18. April 2021 / 19:13 Uhr

Ausrufezeichen beim Aufstiegskampf: VfL Potsdam besiegt Eintracht Hildesheim (mit Galerie)

Ausrufezeichen beim Aufstiegskampf: VfL Potsdam besiegt Eintracht Hildesheim (mit Galerie)

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
18.04.2021, Handball 3.Bundesliga, Punktspiel, 1.VfL Potsdam - Eintracht Hildesheim, MBS-Arena Potsdam  
im Bild: v.l.
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung fuhren die Handballer des VfL Potsdam die ersten zwei Punkte in der Aufstiegsrunde ein. © Julius Frick
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Die Adler aus der Landeshauptstadt besiegen die Niedersachsen nach starker Leistung mit 30:24 und fahren in der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga die ersten Zähler ein.

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Dass der VfL Potsdam enormes Potenzial in den eigenen Reihen hat, weiß Trainer Daniel Deutsch selbst. Jene Qualität aber auch auf die Platte zu bringen, dies sei eine Kunst, sagte er zuletzt. Am Sonntagnachmittag, im ersten Heimspiel der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga, schaffte sein Team in der MBS-Arena genau das. Kampf, Leidenschaft und Wille gepaart mit Vollgas-Handball verhalfen den Hausherren zum hochverdienten 30:24 (16:11)-Erfolg gegen Eintracht Hildesheim.

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Nach der 26:32-Auftaktniederlage vor Wochenfrist bei Eintracht Hagen hat der VfL die ersten zwei Zähler auf der Habenseite. „Ich würde diesen Sieg nicht als Reaktion auf das Spiel in Hagen bezeichnen, dafür hat Hagen eine zu starke Truppe beisammen. Für uns war es heute einfach wichtig, einen Fuß in diese Runde zu bekommen“, resümierte Potsdam-Trainer Daniel Deutsch nach der Partie.

In Bildern: VfL Potsdam lässt Eintracht Hildesheim keine Chance.

Die Schützlinge von Adler-Trainer Daniel Deutsch lassen der Hildesheimer Eintracht beim 30:24 (16:11)-Heimerfolg keine Chance. Zur Galerie
Die Schützlinge von Adler-Trainer Daniel Deutsch lassen der Hildesheimer Eintracht beim 30:24 (16:11)-Heimerfolg keine Chance. © Julius Frick

In der Anfangsphase bekamen beide Torhüter – Jan Jochens beim VfL und Jakub Lefan im Eintracht-Gehäuse – kaum eine Hand an den Ball. Der Gästetreffer zum 5:4 (9. Minute) sollte gleichbedeutend mit der letzten Hildesheimer Führung sein. Die Potsdamer Adler hatten nämlich eine beeindruckende Antwort parat. Binnen sieben Minuten schraubten die Schützlinge von Trainer Daniel Deutsch das Resultat dank eines 6:0-Laufs auf 10:5. „Wir haben in der Abwehr einfach überragend gearbeitet, jeder wollte Verantwortung übernehmen, die Last hat sich auf mehrere Schultern verteilt“, sagte der VfL-Coach über die Stärke seines Teams.

Eine schwer zu knackende Deckung, schnelle Tempogegenstöße und Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor zeigten die Gastgeber noch einmal unmittelbar vor der Pausensirene. In einer Phase, in der die Niedersachsen bis auf zwei Tore herankamen, sich mit unnötigen Zeitstrafen jedoch selbst in die Bredouille brachten. Drei Potsdamer Treffer in Serie sorgten für eine beruhigende Pausenführung – 16:11. „Es war klar, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht einen Prozent weniger investieren durften“, warnte Deutsch. Seine Mannen hörten.

Am kommenden Wochenende bei Empor Rostock zu Gast

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der VfL konzentriert und hielt den Staffelkonkurrenten aus der 3. Liga Nord-Ost stets auf Abstand – näher als auf vier Tore kam Hildesheim nicht mehr heran. Trotz der verbesserten Torhüterleistung in den zweiten 30 Minuten – Leon Krka ersetze Lefa zwischen den Eintracht-Pfosten – sah Gästecoach Jürgen Bätjer mit dem VfL Potsdam einen gerechten Sieger: „Uns hat die Emotionalität gefehlt, das hatten wir anders geplant. Es zeichnet sich ein spannender Kampf in unserer Gruppe ab.“ Recht hat er, immerhin konnten nun schon fünf der sieben Zweitliga-Aspiranten mindestens einen Sieg einfahren.

Umso wichtiger waren die zwei Zähler für den VfL, dessen Trainer Daniel Deutsch nur wenig auszusetzen hatte: „Das Ergebnis spricht für sich, Hildesheim besiegt man nicht mal eben im Vorbeigehen mit sechs Toren Unterschied.“ Den positiven Schwung wollen die Adler mit an die Ostseeküste nehmen, wo sie am Sonntag beim HC Empor Rostock gefordert sind. Empor verlor überraschend in Braunschweig. Alles scheint möglich – auch für den VfL.

VfL: Jochens, Pellegrini – Heinis (2), Struck (3), Simic, Schwarz (3/2), Lichtlein (2), Machner, Spengler (5), Flödl (1), Ende (2), Akakpo (5), Rebelo, Suana (4), Urios Gonzalez (1), Roosna (2)