28. September 2019 / 20:27 Uhr

Ausgleich in letzter Sekunde: Babelsberg 03 verspielt Sieg beim Tabellenführer

Ausgleich in letzter Sekunde: Babelsberg 03 verspielt Sieg beim Tabellenführer

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Der SV Babelsberg 03 (rote Trikots) holte ein 3:3 bei Hertha BSC II.
Der SV Babelsberg 03 (rote Trikots) holte ein 3:3 bei Hertha BSC II. © Matthias Schütt
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Regionalliga Nordost: In der 89. Minute geht der SV Babelsberg 03 mit 3:2 in Führung, doch Hertha BSC II kommt in der 3. Minute der Nachspielzeit noch zum Ausgleich.

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Hertha BSC II - SV Babelsberg 03 3:3 (0:0). Tore: 0:1 Dombrowa (48.), 1:1 Ngankam (66.), 1:2 Reimann (76.), 2:2 Ngankam (83.), 2:3 Kaya (89.), 3:3 Pronichev (90.+3).

So wechselhaft und unvorhersehbar wie sich das Wetter am vergangenen Sonnabend im Berliner Amateurstadion im Olympiapark mit Sonne, Wolken und Regenschauer zeigte, gestaltete sich am 10.Spieltag auch das Fußball-Regionalligaspiel zwischen Hertha BSC II und dem SV Babelsberg 03. Am Ende einer turbulenten Partie, die vor allem in Halbzeit zwei torreich war, mussten sich beide Mannschaften vor rund 1000 Zuschauer mit einem 3:3 (0:0)-Remis begnügen.

SVB dreimal in Führung

„Am Ende ist es bitter und ärgerlich, dass wir in der Nachspielzeit noch den dritten Gegentreffer bekommen und nicht gewinnen“, schätzte SVB-Trainer Marco Vorbeck ein, dessen Team durch Tore von Tobias Dombrowa, Sven Reimann und Yasin-Celam Kaya dreimal in Führung ging, diese aber nicht über den Abpfiff brachte. „Wir wussten, dass man Babelsberg nicht einfach im Vorbeigehen schlägt. Das hat sich am Ende bestätigt“, analysierte Hertha II-Trainer Andreas „Zecke“ Neuendorf. „Wir haben bis zum Schluss nicht aufgegeben.“ Damit warten die Filmstädter als einzige Mannschaft der gesamten Nordoststaffel noch auf einen Sieg. Mit nun sieben Punkten auf dem Konto belegen die Babelsberger aktuell Rang 16.

Dabei bestimmten die Hausherren unter Augen von Hertha-Manager Michael Preetz von Beginn an über Partie, fielen immer wieder mit schnellen Spielzügen in die Spitze auf, schafften es aber nicht SVB-Keeper Marvin Gladrow zu überwinden. Dieser zeigte sich in mehren Situationen als sicherer Rückhalt und parierte stark gegen Timur Gayret (20.) oder Palko Dardai (23./32.). Als der 29-Jährige doch einmal geschlagen war, landete der Ball von Daishawn Redan (19.) aber nur am Querbalken. Den Babelsbergern, die in der Vorwoche noch mit 0:4 gegen die VSG Altglienicke verloren, kamen dagegen kaum zu gefährlichen Aktionen vor der Halbzeit.

In Bildern: Von Hermann Andreev bis Predrag Uzelac: Die Trainer des SV Babelsberg 03 seit 2003.

Von Hermann Andreev bis Marco Vorbeck: Die Trainer des SV Babelsberg 03 seit 2003. Zur Galerie
Von Hermann Andreev bis Marco Vorbeck: Die Trainer des SV Babelsberg 03 seit 2003. © Jan Kuppert
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Dies änderte sich nach Wiederanpfiff aber schnell. Eine feine Kombination der Babelsberger über die rechte Angriffsseite verwertete Tobias Dombrowa nur drei Minuten nach der Pause – 1:0. Daraufhin erhöhten die Gastgeber den Druck und die Kiezkicker hatten einige gefährliche Momente zu überstehen. In Minute 66 war es dann der eingewechselte Jessic Ngankam, der mit einem feinen Schuss SVB-Keeper Gladrow keine Chance ließ und zum 1:1-Ausgleich traf. Doch die Gäste, von mehreren Hundert Fans unterstützt, steckten nicht auf und nach einer Ecke netzte Sven Reimann zum 2:1 ein. Diese Führung hielt allerdings in einer wilden Schlussphase nur sieben Minuten. Denn erneut war es der Herthaner Ngankam, der mit einem Fernschuss zum 2:2 traf.

Die Antwort der Babelsberger, mit Unterstützung der Berliner Hintermannschaft, ließ aber nicht lange auf sich warten und einen Abwehrfehler nutzte der eingewechselte Yasin-Cemal Kaya zur erneuten Gästeführung zum 3:2 (89.). Dies sollte aber nicht der Schlusspunkt einer nervenaufreibenden Schlussphase sein. Denn der Berliner Maxim Pronichev machte in der vierten Minute der Nachspielzeit alle Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg der Filmstädter zu Nichte und markierte den Treffer zum 3:3-Endstand. „Wir können eine Menge aus dem Spiel mitnehmen. Ein Sieg gegen den Tabellenführer wäre aber schon geil gewesen“, resümierte Vorbeck, der nun auf sonnige Zeiten am Babelsberger Park hofft. Am besten schon im Heimspiel am Sonnabend gegen Rot-Weiß Erfurt (Anstoß 13.30 Uhr/Karl-Liebknecht-Stadion).

Babelsberg 03: Gladrow – Wilton, Rode, Awassi, Cepni – Reimann – Wolf (64. Rangelov), Montcheu (70. Kaya), Danko, Dombrowa – Nattermann (90.+2 Bobkiewicz)

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