29. Juli 2020 / 10:51 Uhr

Ausgerechnet Meister: Dieses Team wusste um seine "geile Truppe"

Ausgerechnet Meister: Dieses Team wusste um seine "geile Truppe"

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Meister in der Altsenioren-Kreisliga: Die Routiniers der SV Gifhorn.
Meister in der Altsenioren-Kreisliga: Die Routiniers der SV Gifhorn. © Privat
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Seit dem 27. Juni ist die Saison beendet, der Niedersächsische Fußball-Verband hat die Spielzeit abgebrochen. Dann durfte offiziell gerechnet werden. Denn: Um die Abschlusstabelle zu ermitteln, wurden die Punkte durch die Spiele geteilt. Der Quotient gab den Ausschlag. Damit heißt es nach dieser Saison im wahrsten Sinne des Wortes: „Ausgerechnet Meister!“ Einer davon: das Ü40-Team der SV Gifhorn aus der Altsenioren-Kreisliga Gifhorn.

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Alle Neune!

Für die SVG-Oldies hätte die Saison nicht besser laufen können: Aus neun Spielen, die vor Corona stattfinden konnten, gab's neun Siege – und ein bärenstarkes Torverhältnis von 48:8! Im Schnitt weniger als ein Gegentreffer und 5,33 eigene Tore pro Spiel – wer weiß, welche welche Höhen die SVGer in einer kompletten Saison noch erreicht hätten.

Eine Frage, die sich SV-Coach Robert Jatzkowski ebenfalls stellt. „Wir waren ein bisschen enttäuscht, dass die Saison abgebrochen wurde und hätten gern später weitergespielt. Über so einen Titel freut man sich nicht so richtig.“ Dass die Gifhorner eine so überzeugende Saison abliefern würden, hatten sie aber schon geahnt. „Wir wussten, dass wir eine geile Truppe haben“, so Jatzkowski.

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Rückblick 2019 im Gifhorner Sport ©

Denn: Im Sommer hatte sich das SV-Altherren-Team aufgelöst, „aus dem Kader sind einige 40 geworden“, so Jatzkowski. Entsprechend bekamen beide Altsenioren-Teams der SVG kräftig Zuwachs, „wir waren also gut besetzt.“ Das Highlight der Spielzeit: Gifhorn fertigte den alten Rivalen FC Brome mit 10:0 ab. „Das war schon eine Genugtuung, weil Brome immer unser größter Konkurrent war“, blickt Jatzkowski zurück – und spricht dabei bewusst in der Vergangenheitsform vom FC: Das Team löst sich aus personellen Gründen auf.

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Neue Konkurrenz

Macht einen Konkurrenten weniger - „aber wir finden es schade“, betont Jatzkowski. Immerhin: Das Altherren-Team des MTV Isenbüttel, an dem es in den vergangenen Jahren kein Vorbeikommen gab, „geht geschlossen zu den Altsenioren“, weiß Gifhorns Coach. „Außerdem wird auch die SG Leiferde/Hillerse gut dabei sein. Die nächste Saison wird interessant.“ Die nun abgebrochene nahmen die Gifhorner derweil mit Humor: Zum Saisonabschluss gab's Meistershirts im Corona-Look – angelehnt an die gleichnamige mexikanische Biermarke.