01. Februar 2020 / 11:49 Uhr

Australian Open: Sofia Kenin gewinnt Finale gegen Garbiñe Muguruza und holt ersten Grand-Slam-Titel

Australian Open: Sofia Kenin gewinnt Finale gegen Garbiñe Muguruza und holt ersten Grand-Slam-Titel

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sofia Kenin (USA) hat bei den Australian Open den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere gewonnen
Sofia Kenin (USA) hat bei den Australian Open den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere gewonnen © imago images/AAP
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Die US-Amerikanerin Sofia Kenin hat bei den Australian Open den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere eingefahren. Die 21-Jährige gewann das Finale Garbiñe Muguruza aus Spanien in drei Sätzen.

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Sofia Kenin hat überraschend die Australian Open gewonnen und ihren ersten Grand-Slam-Titel geholt. Die 21-jährige US-Amerikanerin setzte sich am Samstag im Außenseiterfinale von Melbourne gegen die Spanierin Garbiñe Muguruza 4:6, 6:2, 6:2 durch. Nach 2:03 Stunden machte Kenin in ihrem ersten Endspiel bei einem der vier wichtigsten Turniere ihren größten Erfolg perfekt. Sie war zuvor nie über ein Grand-Slam-Achtelfinale hinausgekommen.

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Weltrangliste: Kenin überholt wohl Serena Williams

Die Siegerin freut sich über ein Preisgeld von 4,12 Millionen australischen Dollar (rund 2,5 Millionen Euro), die Verliererin erhält die Hälfte. In der Weltrangliste wird Kenin am Montag voraussichtlich als neue Nummer sieben in die Top Ten vorrücken und Serena Williams als beste Amerikanerin ablösen. Als Muguruza sich beim zweiten Matchball einen Doppelfehler leistete, ließ Kenin überwältigt ihren Schläger fallen. Die unterlegene Spanierin verpasste ihren dritten Grand-Slam-Sieg nach den French Open 2016 und Wimbledon 2017.

Das sind die Sieger und Siegerinnen der Australian Open seit 2014

<b>Stan Wawrinka(2014)</b> gewann die Australian Open gegen den Spanier Rafael Nadal mit 6/3 6/2 3/6 6/3. Seitdem hat der Schweitzer weitere Grand Slam-Titel geholt, 2015 gewann er die French Open, im darauffolgenden Jahr siegte er in Wimbeldon. Zur Galerie
Stan Wawrinka(2014) gewann die Australian Open gegen den Spanier Rafael Nadal mit 6/3 6/2 3/6 6/3. Seitdem hat der Schweitzer weitere Grand Slam-Titel geholt, 2015 gewann er die French Open, im darauffolgenden Jahr siegte er in Wimbeldon. ©

Die knapp 15.000 Zuschauer in der Rod-Laver-Arena sahen eine Partie, die vom Hin und Her lebte und in der die Final-Debütantin Kenin ihre Chancen konsequenter ausnutzte. Mit ihrem Außenseiter-Erfolg spielte sie sich rasant weiter in den Fokus. Das Interesse bei den amerikanischen Tennis-Damen lag zuvor eher auf der nimmermüden Serena Williams und der erst 15-jährigen Cori Gauff. Ohnehin hatte dieses Finale des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison wohl niemand prognostiziert. Die Nummer 15 der Welt (Kenin) traf auf die Nummer 32 (Muguruza) - laut WTA zählte erstmals in der Profi-Ära seit 1968 keine Finalistin der Australian Open zu den Top Ten.

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Zwei Tage nach ihrem hart erkämpften Halbfinal-Erfolg über die australische Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty erwischte Kenin den schlechteren Start und musste ihren Aufschlag zum 1:2 abgeben. Der erste Satz blieb umkämpft, auch weil Muguruza vier weitere Breakbälle zum 5:2 ausließ und Kenin mit einem Doppelfehler das 4:4 ermöglichte.

Kenin profitiert von Muguruzas Fehlern

In Bildern: Das sind die Siegerinnen der Australian Open seit 1987

<b>Hana Mandlíková</b> gewann 1987 bereits zum zweiten Mal nach 1980 die Australian Open. Die Tschechin siegte insgesamt bei 27 Einzelturnieren und stieg im April 1984 auf Platz 3 der Weltrangliste auf, ihr Karrierebestwert und eine beachtliche Leistung im Zeitalter von Chris Evert, Martina Navratilova und Steffi Graf (zusammen 58 Grand-Slam-Titel). Zur Galerie
Hana Mandlíková gewann 1987 bereits zum zweiten Mal nach 1980 die Australian Open. Die Tschechin siegte insgesamt bei 27 Einzelturnieren und stieg im April 1984 auf Platz 3 der Weltrangliste auf, ihr Karrierebestwert und eine beachtliche Leistung im Zeitalter von Chris Evert, Martina Navratilova und Steffi Graf (zusammen 58 Grand-Slam-Titel). ©

Wer dachte, der zweite Satz würde sich ebenfalls in Richtung der erfahreneren Spanierin entwickeln, die in ihrer besten Karriere-Phase kurzzeitig die Nummer eins der Welt war, sah sich getäuscht. Schnell war das Finale wieder offen. Die Amerikanerin spielte variabler, ärgerte die Spanierin auch erfolgreich mit eingestreuten Stoppbällen. Bei Muguruza häuften sich die Fehler. Ein Doppelfehler brachte Kenin das 4:2 im dritten Satz - die Vorentscheidung. Kenin kürte sich zur jüngsten Australian-Open-Siegerin seit Maria Scharapowa vor zwölf Jahren.