01. September 2016 / 09:26 Uhr

"Äußerungen sind schäbig": So reagiert Germania Egestorf auf die Vorwürfe

"Äußerungen sind schäbig": So reagiert Germania Egestorf auf die Vorwürfe

Gunnar Mennkens und Heiko Rehberg
Peiner Allgemeine Zeitung
Beim Landespokal-Halbfinale im Frühjahr gegen den VfL Osnabrück war das Stadion der Germanen erstmals in der Vereinsgeschichte ausverkauft.
Beim Landespokal-Halbfinale im Frühjahr gegen den VfL Osnabrück war das Stadion der Germanen erstmals in der Vereinsgeschichte ausverkauft. © Tim Müller
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Zu große Nähe zum NFV? Das sagt Vereinspräsident Torsten Seebeck.

Mehr als vier Clubs: Arminia, Wunstorf, Havelse und der HSC bezogen auf ihren Vereinshomepages mit einem gleichlautenden Text Stellung zur ihrer Meinung nach übergroßen Nähe zwischen dem Niedersächsischen Fußballverband und dem 1. FC Germania Egestorf/Langreder (hier die ganze Geschichte). Hier die Version von der Homepage des HSC:

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  • „Im Zusammenhang mit dem Erscheinen des Artikels von René Martens im Online-Portal des Spiegels und seinen Folgeartikeln möchte der HSC noch einmal deutlich unterstreichen, dass Rechtsanwalt Jürgen Scholz nicht nur eine Einzelmeinung, sondern vielmehr die offizielle Meinung von vier größeren Vereinen sowie weiteren darüber hinaus vertritt. Dies kam bei Gesprächsrunden der beteiligten Vereine untereinander, bei denen auch der aktuelle Vorstand des HSC als einer der vier Vereine vertreten war, welche eine Anfrage an den NFV richteten, deutlich heraus.“*

Und was sagt der 1. FC Germania Egestorf/Langreder dazu? Torsten Seebeck, Inhaber der Barsinghäuser Unitec-Gruppe, ist seit sechs Jahren Präsident des Vereins, der im März 2001 aus einem Zusammenschluss der Fußballsparten vom TSV Egestorf und TSV Langreder entstanden ist. Seebeck findet „die verbreiteten Äußerungen schäbig“, er frage sich, ob dahinter womöglich „Neid“ stecke. Zu Fragen, wie viele aktuelle oder frühere Germania-Spieler Jobs im Umfeld des NFV hätten, verweist Seebeck auf den Verband: „Dessen Funktionäre sind es, die angegriffen worden sind.“

Ein direktes oder indirektes „Sponsoring“ kann der Germania-Präsident nicht erkennen. Man dürfe nicht vergessen, dass der NFV in Barsinghausen einer der größten Arbeitgeber sei. Beim 1. FC Germania will man sich demnächst intern mit den Vorwürfen beschäftigen. Seebeck bedauert, dass in den Hintergrund rücke, welch gutes Image sich der Verein aufgebaut habe und wie viel der Club und dessen Ehrenamtliche für Barsinghausen getan hätten.