17. Dezember 2019 / 08:31 Uhr

Ausgerechnet Dauerrivale Aue lässt Dynamo Dresden hoffen

Ausgerechnet Dauerrivale Aue lässt Dynamo Dresden hoffen

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Niedergeschlagen wie so oft: Dynamos Florian Ballas, Rene Klingenburg und Jannis Nikolaou (v. l.) verloren auch in Osnabrück.
Niedergeschlagen wie so oft: Dynamos Florian Ballas, Rene Klingenburg und Jannis Nikolaou (v. l.) verloren auch in Osnabrück. © dpa
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Die Dresdner stecken tief im Abstiegskampf. Der Konkurrent aus dem Erzgebirge hat vorgemacht, wie man sich aus so einer Situation befreit.

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Osnabrück/Dresden. Von „totalem Versagen“ hatte vor zwei Wochen Dynamo Dresdens damaliger Cheftrainer Cristian Fiel im Anschluss an die 1:2-Heimniederlage gegen Holstein Kiel gesprochen. Mit reichlich Galgenhumor ließ sich nach Spiel eins unter Fiels Nachfolger Markus Kauczinski konstatieren, dass die Schwarz-Gelben konstant geblieben sind – konstant schlecht. Bei der 0:3-Auswärtspleite gegen den VfL Osnabrück stimmte Dynamos Leistung erneut vorn und hinten nicht.

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Die SG Dynamo Dresden verliert das erste Spiel unter dem neuen Trainer Markus Kauczinski mit 0:3. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden verliert das erste Spiel unter dem neuen Trainer Markus Kauczinski mit 0:3. ©

Die Abwehr leistete sich üble Wackler, Stellungsfehler und Denkpausen, der Sturm bekam kein Bein vors andere. „Ich bin nicht davon ausgegangen, dass wir Osnabrück an die Wand spielen. Aber wir sind nicht mal richtig in die Zweikämpfe gekommen oder auch an die zweiten Bälle. Das sind Basics, die wir reinkriegen müssen. Da geht es noch gar nicht um Fußball. Das war enttäuschend“, zeigt sich Markus Kauczinski nach seinem missratenen Debüt einigermaßen entsetzt. Ob mit oder ohne Ball: Dynamo präsentierte sich wie ein Absteiger: weniger Ballbesitz als der Gegner, eine schlechtere Passquote, eine geringere Laufleistung, eine üble Torschuss-Statistik, natürlich auch nicht so viele Flanken und Eckbälle – dafür mehr Fouls und Abseitsstellungen. Auch zum Abschluss einer insgesamt desolaten Hinrunde ist den Dresdner Profis mit der Ausnahme von Torwart Kevin Broll keine Zweitligareife zu attestieren. Nicht ohne Grund standen die Profis der Sportgemeinschaft an neun der 17 Spieltage auf einem der zwei direkten Abstiegsplätze. Die Spieler sind entnervt, die Fans frustriert.

Nur mit Kampf und harter Arbeit

Aktuell hat Dynamo drei Saisonsiege, vier Unentschieden und zehn Niederlagen zu Buche stehen – insgesamt 13 Zähler und eine Tordifferenz von -15. Exakt dies war zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison die Ausbeute des MSV Duisburg, der letztlich sang- und klanglos als Schlusslicht in die 3. Liga abstieg. Doch es gibt auch Hoffnung, denn vor drei Jahren hatte auch Erzgebirge Aue diese Ausbeute – sogar das Torverhältnis von 15:32 stimmte mit dem nunmehrigen Dresdner überein. Dann aber spielten die „Veilchen“ die sechstbeste Rückrunde der Liga und hielten die Klasse.



Die Rückrunde beginnt für Dynamo an diesem Freitag (18.30 Uhr) mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg. Viel Spielraum, um vor der Winterpause an den richtigen Stellschrauben zu drehen, hat der 49-jährige Kauczinski also nicht. „Wir müssen Dinge klar ansprechen und haben nicht viel Zeit, um uns auf die Couch zu legen und das rauszureden oder rauszumassieren“, so der erfahrene Cheftrainer, dessen Mannschaft in diesem Jahr so dringend noch ein Erfolgserlebnis gebrauchen könnte.

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„Das ist noch kein Endspiel. Wir wissen trotzdem, dass die Zeit davonrennt. Wir müssen realistisch sehen, wo wir stehen. Dort kommen wir nur mit Kampf und harter Arbeit raus“, weiß Kauczinski und erzählt: „Ich habe der Mannschaft schon vorher gesagt, dass es ein langes Rennen wird und dass man nicht aufgibt, sondern dass man wiederkommt und sowohl in der Aktion Comeback-Qualitäten braucht, als auch von Spiel zu Spiel Mir war schon klar, dass das eher ein Marathon wird als ein 100-Meter-Sprint.“

Mit Caroline Grossmann

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