22. September 2021 / 15:01 Uhr

Ausscheidungskampf: Chance für Verbandsmeister Bier auf Box-WM

Ausscheidungskampf: Chance für Verbandsmeister Bier auf Box-WM

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Zurück im Ring: Am Samstag bestreitet Nick Bier (l.) einen WM-Ausscheidungskampf gegen Deniel Krotter in Schwerin.
Zurück im Ring: Am Samstag bestreitet Nick Bier (l.) einen WM-Ausscheidungskampf gegen Deniel Krotter in Schwerin. © Sebastian Preuß
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Der Gifhorner Weltergewichts-Boxer Nick Bier bestreitet am Samstag einen WM-Ausscheidungskampf in Schwerin gegen Deniel Krotter. Am selben Tag stehen in Gifhorn die letzten Finalkämpfe der Verbandsmeisterschaften auf dem Programm. 

Den Titel des Verbandsmeisters hat Gifhorns Nick Bier in der Tasche, der Blick des Weltergewichts geht Richtung Weltmeisterschaft. Am Samstag steigt der WM-Ausscheidungskampf in Schwerin gegen Deniel Krotter. Die Bilanz der beiden ist ausgeglichen, zwei Kämpfe gingen an Bier, zwei an Krotter. Letztmals gab es den Fight vor einem halben Jahr in Köln, mit einem knappen Sieg nach Punkten für Krotter. Für Trainer Vitali Boot war es aber kein Kampf auf Augenhöhe, da Bier durch Prüfungen für seine Berufsausbildung nicht wie gewohnt trainieren konnte. „Es war nicht der Nick, den man kennt. Ich gehe davon aus, dass es jetzt besser laufen wird“, so Boot.

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Boot geht davon aus, dass der Sieger an der Weltmeisterschaft im serbischen Belgrad (15. bis 25. Oktober) teilnehmen wird. „Nick und Deniel sind in Deutschland die besten Boxer im Weltergewicht.“ Der Heimvorteil liegt bei Krotter, der in Schwerin aufs Internat geht und zweimal am Tag am Bundesstützpunkt trainiert. Doch ist der Boxkampf vor heimischer Kulisse wirklich ein Vorteil? „Das könnte Nick anstacheln und ihm einen extra Schub Motivation geben“, so Boot.

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Vor eineinhalb Wochen war der Heimvorteil für Bier selbst zumindest kein Nachteil. In der Gifhorner Johann-Trollmann-Halle gewann er gegen den Braunschweiger Julien Michailov und wurde Verbandsmeister, wie auch Rasul Khasaev (bis 42 Kg). Am Samstag, parallel zu Biers Kampf, stehen die weiteren Finalkämpfe bei den Verbandsmeisterschaften des Verbandsmeisterschaften des Boxverbands Hannover-Braunschweig-Lüneburg (HBL) an, für Trainer Boot wird es ein ereignisreicher Tag. Nach dem Kampf in Schwerin steigt er ins Auto, um nach rund 200 Kilometern bei den Titelkämpfen von Remi Bojani (bis 57 Kg), Paul Werner (bis 63 Kg) und Arjan Shala (bis 81 Kg) anwesend sein zu können. „Ich habe darum gebeten, dass ihre drei Kämpfe erst zum Schluss stattfinden sollen“, so Boot, der mit einem Lachen hinzufügt. „Bis dahin müssen der 1. Vorsitzende Andreas Strom und meine rechte Hand Serge Koschkin erst einmal ohne mich auskommen.“

Dass Bojani, Werner und Shala das Zeug dazu haben, Verbandsmeister zu werden, da ist Boot sich sicher. „Sie haben alle schwere Gegner, aber wir sind überzeugt, dass sie es schaffen. Es sind alles Elite-Boxer und es wäre wichtig, wenn sie auch Meister werden.“ Ein weiterer Titelträger ist Mohamad Ekko (bis 91 Kg), der sich zuvor gegen Veit Brandes (Wolfenbüttel) durchgesetzt hatte und ohne weiteren Kampf Verbandsmeister wird. Ekko würde im Finale mit Gian-Luca Miceli auf einen Gifhorner Vereinskollegen treffen, „deshalb haben wir den Kampf zurückgezogen“, begründet Boot.