26. Oktober 2020 / 19:35 Uhr

Ausländische Tennis-Asse erkämpfen in Dresden beide Titel

Ausländische Tennis-Asse erkämpfen in Dresden beide Titel

Rolf Becker
Emily Welker war die einzige Dresdnerin, die die erste Runde überstand. Doch dann unterlag sie der späteren Turniersiegerin.
Emily Welker war die einzige Dresdnerin, die die erste Runde überstand. Doch dann unterlag sie der späteren Turniersiegerin. © Steffen Manig
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Für die einheimischen Starter gab es bei den Offenen Ostdeutschen Tennis-Meisterschaften in Elbflorenz nichts zu holen.

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Dresden. Bei den gut besetzten 7. Offenen Ostdeutschen Hallentennis-Meisterschaften erkämpften in der Dresdner Halle Hepkestraße mit dem Kolumbianer Eduardo Struvay und der Russin Anastasia Pribylova ausländische Asse beide Titel. Der 28-jährige Struvay, der für Kolumbien auch schon im Daviscup zum Einsatz kam und in Deutschland in Düsseldorf für den TC Kaiserswerth spielt, gab im gesamten Verlauf des Turniers keinen Satz ab. Auch das Endspiel gegen Timo Stodder (Nummer 40 der deutschen Rangliste/LTTC Rot-Weiß Berlin) gewann der Kolumbianer nach umkämpftem ersten Satz noch klar mit 7:5, 6:2. Die wie Struvay ebenfalls in der Weltrangliste geführte Anastasia Pribylova, die für den SC Condor Hamburg spielt, dominierte die Konkurrenz ebenfalls deutlich und blieb auch ohne Satzverlust. Im Endspiel bezwang die Russin die etwas überraschend so weit gekommene Hannah Nagel (TC Bad Homburg) mit 6:2, 6:4.

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Bester Spieler eines sächsischen Vereins war Aliaksandr Bulitski, der vor einer Woche das Premierenturnier in Espenhain gewonnen hatte. Der 27-Jährige aus Belarus spielt für den erst vor Kurzem gegründeten Verein Tennisleistungszentrum Espenhain und erreichte immerhin das Viertelfinale. Auf den Weg dorthin bezwang er mit Michel Hopp (TC Ruhla) und Alessio Vasquez-Gehrke (Berliner TTC Grün-Weiß) zwei deutsche Ranglistenspieler.

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Für die zahlenmäßig große Dresdner Streitmacht gab es in diesem Klassefeld nichts zu holen. Von den sieben Dresdnern (vier Herren, drei Damen) war für sechs bereits in der ersten Runde Endstation. Auch der aktuelle sächsische Landesmeister Mark Tanz und die große Nachwuchshoffnung Clara-Marie Schön (beide Blau-Weiß Blasewitz) schieden bereits in ihrem ersten Spiel aus. Während aber Tanz mit der 3:6, 6:3, 4:10-Niederlage gegen den fast 400 Plätze hinter ihm in der deutschen Rangliste platzierten Stuttgarter Zino Preis (TEC Waldau Stuttgart) für eine herbe Enttäuschung sorgte, ist die 1:6, 6:7-Niederlage der 14-jährigen Schon gegen Dana Heimen (TC Ludwigshafen-Oppau) eher ein „normales“ Ergebnis. Denn die Spielerin aus Ludwigshafen ist drei Jahre älter als die Dresdnerin und steht exakt 80 Plätze vor ihr in der deutschen Rangliste.

Mit Emily Welker (Blau-Weiß Blasewitz) überstand nur eine Dresdnerin die erste Runde. Die 20-Jährige bezwang mit der Hamburgerin Anna Barbora Janovic eine Spielerin klar mit 6:2, 6:2, die nur 30 Plätze hinter ihr in der deutschen Rangliste steht. Danach traf sie auf die spätere Siegerin Anastasia Pribylowa und bot auch gegen sie eine solide Leistung. Doch zu knacken war diese harte Nuss für sie nicht. Bei ihrer 3:6, 4:6-Niederlage erreichte sie aber eines der besten Ergebnisse gegen die spätere Turniersiegerin. Am Ende konnten auch zwei Dresdner wenigstens noch ein bisschen jubeln. Denn aus den Nebenrunden, an denen die Verlierer der ersten Hauptrunde teilnehmen dürfen, gingen Clara-Marie Schön und Mark Tanz als Sieger hervor.