31. Juli 2020 / 10:43 Uhr

Ausgerechnet Meister: Die Heimat der besten Fußball-Routiniers der Stadt befindet sich in Mörse

Ausgerechnet Meister: Die Heimat der besten Fußball-Routiniers der Stadt befindet sich in Mörse

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Heimat der meisterlichen Routiniers: Die TSG Mörse holte beide Titel bei den Altsenioren.
Die Heimat der meisterlichen Routiniers: Die TSG Mörse holte beide Titel bei den Altsenioren. © Privat
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Seit dem 27. Juni ist die Saison beendet, der Niedersächsische Fußball-Verband hat die Spielzeit abgebrochen. Dann durfte offiziell gerechnet werden. Denn: Um die Abschlusstabelle zu ermitteln, wurden die Punkte durch die Spiele geteilt. Der Quotient gab den Ausschlag. Damit heißt es nach dieser Saison im wahrsten Sinne des Wortes: „Ausgerechnet Meister!“ Zwei davon stellt die TSG Mörse in den unterschiedlichen Altersklassen der Altsenioren.

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Die besten Routiniers der Stadt haben ihr Zuhause in Mörse: Sowohl die Ü40- als auch die Ü50-Altsenioren sicherten sich den Kreisliga-Titel. Während die Ü40 nach fünf Jahren endlich mal wieder den VfL Wolfsburg hinter sich ließ, setzte sich die Ü50 in der neu geschaffenen Liga durch. Letztere hatten aber auch Anteil an der Meisterschaft der jüngeren Senioren.

So holte die Ü40 den Titel

2015 hatte die TSG zuletzt in dieser Altersklasse triumphiert, danach sicherte sich der VfL viermal in Folge den Titel. „Leider konnte die spannende Rückrunde nicht zu Ende gespielt werden“, bedauert TSG-Coach Klaus Teichmann, obwohl die Quotientenregel um 0,05 Punkte den Auschlag für sein Team gab. Das direkte Duell ging zwar an den VfL, aber dank eines 9:0 am 8. März bei der SG ESV/TSV Wolfsburg ging’s rechtzeitig vor der Unterbrechung, die letztlich in den Abbruch mündete, auf Platz eins zurück.

Mörses Ü40 ist eigentlich auch eine Ü32-, eine Ü50- und eine Ü60-Mannschaft In der Mannschaft sind von ehemaligen Bundesligaspielern wie VfL-Legende Siggi Reich bis hin zu Kreisklassen-Kickern alle vertreten, über 25 Spieler im Alter von 38 bis 66 Jahren gehören zum Meister. „Daran zeigt sich, was das Team ausmacht. Über viele Jahre hinweg sind hier im Seniorenbereich eine riesige Kameradschaft, eine hohe Identifikation mit dem Verein und viel Engagement gewachsen“, freut sich Teichmann, bei dem in Sachen Aufstellung Kreativität und Planungskalkül gefragt waren. „Leicht war es nicht, die Mannschaft zusammen zu stellen, da vielfach Doppelbelastungen gegeben waren.“

Sonntag für Sonntag sah der Kader der Ü40 deshalb anders aus. Teichmann: „Teilweise gab es bis zu sieben Wechsel in der Anfangsformationen gegenüber der Vorwoche. Umso erstaunlicher ist es, dass in fast allen Spielen die vermeintlichen Lücken erfolgreich geschlossen werden konnten. Die Mischung funktionierte fantastisch.“

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So holte die Ü50 den Titel

In der neu geschaffenen Ü50-Kreisliga Wolfsburg trug sich die TSG als erster Verein überhaupt in die Siegerliste ein. Mörse gewann alle Spiele und wurden im Premierenjahr mit einem Torverhältnis von 54:6 souverän Meister. Letztlich fehlten der TSG zwei Partien, um die Saison komplett zu beenden, so gab’s den Titel mit dem Quotientenbestwert von 3,00. Das TSG-Team setzte sich aus dem gestandenen Ü40-Kader und einigen Gastspielern aus Nachbarvereinen zusammen.

Torschützenkönig mit 20 Treffern wurde, „wie sollte es auch anders sein, unsere Tormaschine Sigi Reich“, so Teichmann.
Erfahrung im Ü50-Bereich konnten die Mörser übrigens bereits vorher sammeln. „Wir waren die Ersten, die an einer Endrunde um die Niedersachsenmeisterschaft aus dem Kreis Wolfsburg teilnahmen“, berichtet Teichmann. Inzwischen kommt das Team auf vier Endrundenteilnahmen, das beste Ergebnis bei der Niedersachsenmeisterschaft war der sechste Platz in 2019. Die TSG war es auch, die den Vorschlag für eine Ü50-Liga im Kreis Wolfsburg gemacht hat.

Teichmann: „Es ist klasse, dass erstmals fünf Teams um die Meisterschaft spielen konnten.“ Der TSG-Coach lobt aber nicht nur deshalb die Konkurrenz: „Die Ü50-Fußballer des VfL, TSV Ehmen, Post-SV und Atletico waren alle mit hohem Engagement, Verlässlichkeit und großer sportlicher Fairness dabei.“