10. Januar 2022 / 12:39 Uhr

Ausschreitungen in Melbourne: Polizei geht mit Pfefferspray gegen Djokovic-Fans vor

Ausschreitungen in Melbourne: Polizei geht mit Pfefferspray gegen Djokovic-Fans vor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Polizei ging gegen Fans von Novak Djokovic mit Pfefferspray vor.
Die Polizei ging gegen Fans von Novak Djokovic mit Pfefferspray vor. © dpa/Getty (Montage)
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Fans von Tennis-Superstar Novak Djokovic haben in der australischen Metropole Melbourne für Ausschreitungen gesorgt. Wie die ansässige Zeitung "The Age" berichtet, habe die Polizei eingreifen müssen und sei mit Pfefferspray gegen die Anhänger vorgegangen.

Unschöne Bilder aus Melbourne: Im Rahmen der Affäre um Tennis-Superstar Novak Djokovic ist es in der australischen Metropole zu Ausschreitungen gekommen, an denen Anhänger des Serben beteiligt waren. Fans von Djokovic hatten sich schon den Tag über in der Stadt versammelt. Am Abend zogen sie dann in Melbournes Central Business District vor das Gebäude, in dem sich der 34-Jährige aufhielt. Die Masse habe dann ein Auto umschlossen, in dem die Anhänger den Tennis-Star vermuteten, schreibt die Melbourner Zeitung The Age. Die Polizei habe eingegriffen und auch Pfefferspray benutzt, um die Personen von dem Fahrzeug abzuhalten.

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Djokovic hatte am Montag einen Sieg vor einem Gericht in der Metropole in Victoria errungen. Der Serbe war am 5. Januar ohne Impfung gegen das Coronavirus eingereist, um an den am 17. Januar beginnenden Australian Open teilzunehmen. Die Grenzbehörden wollten ihm daraufhin das Visum entziehen. Djokovic verwies jedoch darauf, dass er erst im Dezember eine Corona-Infektion überstanden hatte, was ihn von der Einreisebestimmung befreie. Das Gericht gab ihm am Montag Recht, der zuständige Richter sagte: "Was sonst hätte er noch tun sollen?" Djokovic durfte daraufhin dass Hotel verlassen, in dem er in Abschiebegewahrsam war.

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Vorüber ist die Affäre um Djokovics Einreise damit allerdings noch nicht. Der australische Einwanderungsminister Alex Hawke kann das Visum ohne Angaben von Gründen entziehen. Am Montagabend behielt er sich diesen Schritt ausdrücklich vor. Djokovic könnte dann auch eine dreijährige Einreisesperre drohen.

Bei den Australian Open wollte der "Djoker" eigentlich um einen Rekord kämpfen: Die Titelverteidigung beim "Happy Slam" in Melbourne würde den 21. Grand-Slam-Titel für den serbischen Ausnahmekönner bedeuten. Der Weltranglistenerste würde sich damit von Roger Federer und Rafael Nadal absetzen und alleine auf den Tennis-Thron klettern.

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