kann gegen den FC Villarreal wieder auf Lucas Hernandez zurückgreifen. © Getty Images (Montage)
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Wird der Champions-League-Abend Bayern-like? Die Münchner Stars sind gegen den FC Villarreal gefordert. Es geht um alles oder nichts. "Es ist ein Spiel, das die Spieler lieben", sagt der Bayern-Coach. So ist die aktuelle Lage bei den Münchnern.

Vor dem Einschlafen hört Julian Nagelsmann gerne Audio-Dateien. Um vor wichtigen Spielen abzuschalten, wurde dem Trainer des FC Bayern auch schon Digital Detox empfohlen, also der Verzicht auf digitale Medien. Und ein Waldspaziergang würde Nagelsmann zum Runterkommen auch guttun. "Das habe ich noch nie gemacht am Abend vor dem Spiel", verriet der 34-Jährige lachend.

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Vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Villarreal ist Nagelsmann nach eigener Aussage jedenfalls nicht nervös. Er weiß aber, dass der Einzug ins Halbfinale gegen den erwarteten Kracher-Gegner FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp ein Muss für ihn und seine Mannschaft ist. "Es ist ein Spiel, das die Spieler lieben", sagte Nagelsmann vor der K.-o.-Partie. Ein Blick auf die aktuelle Situation bei den Münchnern.

Die Ausgangslage

Der deutsche Rekordmeister war im Hinspiel völlig indisponiert und muss ein 0:1 aufholen. Nagelsmann ist davon überzeugt, dass seine zuletzt so wechselhafte Mannschaft voll da ist, wenn es von ihr erwartet wird. "Wir haben auch in dieser Saison immer geliefert", versicherte der Bayern-Coach. Von seinen erfahrenen Stars fordert Nagelsmann mehr Einsatz. "Wir müssen unsere komplette Intensität des Spiels hochschrauben", verlangte er am Montag. Mit "schnellen, aggressiven Kombinationen" müsse der Europa-League-Sieger von Trainer Unai Emery unter Druck gesetzt werden. "Wir sollten ein paar deutsche Tugenden als Bayern München ins Spiel reinbringen."

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Die nächste Aufholjagd?

In der vergangenen Saison schied der FC Bayern im Viertelfinale der Champions League gegen Paris Saint-Germain aus. Nach einem 2:3 zu Hause reichte ein 1:0 im Prinzenpark nicht aus, weil damals noch die Auswärtstorregel griff. Diese ist zu dieser Saison aber wieder abgeschafft worden. Nach einer Auswärtsniederlage im Hinspiel einer K.-o.-Runde der Champions League kamen die Münchner dreimal weiter. 2014/15 gegen den FC Porto im Viertelfinale, 2011/12 gegen den FC Basel im Achtelfinale und 2006/07 gegen Real Madrid ebenfalls im Achtelfinale.

Süle fällt aus, Hernández wieder dabei

Nationalspieler Niklas Süle wird als erhoffter Stabilisator der Abwehr nicht dabei sein. Der 26-Jährige fehlt wegen einer Grippe. Das sei "bitter für uns und für ihn", sagte Nagelsmann. Dafür ist Weltmeister Lucas Hernández wieder einsatzbereit. Der französische Verteidiger hatte zuletzt wegen einer Oberschenkelprellung gefehlt. Der für seinen rund 30-minütigen Einsatz in der Bundesliga von Nagelsmann gelobte Marcel Sabitzer wird keinen Platz in der Startelf bekommen. Der Neuzugang von RB Leipzig müsse für Spieler mit "mehr Bayern-Identität" zurückstehen.

Wirbel um Leroy Sané

Nationalspieler Leroy Sané ist nicht der einzige Bayern-Star, der nicht in Topform ist. Serge Gnabry oder auch Thomas Müller blieben zuletzt hinter den Ansprüchen zurück. "Es gibt immer Höhen und Tiefen in einer Karriere", sagte Kapitän Manuel Neuer über den Offensivspieler. Um wieder in Topform zu kommen, brauche Sané "nicht viel". Er habe schließlich Erfahrung und sich auch international schon beweisen. Nach seiner Auswechslung am Samstag beim 1:0 gegen den FC Augsburg hatte Sané nur widerwillig mit Trainer Nagelsmann abgeklatscht. Als "nicht dramatisch" ordnete das der Coach der Münchner ein.

Der frühere Bayern-Star Lothar Matthäus sprach deutlich über die aktuelle Form von Sané. "Er wirkt unglücklich, scheint nicht ganz bei der Sache zu sein, winkt ab", schreibt der Rekordnationalspieler und TV-Experte am Montag in seiner aktuellen Kolumne für den Sender Sky: "Das muss schnellstmöglich gelöst werden, denn er ist so ein Ausnahme-Spieler, dass er in genau den Spielen, die jetzt anstehen, den Unterschied ausmacht. Dafür hat man ihn gekauft."