24. November 2019 / 11:05 Uhr

„Ausschneiden“ und „Screenshot machen“: Aue genießt die Tabelle

„Ausschneiden“ und „Screenshot machen“: Aue genießt die Tabelle

dpa
22.11.2019, Sachsen, Aue: Fußball: 2. Bundesliga, FC Erzgebirge Aue - FC St. Pauli, 14. Spieltag, im Sparkassen-Erzgebirgsstadion. Aues Florian Krüger (r) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit Dimitrij Nazarov. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Aues Florian Krüger: „Die Tabelle kann man sich auch ausschneiden und dann ein paarmal angucken. Aber nicht die Platzierung zählt, sondern die Punkte.“ © dpa
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23 Punkte nach dem 14. Spieltag: Bei Erzgebirge Aue sorgt der Blick auf die Tabelle für viel Freude. Florian Krüger will die Euphorie keinesfalls bremsen. Beim Stürmer ist auch aus persönlichen Gründen das Selbstvertrauen zurück.

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Aue. Die Spieler von Erzgebirge Aue haben am Wochenende sehr häufig auf ihr Handy geschaut. Das Interesse galt vor allem der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga. „Ich werde einen Screenshot davon machen. Nach 14 Spieltagen so weit vorn zu stehen, ist schon ein schönes Gefühl“, sagte Stürmer Pascal Testroet. Sein Teamkollege Florian Krüger mag es etwas altmodischer: „Screenshot? Die Tabelle kann man sich auch ausschneiden und dann ein paarmal angucken. Aber nicht die Platzierung zählt, sondern die Punkte.“

23 Zähler stehen nach dem 3:1 gegen den FC St. Pauli auf dem Auer Konto. Die Sachsen liegen damit weit über den Erwartungen und zählen bislang zu den großen Überraschungsteams der Liga. Geht es nach Krüger, sollen seine Auer noch möglichst lange ganz vorn mitmischen: „Jetzt wollen wir mehr. Wenn wir so weitermachen, können wir bis zur Winterpause noch einiges mitnehmen. Alles ist drin, wir können jedes Team schlagen.“

An Krüger kommt Schuster nicht vorbei

Krügers Euphorie ist auch in seiner persönlichen Situation begründet. Der 20 Jahre alte Stürmer war unter Ex-Trainer Daniel Meyer Stammspieler und feierte mit einem Tor und zwei Vorlagen in den ersten beiden Saisonspielen einen guten Saisonstart. Unter dem neuen Coach Dirk Schuster kam Krüger zunächst nur zu Kurzeinsätzen. Im letzten Spiel vor der jüngsten Länderspielpause beim Karlsruher SC (1:1) glänzte der gebürtige Staßfurter, der beim 1. FC Magdeburg und später beim FC Schalke 04 im Nachwuchsbereich kickte, als Vorbereiter. Gegen St. Pauli durfte er erneut in der Startelf ran.

„Die Erleichterung ist schon sehr groß, aber ich habe nie an mir gezweifelt und immer an mich geglaubt. Ich habe dem Trainer gezeigt, dass ich da bin und ins Team will. Jetzt bin ich da und habe meine Chance genutzt“, sagte Krüger. Gegen St. Pauli traf er zur 1:0-Führung, vor dem zweiten Treffer holte der Blondschopf den von Dimitrij Nazarov verwandelten Handelfmeter heraus. Darüber hinaus glänzte er erneut mit seiner Schnelligkeit und seiner guten Übersicht. An Krüger kommt Schuster derzeit nicht vorbei.

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Besetzung Mittelfeld!?

Dabei spielt das Angreifer-Talent aktuell nicht einmal auf seiner angestammten Position als Mittelstürmer. Im 4-2-3-1-Sytem von Schuster muss er im Mittelfeld auf der Außenbahn ran. Doch Krüger zieht es häufig in die Mitte Richtung gegnerisches Tor. „Ich habe mich damit angefreundet. Die Abläufe klappen immer besser. Ich kann oft in die Halbräume gehen, das liegt mir ganz gut. Aber Stürmer bleibt man ein Leben lang“, sagte Krüger, der auch am Samstag beim VfL Bochum wieder gesetzt sein wird.

Dafür muss Schuster in dieser Woche an der Neubesetzung seines Mittelfeldes arbeiten. Zum rotgesperrten Jan Hochscheidt gesellten sich nach dem Spiel gegen St. Pauli auch noch die beiden zentralen Abräumer Philipp Riese und Clemens Fandrich, die beide ihre jeweils fünfte Gelbe Karte kassierten. „Das ist eine außergewöhnliche Situation, aber wir haben auch in der Hinterhand noch starke Männer. Die Jungs, die in Bochum ran dürfen, werden alles reinhauen“, meinte Krüger.

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