31. Januar 2020 / 14:38 Uhr

Alexander Zverev verliert Halbfinale der Australian Open gegen Dominic Thiem: Dennoch Lob von Boris Becker

Alexander Zverev verliert Halbfinale der Australian Open gegen Dominic Thiem: Dennoch Lob von Boris Becker

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der Traum vom Finale bei den Australian Open ist für Alexander Zverev geplatzt.
Der Traum vom Finale bei den Australian Open ist für Alexander Zverev geplatzt. © imago images/Xinhua/Montage
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Alexander Zverev ist bei Australian Open im Halbfinale ausgeschieden. Der Hamburger Zverev unterlag dem Österreicher Dominic Thiem in vier Sätzen. Für seine dennoch starke Leistung erhielt Zverev ein Lob von Boris Becker.

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Der Traum vom Finale bei den Australian Open ist für Alexander Zverev geplatzt. Zverev unterlag im Halbfinale in Melbourne am Freitag trotz eines starken Auftritts dem Österreicher Dominic Thiem mit 6:3, 4:6, 6:7 (3:7) und 6:7 (4:7). Damit muss der 22 Jahre alte Hamburger, der gegen den Schweizer Stan Wawrinka erstmals in die Vorschlussrunde bei einem Grand-Slam-Turnier eingezogen war, weiter auf sein erste Endspiel-Teilnahme bei einem der größten vier Tennis-Turniere warten. Zverev sagte bei Eurosport im Anschluss mit Blick auf seine Leistungen in Australien: "Man kann viel Positives daraus ziehen, aber jetzt gerade bin ich einfach nur wahnsinnig enttäuscht."

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Thiem lobte nach dem Match seinen Gegner: "Vielleicht hat mir der Tick mehr Erfahrung geholfen. Ich glaube, wir müssen nicht lange warten, bis auch Sascha sein erstes Grand-Slam-Finale erreicht." Boris Becker urteilte als Experte bei Eurosport über Zverev: „Die Reise, auf der er ist, ist wunderbar. Weiter so, Sascha.“

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Zverev erwischte gegen Thiem jedoch einen guten Start, gewann im ersten Spiel gleich das Break gegen den Österreicher. Auch der erste Satz ging mit 6:3 klar an den Deutschen. Der zweite Durchgang ging an Thiem, ehe der dritte ein zähes Ringen wurde. Zverev, der phasenweise einmal mehr mit dem Schiedsrichter haderte, unterlag im Tiebreak, nachdem er drei im dritten Satz drei Satzbälle vergeben hatte. "Da habe ich ein bisschen passiv gespielt", gab der 22-Jährige zu. Auch im vierten Satz, der ebenfalls in den Tiebreak ging, behielt Thiem die Oberhand. "Tiebreaks sind immer 50:50-Situationen. Meinen ersten in diesem Turnier habe ich in der ersten Runde verloren", bekannte der Österreicher.

Thiem im Finale gegen den "König von Australien"

Der Österreicher trifft damit im Finale am Sonntag auf den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic, der sich im Halbfinale in einer Neuauflage des historischen Wimbledon-Endspiels von 2019 souverän gegen Roger Federer durchgesetzt hatte - auch weil der Superstar aus der Schweiz mit Leistenproblemen zu kämpfen hatte und sich zwischenzeitlich behandeln lassen musste. Djokovic steht zum achten Mal im Finale von Melbourne - die bisherigen sieben hat er gewonnen. "Novak ist der König von Australien", weiß Thiem um die Schwere der Aufgabe.

Das sind die Sieger und Siegerinnen der Australian Open seit 2014

<b>Stan Wawrinka(2014)</b> gewann die Australian Open gegen den Spanier Rafael Nadal mit 6/3 6/2 3/6 6/3. Seitdem hat der Schweitzer weitere Grand Slam-Titel geholt, 2015 gewann er die French Open, im darauffolgenden Jahr siegte er in Wimbeldon. Zur Galerie
Stan Wawrinka(2014) gewann die Australian Open gegen den Spanier Rafael Nadal mit 6/3 6/2 3/6 6/3. Seitdem hat der Schweitzer weitere Grand Slam-Titel geholt, 2015 gewann er die French Open, im darauffolgenden Jahr siegte er in Wimbeldon. ©

Die Erwartungen an Zverev waren dagegen vor dem Turnier gering gewesen, nachdem er zu Saisonbeginn mit drei Niederlagen beim ATP Cup desaströs gestartet war. „Als ich ihn vor zwei Wochen gesehen habe, habe ich ein anderes Gefühl gehabt. Er hat uns alle eines Besseren belehrt“, hob Becker daher die Leistungen des Hamburgers in Melbourne positiv hervor.