30. Januar 2022 / 15:49 Uhr

Auswärtssieg auch bei Tasmania Berlin: Chemie Leipzig siegt 1:0

Auswärtssieg auch bei Tasmania Berlin: Chemie Leipzig siegt 1:0

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
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Timo Mauer zieht ab und trifft so zum 1:0-Sieg der BSG Chemie Leipzig in Berlin. © Christian Donner
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Ein Treffer entscheidet die Partie: Die BSG Chemie Leipzig setzt sich mit dem Tor von Timo Mauer mit 1:0 bei Tasmania Berlin durch.

Berlin/Leipzig. Durch ein Tor von Timo Mauer gewann die BSG Chemie Leipzig mit 1:0 bei Tasmania Berlin und kommt damit dem Ziel Klassenerhalt ein entscheidendes Stück näher. Trainer Miro Jagatic sprach von einem "dreckigen Sieg".

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Turban für Tarik Reinhardt

Die Leutzscher begannen mit fast der gleichen Elf wie beim Auswärtssieg in Halberstadt, nur Stephané Mvibudulu ersetzte den gelb-rot gesperrten Tom Müller. Zunächst kämpften die Grün-Weißen nicht nur gegen einen engagiert startenden Gegner, sondern auch gegen den starken Wind. Nach sechs Minuten setzte Tasmania ein erstes Achtungszzeichen, als Brechler Maß nahm, aber vorbeischoss. Chemie zeigte jedoch gleich, dass man hellwach war und setzte durch Tarik Reinhardt ein erstes Signal (7.). Zehn Minuten später bereits gab es Grund zum Riesenjubel bei den Spielern und den 300 mitgereisten Fans, als Timo Mauer zum 0:1 traf (17.). Die beiden stärksten Gästespieler hatten vorbereitet: Alex Bury setzte mit präzisem Außenristpass Dennis Mast ein, der spielte chirurgisch genau auf Mauer, der aus spitzem Winkel dem gegnerischen Torwart Kocak keine Chance ließ.

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Wichtiger Auswärtserfolg! Die BSG Chemie Leipzig gewinnt das Spiel bei Tasmania Berlin mit 1:0. Zur Galerie
Wichtiger Auswärtserfolg! Die BSG Chemie Leipzig gewinnt das Spiel bei Tasmania Berlin mit 1:0. ©

Da hatte der dritte Tagesbetse Tarik Reinhardt bereits einen Turban um den Kopf geschlungen - Folge eines Trittes eines Gegenspielers, der das Bein zu hoch im Spiel hatte. Reinhardt kämpfte und grätschte, hielt den Offensiven stets den Rücken frei. Tasmania hielt stark dagegen, drückte und war auf den Ausgleich bedacht. Kaiser und Bier waren mehrfach gefährlich, und bei Kaisers Innenpfostenknaller hätte auch der souveräne Benny Bellot nichts mehr ausrichten können (43.).

"So kann es weitergehen"

Da war den Gästen das Glück hold. "Heute hatten wir mal das bessere Ende für uns, wir hatten ja auich schon viel Pech in dieser Saison", meinte Chemie-Coach Miro Jagatic. In Halbzeit zwei gab es Chancen auf beiden Seiten. Bury und Mast (Außennetz, 48.), Lukas Surek nach Bury-Solo (55.), Bury nach Schlenzer (60.), Benny Schmidt (81.), Dennis Jäpel (83.) und noch zweimal Surek (85., 86.) für Chemie, Kaiser, Bier und Sait für die Tasmanen scheiterten jedoch allesamt.

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So brachten die Leutzscher den zweiten Auswärtssieg binnen Wochenfrist unter Dach und Fach, und ein überglücklicher Trainer Jagatic konnte befreit zugeben: "Ich hatte immer Angst, dass wir den Ausgleich fressen, aber am Ende hat es gereicht." Das lag auch daran, dass sich Surek trotz eines ausgekugelten Armes bis zum Spielende durchbiss (Physio Ali Hamzehian hatte den Arm hinter dem Tor direkt wieder eingerenkt), und die Gäste in den letzten 15 Minuten fast jeglichen Druck clever von ihrem Tor weghalten konnten. Dennis Mast fand den Sieg deshalb auch verdient: "Wir haben vielleicht etwas passiv begonnen, aber am Ende hatten wir mehr Chancen und deshalb auch verdient gewonnen." Und Torschütze Timo Mauer war einfach nur happy: "Das zweite Tor im zweiten Spiel im neuen Jahr. So kann es weitergehen."

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