22. Mai 2022 / 12:48 Uhr

Ausgangslage, Personal und Co.: So geht Hertha BSC das Relegations-Rückspiel gegen den HSV an

Ausgangslage, Personal und Co.: So geht Hertha BSC das Relegations-Rückspiel gegen den HSV an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha BSC läuft im Rückspiel gegen den HSV einem Rückstand hinterher.
Hertha BSC läuft im Rückspiel gegen den HSV einem Rückstand hinterher. © Getty/IMAGO/Matthias Koch (Montage)
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Hertha BSC muss gegen den Hamburger SV am Montag einen 0:1-Rückstand umbiegen, um den Klassenerhalt in der Bundesliga noch zu sichern. Trainer Felix Magath sieht den Druck beim Zweitligisten aus der Hansestadt. Zudem gab er Einblicke in seine Personalplanungen.

Vor dem Relegations-Rückspiel hat Trainer Felix Magath von Hertha BSC dem Hamburger SV den größeren Druck zugewiesen. "Im Moment sind wir raus. Wir können ja nur noch gewinnen", sagte der 68-Jährige am Sonntag vor dem Spiel in der Bundesliga-Relegation beim Hamburger SV am Montag (20.30 Uhr/Sat.1 und mit Sky Ticket [Anzeige]). Magath gab sich kämpferisch. "Jetzt ist der HSV derjenige, der was zu verlieren hat. Jetzt ist der Druck beim HSV bei den Spielern und nicht mehr bei uns." Sein Team müsse die Situation annehmen, wie sie ist.

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Fredi Bobic ist sich sicher, dass die Berliner ein anderes Gesicht zeigen werden als beim enttäuschenden 0:1 im Hinspiel im heimischen Olympiastadion. "Ich habe die Überzeugung, dass die Jungs auch mit einer gewissen Wut reingehen in dieses Spiel", sagte der 50-Jährige. "Die Karten liegen auf dem Tisch. Es gibt jetzt nur noch dieses eine Spiel. Es ist wie ein Finale für uns." Hertha muss gewinnen, um den siebten Abstieg aus der Bundesliga noch zu verhindern.

Vielleicht sei sich das Team im Hinspiel zu sicher gewesen, meinte Bobic. "Wir brauchen diese Intensität, wenn sie die Leidenschaft reinbringen, wenn sie vielleicht auch ein bisschen wütend auf sich selbst sind“, sagte Bobic über seine Profis. "Wir haben so viele Nackenschläge gehabt. Aber der Trainer hat richtig gesagt: Die Jungs kamen auch immer wieder zurück."

Magath setzt auf erfahrenes Trio um Boateng

Trainer Magath setzt im Rückspiel gegen den HSV auf die Führungsspieler Santiago Ascacibar und Kevin-Prince Boateng sowie die Standards von Marvin Plattenhardt. "Mit Santi als Zweikämpfer, als sehr laufstarkem Mittelfeldspieler, der für den Gegner unangenehm ist, werden wir jemanden haben, der den Spielaufbau der Hamburger besser stören kann, als es im Hinspiel der Fall war", sagte der 68-Jährige am Sonntag. Der 25 Jahre alte Argentinier hatte beim 0:1 in Berlin am Donnerstag wegen einer Gelb-Sperre gefehlt. Ascacibar sei "ein ganz wichtiger Mentalitätsspieler", sagte Magath. Niklas Stark habe diese Rolle im Hinspiel wegen der Nachwehen eines Infekts nicht einhundertprozentig ausfüllen können.

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Auch Kevin-Prince Boateng spielt in den Planungen des Trainers weiter eine große Rolle. "Der Prince ist ein Finalspieler. Der weiß, wie das geht", sagte Magath. "Den braucht natürlich auch die Mannschaft." Boateng ist eine wichtige Führungsfigur im Kader der Berliner. Er war jedoch im Hinspiel auch nicht zum Einsatz gekommen. Hertha hat in Hamburg ihre letzte Chance, den siebten Abstieg aus der Bundesliga abzuwenden. Im Hinspiel waren die Berliner zu passiv und taten sich wie häufiger in den vergangenen Wochen schwer beim Herausspielen von Chancen.

Boateng solle in der Offensive für mehr Ordnung sorgen, meinte Magath. "Wir haben eben leider die Situation, dass wir in der Offensive keinen Spieler haben, der über eine konstante Torgarantie verfügt", betonte der Trainer. Umso wichtiger seien deswegen die Freistöße und Eckbälle von Außenverteidiger Plattenhardt. "Unsere größte Waffe ist, wenn Platte an Standardsituationen geht", meinte Magath weiter.

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