04. Februar 2021 / 17:54 Uhr

Ausnahmegenehmigung verweigert: RB Leipzig verliert Heimvorteil gegen Liverpool

Ausnahmegenehmigung verweigert: RB Leipzig verliert Heimvorteil gegen Liverpool

Guido Schäfer / Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Das Champions-League-Spiel zwischen RB und dem FC Liverpool wird nicht in Leipzig stattfinden können. 
Das Champions-League-Spiel zwischen RB und dem FC Liverpool wird nicht in Leipzig stattfinden können.  © imago images/Picture Point LE
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RB Leipzig gegen den FC Liverpool in der Red-Bull-Arena, das wird  es nicht geben, zumindest nicht in dieser Saison. Der Antrag der Messestädter auf eine Ausnahme von der aktuell geltenden Einreisesperre für das englische Team wurde von den deutschen Behörden abgelehnt.

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Leipzig. Es war eine vage Hoffnung. Sie hat sich zerschlagen. Die Bundespolizei erteilt dem FC Liverpool keine Ausnahmegenehmigung für die Einreise nach Deutschland. Damit kann das für den 16. Februar angesetzt Hinspiel im Achtelfinale der Champions League zwischen RB Leipzig und der Klopp-Elf nicht in der Messestadt stattfinden. Die Bild hatte am Donnerstag unter Berufung auf Informationen aus dem Bundesinnenministerium zuerst darüber berichtet. Nach SPORTBUZZER-Informationen ist das zutreffend. RB sucht demnach nun nach einer Ausweichsspielstätte und favorisiert London.

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Hintergrund ist eine mindestens bis zum 17. Februar geltende bundesweite Einreisesperre für Menschen aus Corona-Mutationsgebieten. Großbritannien gehört dazu. Die Verordnung sieht nur wenige Ausnahmen vor, etwa für Personen, die ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben oder den Warenverkehr. Profisportler auf Wettkampfreise gehören ausdrücklich nicht dazu. Darauf hatte das Ministerium bereits zu Wochenbeginn hingewiesen. Die UEFA-Regularien zwangen RB als gastgebenden Verein dennoch dazu, sich um eine Ausnahme zu bemühen, auch wenn für deren Erteilung die Rechtsgrundlage fehlt.

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Die Messestädter trifft die Entscheidung der Behörde mithin nicht unvorbereitet, obwohl sich eine weitere Hürde ergibt. Denn nach SPORTBUZZER-Informationen hat der FC Liverpool einen möglichen Tausch des Heimrechts abgelehnt. Der wäre zwar eine schnelle Lösung gewesen, hätte das Problem aber ohnehin möglicherweise lediglich aufgeschoben statt aufgehoben. Denn ob die Einreisesperre tatsächlich am 17. Februar ausläuft, ist aktuell völlig unklar und abhängig von der Entwicklung der Corona-Pandemie. Eine Verlängerung gilt als nicht unwahrscheinlich - und würde im Übrigen auch Borussia Mönchengladbach in Zugzwang bringen. Denn deren Achtelfinal-Hinspiel gegen Manchester City ist für den 24. Februar angesetzt.



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RB Leipzig bleibt nun nur noch eine Möglichkeit, wollen sie die Partie nicht 0:3 gegen sich gewertet bekommen: die Benennung einer Ausweichspielstätte. Dafür haben die Verantwortlichen laut UEFA-Regularien bis zum 8. Februar, also kommenden Montag, Zeit. Die Spielstätte muss sich in einem Mitgliedsland der UEFA befinden. Wie der SPORTBUZZER am Donnerstag erfuhr, ist eine Austragung der Partie in London wahrscheinlich. RB möchte auf keinen Fall sein Heimrecht an Liverpool abgeben und zweimal an der Anfield Road antreten.